Jeder Dritte bevorzugt nachhaltige Hotels

| Hotellerie Hotellerie

Nachhaltigkeit ist für 35 Prozent der Deutschen ein sehr wichtiger Faktor bei der Hotelwahl. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie, die im September 2018 im Auftrag der Scandic-Hotelgruppe durchgeführt wurde. Vor allem jüngere Bundesbürger legen auf das Thema großen Wert. So sagen 40 Prozent der Befragten im Alter von 18 bis 34 Jahren, dass sie bei Hotels stark auf Nachhaltigkeit achten. Mit zunehmendem Alter nimmt die Bedeutung ab. So spielt der Faktor bei 37 Prozent der 35- bis 49-Jährigen und bei 34 Prozent der 50- bis 64-Jährigen eine Rolle. Lediglich 26 Prozent der über 65-Jährigen wählen ihre Hotels aufgrund von Nachhaltigkeitskriterien aus.

Der neue Stellenwert von Nachhaltigkeit macht sich auch bei der Nachfrage nach Infrastruktur bemerkbar. So wünschen sich immerhin zwölf Prozent der Deutschen von Hotels eine Ladestation für Elektrofahrzeuge. Je jünger, desto nachhaltiger und desto mehr Interesse an Elektro-Ladeinfrastruktur: Während 21 Prozent der 18- bis 34-Jährigen darauf Wert legen, ist eine Ladestation nur für vier Prozent der über 65-Jährigen wichtig.

Da viele Hotelgäste gerne mit dem eigenen Auto an- und abreisen, legen außerdem sechs von zehn Deutschen Wert darauf, dass ausreichend Parkplätze direkt am Hotel vorhanden sind. "Parkplätze sind ein Angebot, das unsere Gäste in den City-Hotels stark nachfragen", sagt Michel Schutzbach, Head of Europe Scandic Hotels. "Wir haben eigene Parkplätze, dazu Kooperationen mit großen Parkhäusern, in denen unsere Gäste nur wenige Meter entfernt zu günstigen Konditionen parken können. Und wir investieren überall in Ladeinfrastruktur für E-Mobile. Alleine im Scandic Hamburg Emporio haben wir acht eigene Ladestationen. Die Umfrageergebnisse bestätigen uns darin, künftig weiter Projekte nach diesem Modell zu entwickeln."

Hotelgruppe spart Emissionen ein und reduziert Plastikmüll

Scandic hat Nachhaltigkeit früh als wichtiges Thema erkannt. So war die Hotelkette die erste, die ihre Gäste bat, Handtücher auf den Boden zu legen, wenn sie gewechselt werden sollen. Inzwischen spart die ganze Branche auf diese Weise Energie. Mit den Jahren hat die Gruppe die Nachhaltigkeit ihrer Häuser stetig verbessert. Darum wurden alle deutschen Scandic-Hotels mit dem speziell für die Reiseindustrie entwickelten internationalen Green-Globe-Siegel für nachhaltigen Tourismus zertifiziert.

Um den Klimaschutz voranzutreiben, hat Scandic die Kohlendioxidemissionen seit 1996 um 60 Prozent reduziert. Maßnahmen waren zum Beispiel der Verzicht auf viele Einwegverpackungen und die Reduzierung von Lebensmittelabfällen beim Frühstück um die Hälfte. Zudem bietet Scandic seinen Gästen Leitungswasser an, das gekühlt, gefiltert und mit Kohlensäure versetzt wird. Durch den Verzicht auf Plastikflaschen entstehen jährlich 160 Tonnen Kohlendioxid weniger. "Da Plastikmüll unsere Ozeane stark verschmutzt, wollen wir künftig auch auf Strohhalme und Umrührstäbchen aus Kunststoff verzichten", sagt Schutzbach. "So sparen wir jedes Jahr 1,3 Millionen Halme und 120.000 Stäbchen ein. Die Trinkhilfen und die Plastikdeckel unserer Coffee-to-go-Becher ersetzen wir durch biologisch abbaubare Varianten."


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.

Der Badische Hof in Baden-Baden nimmt den Betrieb unter der Marke Leonardo Limited Edition wieder auf. Nach einer ersten Phase im Juli folgt im Herbst das offizielle Grand Opening.

Premier Inn baut ihre barrierefreien Angebote aus und treibt die Zertifizierung ihrer Standorte nach dem Standard Reisen für Alle voran. Zudem investiert das Unternehmen in die Inklusion am Arbeitsplatz.

Die Achat Hotels strukturieren ihr Geschäftsmodell um und setzen künftig verstärkt auf Businessgäste. Zudem erhalten die Hoteldirektoren mehr Eigenverantwortung und die IT-Systeme wurden zentralisiert.

In Köln-Deutz soll auf einer Grünfläche ein bis zu 60 Meter hohes Hotel- und Bürogebäude entstehen. Nach einem Bericht des WDR formieren sich dagegen Anwohner und Teile der Kommunalpolitik.

Das traditionsreiche Grand Hotel Europa in Innsbruck hat einen neuen Betreiber. Minor Hotels will das seit Jahren leerstehende Haus nach einer umfassenden Revitalisierung im Jahr 2029 als NH Collection Hotel wieder eröffnen.