Koncept Hotel Neue Horizonte in Tübingen eröffnet

| Hotellerie Hotellerie

Nach einer Bauzeit von 15 Monaten hat das Koncept Hotel Neue Horizonte in Tübingen eröffnet. Geschäftsführer Martin Stockburger: „Mit unseren Hotels fördern wir nachhaltige Maßnahmen, die breit gefächert sind. Dazu gehört beispielsweise ein Aufforstungsprojekt in Ghana, das pro Buchung einen Euro von uns erhält. So unterstützen wir nicht nur den Wiederaufbau von Naturlandschaften. Durch ein angeschlossenes Schulprojekt fördern wir auch die Bildung von Kindern.“

Regional nachhaltig zu handeln bedeutet für Stockburger auch, die Einrichtung für das neue Hotel aus der Region um Tübingen zu beziehen und sehr eng mit lokalen Handwerksbetrieben zusammenzuarbeiten. Realisiert wurde das neue Hotelprojekt zusammen mit der Tübinger SAX Gruppe und dem Architekten-Büro Danner Yildiz.

Nachhaltigkeit beginnt im Hotel bereits bei kleinen Dingen, wie etwa den Wäschesäcken aus einer Werkstatt von Menschen mit Beeinträchtigungen, und reicht weiter bis zur individuellen Ausgestaltung der Aufgabenbereiche und Stellen. „Ganz wichtig ist für uns die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – unsere Location Managerin in Tübingen beispielsweise arbeitet als Mutter in Teilzeit – das ist heute machbar, man muss vieles nur neu und für die Menschen denken,“ erklärt Stockburger.
 

Nachhaltigkeit muss seiner Meinung nach auch am und mit dem Standort selbst beginnen. „Wir binden unser Koncept Hotel Neue Horizonte naturnah in sein Umfeld ein. Es gibt bei uns keine Steinwüsten, Rasen oder Kleinsträucher. Wir legen natürliche Wildblumenwiesen mit Saatgut aus dem Schönbuch an, darauf wächst bei uns die Vogelkirsche, einer der Leitbäume der Schwäbischen Alb. Nistkästen für Steinkäuze, die wir mit unseren Kindern während des Schul- und Kindergarten-Lockdowns nach NABU-Anleitung selbst gebaut haben, geben dem für das natürliche Gleichgewicht so wichtigen Vogel ein neues Zuhause.“

Neben seinen unmittelbar nachhaltigkeitswirksamen Maßnahmen ist das neue Koncept Hotel auch strategisch auf eine möglichst ressourcenachtende Gästezielgruppe ausgerichtet: Long Stay-Gäste. Aktuell sind bereits rund 40 Prozent der mit eigener Küche ausgestatteten Apartments von umliegenden Unternehmen für die kommenden zwei Jahre gebucht. „Uns ist es wichtig, dass unser neues Haus sich nicht nur physisch sinnvoll und harmonisch in sein Umfeld einpasst, sondern auch inhaltlich und strukturell,“ betont Stockburger weiter. „Neben dem Hauptaugenmerk auf Long Stay-Gäste finden wir insbesondere Rad-Begeisterte als Zielgruppe interessant, weshalb wir die Infrastruktur in unserem Hotel dementsprechend gestaltet haben. Zudem ist bei diesen Gästen die An- und Abreise viel emissions-entlastender – sowohl in Hinblick auf Lärm als auch auf Schadstoffe.“ Zu den zukünftigen Zielgruppen gehören Gäste und Mitarbeiter der nahen Unternehmen und der Universität sowie Städtereisende, Touristen und Rad-Enthusiasten.

Neben Köln, Siegburg, Bern und Wien ist die Universitätsstadt damit der fünfte Standort des Unternehmens. Das Koncept Hotel Neue Horizonte befindet sich im Wissenschafts- und Technologiepark Tübingen und verfügt über 46 Zimmer und Apartments, die sich gleichermaßen für Long Stay-Gäste und Kurzaufenthalte eignen. Wie alle Häuser der Gruppe setzt sich das Haus inhaltlich und optisch mit einem gesellschaftlichen Thema und dessen Zusammenhang mit dem unmittelbaren Umfeld auseinander. In Tübingen stand der Zugang zu freier Bildung Pate für Name und Konzept. Zudem spielt Neue Horizonte zum einen auf Tübingen als Wissenschaftsstadt an, in der unter anderem bereits der Astronom Johannes Kepler die Weltsicht seiner Zeit erweiterte, zum anderen auf die Lage auf einem 405 Meter hohen Höhenzug, auf dem sich auch die historische Sternwarte befindet.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.