Kokomo Capital übernimmt Seehotel Waltershof am Tegernsee

| Hotellerie Hotellerie

Der Schweizer Hospitality-Investor Kokomo Capital hat das Seehotel Waltershof in Rottach-Egern erworben. Die direkt am Ufer des Tegernsees gelegene Immobilie soll im Zuge einer umfassenden Neuausrichtung modernisiert und erweitert werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten ist die Wiedereröffnung für das Jahr 2027 geplant.

Kapazitätserweiterung und neue Ausstattung

Ein wesentlicher Bestandteil der Repositionierung ist die Aufstockung des Gebäudes. Durch diese bauliche Maßnahme entstehen 21 zusätzliche Zimmer, sodass das Haus künftig über insgesamt 57 Wohneinheiten und Suiten verfügen wird. Das Konzept sieht zudem die Integration eines Wellnessbereichs vor, der einen Innenpool, Saunen sowie einen Fitnessraum umfasst. Eine Bar und eine Terrasse mit Blick auf den See ergänzen das künftige Angebot des Hotels.

Betrieb unter der Marke Anagram

Nach der Fertigstellung wird das Hotel unter der Marke Anagram geführt. Dabei handelt es sich um die hauseigene Lifestyle-Hotelmarke von Kokomo Capital, die ihren Ursprung in München hat. Aktuell befinden sich laut Unternehmensangaben vier Häuser unter dieser Marke in der europäischen Entwicklung. Der Investor verfolgt dabei einen vertikal integrierten Ansatz als Eigentümer und Betreiber der Immobilien.

Strategische Ausrichtung des Investors

Für Kokomo Capital stellt der Erwerb in Rottach-Egern einen weiteren Schritt beim Ausbau des europäischen Portfolios dar. Erst kürzlich hatte das Unternehmen ein Bürogebäude in der Innenstadt von Rom erworben, um es bis Ende 2026 in ein Hotel mit 45 Zimmern umzuwandeln.

Alexander Haas, Geschäftsführer von Kokomo Capital, sieht am Tegernsee trotz der Bekanntheit der Region Bedarf für spezifische Konzepte: „Der Tegernsee ist eine der ikonischsten Destinationen Deutschlands - und dennoch gibt es Raum für designorientierte Boutique-Hotels, die sich authentisch in den Ort einfügen. Das Seehotel Waltershof verbindet eine außergewöhnliche Lage direkt am Wasser mit großem Potenzial, durch eine umfassende Repositionierung und ein hands-on Operating-Modell langfristig Wert zu schaffen. Mit Anagram wollen wir unvergessliche Aufenthalte und stabile Renditen liefern. Diese Akquisition ist ein wichtiger nächster Schritt beim Aufbau unseres europäischen Portfolios.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mit der Eröffnung von Terminal 3 am Flughafen Frankfurt hat das IntercityHotel einen neuen Standort direkt am Terminal in Betrieb genommen. Das Unternehmen verweist auf kurze Wege und ein Eröffnungsangebot für Gäste.

Mainz plant die Einführung einer Beherbergungsabgabe ab Juli 2026. Der Stadtrat entscheidet Anfang Mai über die Maßnahme, mit der zusätzliche Einnahmen für touristische Ausgaben erzielt werden sollen.

IHG Hotels & Resorts übernimmt elf europäische Standorte der Marke Pentahotels und wandelt diese bis 2027 in eigene Marken um. Das Projekt umfasst über 1.800 Zimmer in Deutschland, Belgien und Frankreich.

Accor erweitert die Präsenz in der Schweiz durch die Vertragsunterzeichnung für das Hotel Aeschi Interlaken. Das Haus im Berner Oberland soll nach einer Renovierung im Sommer 2026 als Teil der Handwritten Collection eröffnen.

Am 1. Mai 2026 eröffnet in Tornow das neue Beherbergungskonzept Greenview mit sechs Design-Chalets aus Holz. Das von den Brüdern Christian und Marko Schneider initiierte Projekt im Ruppiner Seenland setzt auf naturnahe Erholung und moderne Architektur.

Das Jumeirah Burj Al Arab in Dubai steht vor seiner ersten großen Restaurierung seit 1999. Unter der Leitung von Tristan Auer ist ein 18-monatiges Programm geplant, um das markante Gebäude zu modernisieren.

Teaser: Scandic eröffnet im August 2026 ein weiteres Hotel in Berlin. Das Scandic Charlottenburg umfasst 214 Zimmer und ist der dritte Standort der Gruppe in der Hauptstadt. In dem Gebäude war vormals das Abba-Hotel unter gebracht.

Der Serviced-Apartment-Markt in Deutschland erlebt einen Strukturwandel: Erstmals dominieren Freizeitgäste das Segment, während sinkende Tagesraten und steigende Betriebskosten die Betreiber fordern. Dennoch bleibt der Expansionsdrang hoch.

Die Hotelstars Union wächst mit der Slowakei auf 22 Mitglieder an und fordert von Buchungsportalen wie Booking.com eine transparentere Darstellung von Hotelsternen, um die Irreführung von Verbrauchern zu stoppen.

Pressemitteilung

Das Qualifizierungsprogramm „Food Service Assistance“ von Deutscher Hotelakademie und Chickpeace wurde doppelt ausgezeichnet: mit dem eLearning AWARD 2026 und als Fernstudienprojekt des Jahres. Es richtet sich an geflüchtete Frauen und kombiniert digitale Lernformate mit praxisnaher Ausbildung – als Antwort auf Fachkräftemangel und fehlende Bildungszugänge in der Gastronomie.