Karriere machen in der Schweiz: (Fast) kostenlos dank des L-GAV

| Hotellerie Hotellerie | Anzeige

Die Aus- und Weiterbildung im Gastgewerbe erhält in der aktuellen Situation einen besonderen Stellenwert. Sie ist eine zeitliche Investition in bessere Zeiten, die mit Sicherheit wiederkommen. Weiterbildung nützt zwar der beruflichen Laufbahn, sie ist aber immer auch mit Zeit und Kosten verbunden. Das Schweizer Gastgewerbe hat darum schon vor über 10 Jahren ein Aus- und Weiterbildungsprojekt gestartet, das Betriebe und Mitarbeitende finanziell unterstützt.

Der Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes (L-GAV) unterstützt seit dem Jahr 2010 die Aus- und Weiterbildung mit äußerst großzügigen Beiträgen. Kaum eine andere Branche subventioniert ihren Bildungsbereich in vergleichbarem Umfang und bietet solch attraktive Einstiegs- und Aufstiegs-Chancen.

Aktuell werden 38 Angebote subventioniert. Dadurch ist es für Mitarbeitende im Gastgewerbe möglich, ihren gesamten Bildungsweg von Basis- und Nachholbildungen bis und mit Nachdiplomstudium weitgehend kostenlos zu absolvieren. Je nach Lehrgang beträgt die Ersparnis von einigen Hundert bis zu über 15.000 Franken. Die Arbeitgeber werden zusätzlich für die meisten Lehrgänge mit Lohnersatz für die Ausfälle bis über 7.000 Franken entschädigt, sodass die Investition in Bildung für Mitarbeitende und Betriebe gut tragbar ist.

38 Angebote im Jahr 2021

Neu ins vom L-GAV finanziell unterstützte Angebot aufgenommen wurden in 2021:

  • TOP Ausbildungsbetrieb: Das branchenübergreifende Label trägt dazu bei, Betriebe in ihrer Funktion als Ausbilder weiterzubringen und ihre Leistungen anhand von Ausbildungskriterien auszuzeichnen. Der Kurs wird auf Deutsch, Französisch und Italienisch angeboten.
  • Kaffee-Sommelier: Dieser Diplom-Lehrgang in deutscher Sprache unterstützt dabei, die Kaffeequalität kompetent zu verbessern, das richtige Kaffeekonzept für jede Art von Betrieb zu entwickeln und das betriebswirtschaftliche Potential von Kaffee gewinnbringend einzusetzen.
  • Forum für Frauen: Dieses dreitägige Seminar wird bereits seit 1987 angeboten. Es richtet sich an weibliche Führungskräfte im Gastgewerbe. Dabei steht es für Weiterbildung, die Förderung des Netzwerkes unter Berufskolleginnen und das Nutzen von Synergien. Das Forum findet jährlich in der Deutschschweiz und in der Romandie statt.
  • In der Westschweiz werden zudem bereits seit Herbst 2020 diverse neue Grundangebote in den Bereichen Küche, Service und Hauswirtschaft subventioniert.

Zudem kann das Gastro-Grundseminar G1 in deutscher Sprache neu auch im E-Learning-Modus absolviert werden.

Zusätzliche Subventionen infolge der Pandemie

Um Betrieben und deren Mitarbeitenden während der Pandemie den Zugang zu den Aus- und Weiterbildungen zu erleichtern, haben die Sozialpartner im Gastgewerbe weitere Subventionen beschlossen: Bis auf weiteres werden alle durch den L-GAV finanziell unterstützten Aus- und Weiterbildungen zusätzlich subventioniert. Übernommen werden derzeit die gesamten Kurskosten. Zudem werden die Arbeitsausfallentschädigungen an die Arbeitgeber deutlich erhöht.

In nur drei Schritten zur subventionierten Weiterbildung

Finanziell unterstützt werden

  • Mitarbeitende in der Schweiz, deren Betrieb zum Zeitpunkt der Anmeldung zu einem Aus- oder Weiterbildungslehrgang zwingend dem L-GAV des Gastgewerbes untersteht.
  • Pro Jahr und Betrieb erhält eine nicht zwingend dem L-GAV unterstellte Person (z.B. Betriebsleitende und deren Familienangehörige) ebenfalls Zugang zum Angebot.
  • Sind Sie derzeit arbeitslos, waren aber bis sechs Monate vor der Anmeldung noch in einem gastgewerblichen Betrieb in der Schweiz angestellt? Dann können Sie unter gewissen Voraussetzungen ebenfalls von der L-GAV-Finanzierung profitieren. In diesem Fall wenden Sie sich für die Abklärung bitte an die Subventionsabteilung von Hotel & Gastro formation Schweiz, Tel. +0041 (0)41 392 77 53.

