Kein Schmerzensgeld für Sturz in der Hotel-Badewanne

| Hotellerie Hotellerie

Ein Sturz beim Aussteigen aus der Badewanne eines Hotelzimmers zählt zum allgemeinen Lebensrisiko. Der Reiseveranstalter kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden, entschied das Landgericht Frankfurt und wies damit die Klage einer Urlauberin ab. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Bei dem Streit ging es um den Mann der Klägerin, der in einem Hotel auf Teneriffa beim Ausstieg aus einer Dusch-Badewanne gestürzt war und sich die Rippen gebrochen hatte. Er wurde nach einer stationären Behandlung vor Ort nach Deutschland ausgeflogen und kam dort in ein Krankenhaus, wo er eine Woche behandelt wurde.

Der Mann gab an, er habe sich beim Aussteigen aus der Wanne an einem Griff festgehalten, der nicht verankert gewesen und aus der Wand gebrochen sei - daher der Sturz. Vom Veranstalter verlangte das Ehepaar deshalb Schmerzensgeld, eine Minderung des Reisepreises und eine Entschädigung wegen entgangener Urlaubsfreude.

Das Gericht wies die Klage ab - und zwar wegen der Beschaffenheit des Griffes. Die schräge Halterung habe sich auf einer Höhe von 60 Zentimetern befunden und daher nur dem Aufstehen gedient. Sie sei nicht dazu da gewesen, beim Ausrutschen einen Sturz zu verhindern. Daher sei es egal, ob der Griff ordnungsgemäß verankert gewesen sei. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Marriott International wandelt die Münchner Immobilie Dein Apart in ein Hotel der Marke Element by Marriott um. Das Haus in Unterföhring soll im September 2026 mit 561 Studios und Apartments für längere Aufenthalte eröffnen.

Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien hat die Neugestaltung des Lobbybereichs abgeschlossen. Neben veränderten Raumstrukturen und Arbeitsbereichen wurde das Design grundlegend überarbeitet.

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.

Laut einer Marktanalyse von Christie & Co erzielen privat geführte Hotels in Wien höhere Zimmerpreise als Markenhotels. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck im Wiener Hotelmarkt nach Angaben des Unternehmens weiter zu.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes führt den Motel-One-Mitgründer Dieter Müller in seiner aktuellen Liste der Milliardäre. Nach Angaben des Magazins verfügt Müller über ein Vermögen von 1,3 Milliarden US-Dollar. In der weltweiten Rangliste wird er auf Platz 2994 geführt.

Der „Room Service Benchmark Report 2026“ von SuitePad basiert auf mehr als 200.000 digitalen Bestellungen aus über 500 Hotels. Laut Bericht gehört das Club Sandwich weltweit zu den meistbestellten Room-Service-Produkten.