Italienische Wettbewerbsbehörde leitet Untersuchung gegen Booking.com ein

| Hotellerie Hotellerie

Die italienische Wettbewerbsbehörde hat nach eigenen Angaben ein Verfahren gegen Booking.com eingeleitet. Der Vorwurf lautet auf unlautere Geschäftspraktiken im Zusammenhang mit den Sichtbarkeitsprogrammen auf der Online-Plattform. Wie die Behörde bekanntgab, stehen insbesondere die Programme für bevorzugte Partner sowie die Erweiterung für bevorzugte Partner Plus im Fokus der Ermittlungen.

Vorwurf der irreführenden Darstellung

Laut der Wettbewerbsbehörde besteht der Verdacht, dass das Unternehmen teilnehmenden Betrieben eine erhöhte Sichtbarkeit in den Suchergebnissen und eine hervorgehobene grafische Darstellung gewährt. Dabei werde gegenüber den Nutzern suggeriert, dass diese Auswahl auf einer hohen Dienstleistungsqualität sowie einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis basiere. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler scheinen die Kriterien für die Aufnahme in diese Programme jedoch nicht sicherzustellen, dass die beworbenen Standards tatsächlich erfüllt werden.

Finanzielle Anreize laut Behörde im Vordergrund

Die Auswahlkriterien für die Partnerprogramme begünstigen nach Einschätzung der italienischen Aufseher vor allem jene Betriebe, die höhere Vermittlungsgebühren an Booking.com entrichten. Die Qualität der angebotenen Leistungen trete dabei in den Hintergrund. Nach Angaben der Behörde könnten Verbraucher dadurch zu der Annahme verleitet werden, dass die gekennzeichneten Unterkünfte bei ansonsten gleichen Bedingungen ein besseres Gesamtangebot darstellen als Betriebe, die nicht an den Programmen teilnehmen. Dies könne dazu führen, dass Kunden durchschnittlich teurere Übernachtungsmöglichkeiten buchen.

Durchsuchungen in den Geschäftsräumen

Im Rahmen der laufenden Untersuchung wurden bereits Inspektionen in den Räumlichkeiten der Booking.com (Italia) S.r.l. vorgenommen. Wie die Behörde mitteilt, wurden die Beamten dabei von einer Spezialeinheit für Kartellrecht der italienischen Finanzpolizei unterstützt. Ziel dieser Maßnahmen war die Sicherung von Beweismitteln zur weiteren Klärung der Vorwürfe hinsichtlich der geschäftlichen Praktiken auf dem italienischen Markt.


Zurück

Vielleicht auch interessant

In Travemünde (Lübeck) soll ein neues Hotelprojekt realisiert werden. Die DSR-Gruppe stellte jetzt das geplante Henri-Hotel vor. Das Haus soll nach Angaben der Beteiligten im Jahr 2027 eröffnet werden.

Die MHP Hotel AG hat die Neupositionierung des Andaz Vienna am Belvedere zum Hyatt Regency Vienna erfolgreich abgeschlossen. Das Haus mit 303 Zimmern setzt künftig verstärkt auf internationale Geschäftskunden und das Tagungssegment.

Die Leonardo Hotels arbeiten künftig mit der SRH Fernhochschule zusammen, um ihren Mitarbeitern vergünstigte Fernstudiengänge und Zertifikate anzubieten. Bei entsprechender Karriereplanung unterstützt der Arbeitgeber die akademische Weiterbildung zudem finanziell.

Die Althoff Hotels bringen ihre Marke Urban Loft nach Zürich und planen für 2028 die Eröffnung eines Hauses mit 173 Zimmern im ehemaligen Löwenbräu-Areal. In Zusammenarbeit mit PSP Swiss Property wird dazu ein bestehendes Bürogebäude umgenutzt.

Die irische Staycity Group expandiert in Berlin und hat einen Pachtvertrag über 20 Jahre für das Projekt Brooks on East unterzeichnet. In den zwei Türmen des Quartiers Media Spree entstehen bis 2027 insgesamt 222 Apartments der Marke Wilde.

Nach einem Großbrand im Luxushotel Klosterbräu in Seefeld ist das Feuer gelöscht. Rund 400 Einsatzkräfte waren beteiligt, sieben Personen wurden leicht verletzt, die Ursache ist noch unklar.

a&o Hostels hat eine Refinanzierung über 874 Millionen Euro abgeschlossen. Das Unternehmen plant auf dieser Basis eine weitere Expansion in europäischen Kernmärkten.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Maximilian in Essen-Rüttenscheid und plant die Neueröffnung unter eigenem Namen für Ende 2026. Das Projekt wird erneut von Investor Dr. Ben Dahlheim begleitet.

Einer der größten Hotelbetreiber Europas hat im Januar Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Seither läuft die Suche nach Investoren - die Verantwortlichen vermelden erste Erfolge.

Mit dem Sofitel Changzhou Hi-Tech District eröffnet Accor sein 800. Hotel in der Region Greater China. Das Projekt unterstreicht die Expansionsstrategie des Konzerns, der knapp ein Drittel seiner weltweiten Projekte in dieser Region realisiert.