Landkreis Harz verpachtet Brockenhotel und Gastronomie an Timberjacks

| Hotellerie Hotellerie

Der Landkreis Harz hat das Brockenhotel und die Gastronomie auf dem Brockenplateau an die Restaurantkette Timberjacks verpachtet. Der entsprechende Vertrag wurde nach Angaben des Landkreises unterzeichnet. Der Betreiberwechsel soll zum 1. April 2026 erfolgen.

Timberjacks habe sich laut Mitteilung in einem europaweiten öffentlichen Teilnahmewettbewerb mit seinem Konzept „Brocken Mountain Lodge“ durchgesetzt. Das Unternehmen aus Göttingen übernimmt damit künftig den Betrieb auf dem höchsten Berg Norddeutschlands.

Betreiberwechsel nach Rückzug des bisherigen Pächters

Der bisherige Pächter, Daniel Steinhoff, hatte nach Angaben des Landkreises im August erklärt, sich aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem bis Ende 2029 laufenden Vertrag zurückziehen zu wollen. Er bleibe weiterhin unternehmerisch am Brocken aktiv, unter anderem am Bahnhof der Harzer Schmalspurbahnen.

Landrat Thomas Balcerowski erklärte laut Mitteilung: „Wir freuen uns auf eine jahrelange Partnerschaft auf dem Brockenplateau!“ Zudem dankte er dem bisherigen Betreiber für dessen Tätigkeit. Steinhoff sei über die Region hinaus bekannt gewesen.

Der Landkreis hatte das rund 13.000 Quadratmeter große Areal auf dem Brockenplateau nach eigenen Angaben vor etwa neun Monaten erworben.

Neuer Betrieb startet mit eingeschränktem Angebot

Nach Angaben von Timberjacks beginnt der Betrieb am 1. April. Nach einer mehrtägigen, technisch bedingten Pause soll ab Ostersonntag zunächst eine kleinere Speisekarte angeboten werden. Geschäftsführer Thomas Kemner sagte laut Mitteilung: „Wir freuen uns, die Gastronomie und das traditionsreiche Brockenhotel auf dem höchsten Gipfel Norddeutschlands zu übernehmen.“

Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben eine umfassende Modernisierung des Gebäudekomplexes. In dem denkmalgeschützten Ensemble sollen auf rund 3.000 Quadratmetern Nutzfläche bis zu 80 Hotelzimmer sowie ein Restaurant entstehen. Ergänzt werden soll das Angebot durch einen Biergarten.

Kemner erklärte: „Wir erneuern das Gebäude technisch von innen und gestalterisch umfassend, einschließlich der historischen Räume.“ Für die Maßnahmen seien Investitionen in Höhe von rund fünf bis acht Millionen Euro vorgesehen.

Weitere Planungen ab 2027

Nach Angaben des Unternehmens ist vorgesehen, ab 2027 ein erweitertes Konzept unter der Bezeichnung „Brocken Mountain Lodge“ umzusetzen. Dazu gehören laut Mitteilung auch Veranstaltungen und Musikformate.

Zum Umgang mit dem Standort erklärte Kemner: „Wir handeln im Einklang mit dem Naturschutz, der im Nationalpark Harz oberste Priorität hat.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die MHP Hotel AG plant die Eröffnung eines neuen Hotels der Autograph Collection in Düsseldorf. Das neue Hotel soll bis zum Jahr 2029 in einem historischen Gebäudeensemble an der Kasernenstraße nahe der Königsallee realisiert werden.

Ein Jahr nach dem Markteintritt in der Schweiz zieht das Mama Shelter Zurich eine erste Bilanz. Gefeiert wird das Jubiläum veranstaltet am 1. August mit einem Brunch und einer Abendveranstaltung auf der Dachterrasse.

Swissôtel hat den Modedesigner Peet Dullaert als ersten Preisträger des New Crafts Awards bekannt gegeben. Die neue Auszeichnung entsteht aus einer Partnerschaft zwischen Accor und der Fédération de la Haute Couture et de la Mode.

Im Investorenprozess der insolventen Revo Hospitality Group nennen die Sanierer erstmals mehrere Unternehmen, die Hotels aus dem Portfolio übernehmen sollen. Neben bereits bekannten Transaktionen werden unter anderem Prism, Israel Canada Hotels, Leonardo Hotels und B&B Hotels genannt. Ein weiterer Investor bleibt vorerst ungenannt.

Accor plant einen deutlichen Ausbau seines Hotelgeschäfts in China. Der Konzern will die Zahl seiner Häuser in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf 1.600 erhöhen und setzt dabei auf neue Luxusprojekte sowie den Ausbau bestehender Partnerschaften.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben von Colliers ein Transaktionsvolumen von rund 625 Millionen Euro erreicht. Investoren richten ihren Blick dabei zunehmend auf die Qualität der Betreiber und die Ausgestaltung der Vertragsstrukturen.

Townscape hat die Baugenehmigung für ein Serviced-Apartment-Projekt in Berlin-Kreuzberg erhalten. Die numa group steht bereits als Mieter fest. Geplant sind 114 Serviced Apartments sowie Gewerbe- und Co-Working-Flächen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.

Die geplante Übernahme der britisch-niederländischen Hotelgruppe PPHE Hotel Group durch die israelische Fattal Hotel Group ist gescheitert. Grund ist der Widerstand des größten PPHE-Aktionärs Euro Plaza Holdings. Das teilte PPHE im Rahmen seines laufenden strategischen Prüfprozesses mit.

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.