Kitzbühel lädt zum Symposium: Wenn das Hotel zum Jungbrunnen wird

| Hotellerie Hotellerie

In der alpinen Hotellerie dominiert derzeit ein Begriff, der die klassische Wellness-Abteilung beinahe alt aussehen lässt: Longevity. Für alle, die bei der englischen Vokabel stutzen: Die Aussprache lautet „Lon-dscheviti“. Gemeint ist schlicht die Langlebigkeit. Während früher der Spa-Besuch primär dem Vergessen des Alltags diente, steht heute die Maximierung der eigenen Lebensspanne bei bester Gesundheit im Fokus. Die Prodinger Tourismusberatung widmet diesem Thema nun ein eigenes Fachformat und lädt am 6. Mai 2026 zum Symposium „Hospitality meets Longevity“ nach Kitzbühel.

Strategiewechsel statt nur neuer Aufguss

Die Veranstaltung findet im Vorfeld des Alpine Hospitality Summit im Hotel Rasmushof statt. Ziel ist die Beleuchtung der Langlebigkeit jenseits aktueller Modewellen als ernsthaftes Geschäftsmodell. Laut den Initiatoren verschieben sich die Erwartungen der Gäste weg von reiner Entspannung hin zu präventiven und regenerativen Angeboten. Es gilt, medizinische Erkenntnisse mit klassischer Gastfreundschaft zu verknüpfen. In Fachvorträgen und Diskussionsrunden wird analysiert, wie Hotels diese Anforderungen wirtschaftlich rentabel in bestehende oder neue Konzepte integrieren.

Experten und Mediziner diskutieren Umsetzbarkeit

Das Programm von 14:00 bis 18:30 Uhr richtet sich gezielt an Hotelentscheider und Entwickler. Unter der Moderation von Uta Gruenberger diskutieren Mediziner und erfahrene Touristiker über die notwendige Infrastruktur sowie die Anforderungen an das Personal. Die Kernaussage der Initiatoren ist deutlich: Langlebigkeit fungiert als nachhaltiger Wettbewerbsvorteil, der Einfluss auf die Positionierung, die Investitionsplanung und die Mitarbeiterbindung ausübt.

Fokus auf Prävention und Regeneration

Im Mittelpunkt stehen strategische Ansätze und Praxisbeispiele erfolgreicher Betriebe. Die Herausforderung für die alpine Hotellerie besteht darin, den Wunsch der Gäste nach einem gesunden und sinnerfüllten Leben glaubwürdig abzubilden. Die Themenpalette reicht von körperlicher Regeneration über Mental Health bis hin zur gezielten Lebensführung. Auf diese Weise soll die Transformation eines Trendthemas in ein tragfähiges Konzept für die Zukunft der Branche gelingen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

LaPosch – Living Lands hat in Biberwier in Tirol eine umfangreiche Erweiterung eröffnet. Zehn neue Unterkünfte, ein neues Torhaus mit Gastronomie und ein Gartenbad ergänzen das bestehende Chalet-Dorf.

Wyndham Hotels & Resorts hat das Vienna House by Wyndham Frankfurt South eröffnet. Das Hotel in Sachsenhausen startet mit 104 Zimmern und soll bis Ende 2027 auf 139 Zimmer und Suiten erweitert werden.

B&B Hotels hat erste Häuser der Revo Hospitality Group übernommen und betreibt damit erstmals mehr als 250 Hotels in Deutschland. Weitere Standorte sind bereits vertraglich gesichert und befinden sich in der Vorbereitung.

Das Mercure Bonn City Center hat Anfang Oktober 2026 direkt am Hauptbahnhof eröffnet. Das von DQuadrat Living betriebene Haus wird nun bis zum ersten Quartal 2027 bei laufendem Betrieb renoviert.

he Living Circle führt die Bergwelt Grindelwald seit dem 1. Oktober 2026 operativ. Das Hotel und die Betriebsgesellschaft hatte die Gruppe bereits Ende November 2025 übernommen; bis zur Übergabe blieb Swiss Design Collection Betreiberin.

Leonardo Hotels hat zum 1. Oktober 2026 drei ehemalige Revo-Hotels mit insgesamt 735 Zimmern als Betreiber übernommen. Die Häuser liegen in München, Hannover und Braunschweig.

Ex-prizeotel-Chef Connor Ryterski startet mit einem Hamburger Family Office die Hotelmarke Kumo. Zwei Neubauten in Hamburg und Köln sollen ab 2029 eröffnen.

Das Waldorf Astoria Rabat Salé hat das Restaurant Aldabaran im 33. Stock des Mohammed VI Tower eröffnet. Alain Ducasse verantwortet damit sein erstes Restaurant in Marokko.

Nach bundesweiten Durchsuchungen in Hotels und Reinigungsfirmen sitzen zehn Beschuldigte in Untersuchungshaft. Oberstaatsanwältin Christine Höfele zufolge sollen Beschäftigte wie einst Sklaven für den Profit der mutmaßlichen Täter in Abhängigkeit gehalten worden sein.

Jochen Swoboda, CEO der Gesellschaft, erklärt, Seminaris werde in seiner bisherigen Form nicht weiterbestehen, und weist eine wirtschaftliche Schieflage als Grund für den Betreiberwechsel zurück. Aroundtown hatte die Fortführung der acht Hotels unter der Marke Seminaris angekündigt; vier Häuser wurden am 1. Oktober bei Belvilla by OYO unter Sunday-Namen angeboten.