Die Subventionen können in nur drei einfachen Schritten beantragt werden:

  1. Wählen Sie Ihre Weiterbildung. Alle Angebote finden Sie auf weiterbildung-inklusive.ch.
  2. Auf den Anmeldeformularen der vom L-GAV mitfinanzierten Aus- und Weiterbildungen wird grundsätzlich nach der L-GAV-Unterstellung gefragt.
  3. Beantworten Sie eine dieser Fragen mit JA? Sie erhalten anschließend automatisch die Unterlagen von Hotel & Gastro formation Schweiz, um die L-GAV- Finanzierung zu beantragen.

Ein Beitrag von Bosshardt Kommunikation

Dieser Artikel erschien zuerst bei Hotelcareer

 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wie gelingt Digitalisierung im Hotelalltag? Antworten darauf suchten und fanden die Teilnehmer der dritten Hotelrizon in Köln. Zwischen Impulsvorträgen, Best-Practice-Beispielen und Technologie-Sessions standen vor allem der Erfahrungsaustausch und konkrete Lösungsansätze für die betriebliche Praxis im Mittelpunkt.

Die Handwritten Collection von Accor umfasst mittlerweile 50 Hotels in 20 Ländern. Mit über 50 weiteren Projekten in der Entwicklung setzt die Marke ihr globales Wachstum fort.

Das Center Parcs Nordborg Resort in Dänemark zieht nach dem ersten Betriebsjahr eine positive Bilanz. Die Eröffnung der Anlage im Juni 2025 führte in der gesamten Tourismusregion Sønderborg zu einem Wachstum der Übernachtungszahlen.

Die EPH Group AG gibt im Rahmen einer Barkapitalerhöhung neue Aktien mit einem Gesamtvolumen von rund 10,3 Millionen Euro aus. Die Erlöse sollen in die Finanzierung und den Ausbau von Premium-Hotelprojekten im DACH-Raum fließen.

Das leerstehende Hotel auf der Wartburg wird für eine neue Nutzung saniert, wobei das bisherige Fünf-Sterne-Konzept aufgegeben wird. Die Planungen für das historische Gebäude laufen, während die Bauarbeiten ab 2028 starten sollen.

Die Marriott-Marke Design Hotels integriert 16 US-amerikanische Häuser von Palisociety mit insgesamt über 1.000 Zimmern in ihr Portfolio. Die Expansion umfasst fünf verschiedene Untermarken des im Jahr 2008 von Avi Brosh gegründeten Unternehmens.

Statt eines Abrisses soll das Münchner Arabellahaus umfassend revitalisiert werden. Geplant sind unter anderem ein Durchbruch über fünf Stockwerke, zusätzliche Wohnungen, öffentlich zugängliche Dachflächen und Europas längste Außenrolltreppenanlage. In dem Haus befindet sich auch ein Hotel mit knapp 450 Zimmern.

51 Eigentümer von Marriott-Hotels fordern laut Medienberichten eine stärkere Beteiligung an den Erlösen des Bonusprogramms Bonvoy. Hintergrund sind steigende Einnahmen aus Kreditkartenpartnerschaften und Streit über die Finanzierung von Prämienübernachtungen.

Das Hotel The Mandala und sein Restaurant Facil stehen für eine außergewöhnliche personelle Konstanz in der Luxushotellerie. Seit 25 Jahren führen dieselben Eigentümer das Berliner Haus, das sein Jubiläum mit einem kulinarischen Event und der Rückkehr zahlreicher ehemaliger Auszubildender feiert.

Das Hotel The Mandala und das Restaurant Facil am Berliner Potsdamer Platz feiern ihr 25-jähriges Bestehen. Das Haus setzt seit der Eröffnung unverändert auf ein beständiges Designkonzept und ein markantes, aufschiebbares Glasdach.