Jagdhof Glashütte - Gastgeber Edmund Dornhöfer mit 70 Jahren verstorben

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Das Relais & Châteaux Hotel Jagdhof Glashütte in Bad Laasphe-Wittgenstein trauert um seinen Inhaber Edmund Dornhöfer, der im Alter von 70 Jahren gestorben ist. Das teilte das Hotel am Mittwoch (27.8.2025) offiziell mit. „Er war der Mittelpunkt und Halt unseres Hauses und ein Gastgeber mit viel Herz, Leidenschaft und Seele“, heißt es in der Stellungnahme.

Vom Dorfgasthof zum Spitzenhotel

Dornhöfer übernahm 1975 im Alter von 20 Jahren nach dem frühen Tod seines Vaters den damals einfachen Gasthof im Ortsteil Glashütte. Gemeinsam mit seiner Frau Renate entwickelte er das Haus in den folgenden fünf Jahrzehnten zu einem Fünf-Sterne-Luxushotel, das weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt wurde. Das Restaurant des Jagdhofs wurde siebenmal mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

Unter seiner Führung gehörte das Haus über Jahre hinweg zu den führenden Hotels Deutschlands. Das Besondere sei stets die Verbindung aus höchster Gastgeberkultur und familiärer Atmosphäre gewesen, so Wegbegleiter.

Anerkennung aus der Branche

Auch der DEHOGA Westfalen würdigte Dornhöfer in einem Nachruf: „Der DEHOGA Westfalen trauert um sein langjähriges Mitglied, den Wittgensteiner Ausnahmehotelier Edmund Dornhöfer. Edmund Dornhöfer hat, gemeinsam mit seiner Frau Renate, dem weit über die Grenzen Westfalens, NRWs und Deutschlands bekannten Jagdhof Glashütte Gesicht und Seele gegeben. Nach 50 Jahren gelebter Gastfreundschaft in ‚seinem Jagdhof‘ hinterlässt er eine tiefe Lücke im Gastgewerbe Südwestfalens und in der ganzen Hospitality-Branche. Wir sagen Danke für Dein Engagement für das Gastgewerbe und Deine Mitarbeit in zahlreichen DEHOGA-Projekten.“

Engagement für Ausbildung und Region

Dornhöfer setzte sich früh für die Ausbildung junger Fachkräfte ein. Der Jagdhof Glashütte bildete seit Jahrzehnten Nachwuchskräfte in Gastronomie und Hotellerie aus. Zudem etablierte er neue Formate, darunter das Oktoberfest im Jagdhof, das sich als feste Tradition in der Region durchsetzte. Auch in der Weihnachtszeit gilt das festlich beleuchtete Haus seit Jahren als beliebtes Motiv.

Große Anteilnahme im Hotel

Aus der Belegschaft des Hauses heißt es: „Mit seinem Lächeln, seinem Humor, seiner Menschlichkeit, seinen Späßen und seiner Herzlichkeit hat er uns oft zum Lachen gebracht, diese Momente werden wir niemals vergessen. Auch wenn unser Chef dieses Leben verlassen hat, wird er niemals aus unserem Herzen verschwinden.“

Das Team kündigte zugleich an, das Lebenswerk Dornhöfers im Sinne seines Gründers fortzuführen: „Als Jagdhöfer Familie werden wir nun zusammenhalten und unser Bestes geben – genau so, wie er es sich gewünscht hätte.“


 

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