Jagdfeld-Klage gegen Signal-Iduna: Zeuge bestreitet Rufmordkampagne gegen Adlon-Gründer

| Hotellerie Hotellerie

Mit einer weiteren Zeugenvernehmung ist am Montag am Dortmunder Landgericht der Schadenersatzprozess des Hotel-Investors Anno August Jagdfeld gegen die Signal-Iduna-Versicherung fortgesetzt worden. Jagdfeld wirft dem Konzern eine gezielte Rufmordkampagne im Zusammenhang mit dem Bau des Berliner Nobelhotels Adlon vor. Ein ehemaliger Spitzenmanager der Signal-Iduna erklärte aber am Montag als Zeuge erneut, dass es eine solche Kampagne nicht gegeben habe.

Für die Errichtung des Hotels Adlon hatte Jagdfeld einen Fonds aufgelegt, an dem sich die Signal-Iduna mit fünf Millionen Euro beteiligt hatte. Nachdem es schließlich zu Problemen und Unstimmigkeiten gekommen war, hatte sich eine Anleger-Schutzgemeinschaft gegründet, deren Sprecher schwere Vorwürfe gegen Jagdfeld erhob. Der Investor ist davon überzeugt, dass der Versicherungskonzern diese «Kampagne» gegen seine Person initiiert und gesteuert hat. Den ihm entstandenen Schaden beziffert Jagdfeld auf rund eine Milliarde Euro.

Das Dortmunder Landgericht wird in den kommenden Wochen zahlreiche weitere Zeugen vernehmen. Mit einer Entscheidung in der Frage, ob Jagdfeld grundsätzlich Schadenersatz zusteht, ist nicht vor Februar 2020 zu rechnen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.

Der Badische Hof in Baden-Baden nimmt den Betrieb unter der Marke Leonardo Limited Edition wieder auf. Nach einer ersten Phase im Juli folgt im Herbst das offizielle Grand Opening.

Premier Inn baut ihre barrierefreien Angebote aus und treibt die Zertifizierung ihrer Standorte nach dem Standard Reisen für Alle voran. Zudem investiert das Unternehmen in die Inklusion am Arbeitsplatz.

Die Achat Hotels strukturieren ihr Geschäftsmodell um und setzen künftig verstärkt auf Businessgäste. Zudem erhalten die Hoteldirektoren mehr Eigenverantwortung und die IT-Systeme wurden zentralisiert.

In Köln-Deutz soll auf einer Grünfläche ein bis zu 60 Meter hohes Hotel- und Bürogebäude entstehen. Nach einem Bericht des WDR formieren sich dagegen Anwohner und Teile der Kommunalpolitik.

Das traditionsreiche Grand Hotel Europa in Innsbruck hat einen neuen Betreiber. Minor Hotels will das seit Jahren leerstehende Haus nach einer umfassenden Revitalisierung im Jahr 2029 als NH Collection Hotel wieder eröffnen.