Leitungswasser statt Putzmittel: Salzburger Hotel verzichtet auf Chemie

| Hotellerie Hotellerie

Eine Studie der Indiana University stuft die beim Putzen entstehenden Belastungen durch Aerosole ähnlich hoch ein wie das Einatmen von Autoabgasen, mögliche Zellschäden nicht ausgeschlossen. Dass professionelle Reinigung auch ganz ohne chemische Keule funktioniert, beweist das 4-Sterne Superior Hotel Alpin Juwel in Saalbach-Hinterglemm.

Alexander Schwabl, Geschäftsführer des Alpin Juwel, zieht Bilanz: „Seit fünf Jahren werden in unserem Haus sämtliche Bereiche, von der Küche, über die Zimmer bis zu den Nassbereichen ausschließlich mit Microtrockendampf gereinigt. Selbst Teppichböden, Polster oder das Abstauben von Gardinen und Heizungen erfolgt bei uns mit Mikrotrockendampf-Geräten. Unsere Erfahrungen sind dabei durchwegs positiv. Die Reinigung geht jetzt um 30 Prozent schneller. Da unser Personal auch nicht mehr mit schädlichen Putzmitteln in Kontakt kommt, gibt es auch weniger Krankenstände oder Probleme mit Allergien.“

Herkömmliche Dampfreiniger arbeiten mit geringer Hitze und einem Wasseranteil von bis zu 40 Prozent. Damit können zwar harte und widerstandsfähige Materialien von Verschmutzungen befreit werden, für empfindliche Materialien sind diese Reiniger jedoch ungeeignet, da der hohe Wassergehalt im Dampf empfindliche Oberflächen durchnässt und beschädigt.

„Jedes Putzmittel, auch wenn es biologisch oder ‚natürlich‘ ist, hinterlässt Rückstände, man denke nur an die klassischen Schlieren nach dem Fensterputzen“, erklärt Fritz Pattis, Geschäftsführer der Medeco Cleantec GmbH und Erfinder des Green Cleaning-Konzepts. „Und an genau diesen Rückständen haftet sich zum einen neuer Schmutz umso schneller an und sie sind ein idealer Nährboden für Keime. Kurz gesagt wird es umso unhygienischer, je mehr man mit chemischen Mitteln putzt. Mit unserem System kann man nur mit einfachem Leitungswasser diesen Teufelskreis durchbrechen, spart 100 Prozent der Reinigungsmittel, schont die Umwelt und gewinnt zudem Zeit, da die Arbeit um 30 Prozent schneller erfolgt als mit herkömmlichen Methoden.“


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Atlantic Hotel Gruppe hat mit dem Atlantic Hotel Frankfurt im Sparda-Bank Tower ihr 21. Haus eröffnet. Das 4-Sterne-Superior-Hotel bietet mit 373 Zimmern und Suiten die höchste Zimmerkapazität innerhalb der Hotelgruppe. 

50 Best hat die erweiterte Hotel-Rangliste der Plätze 51 bis 100 für das Jahr 2026 veröffentlicht. Die Zusammenstellung umfasst insgesamt 23 verschiedene Regionen und 40 Städte. Aus Deutschland schaffte es jedoch kein Hotel auf die Liste.

Verkehrsbuero Hospitality aus Österreich hat die Betriebsführung des ibis Styles Bad Reichenhall übernommen und vollzieht damit seinen Markteintritt in Deutschland. Sämtliche Mitarbeiter werden vom neuen Betreiber übernommen.

Ein Joint Venture aus Reiß & Co. Gruppe und PEG Hamburg hat mit dem Bau eines neuen Premier Inn Hotels mit 296 Zimmern in der Hamburger Adenauerallee begonnen. Es wird bereits das achte Haus der Hotelmarke in der Hansestadt.

Die Lerch Genusswelten haben den Betrieb des Bayerischen Hofs und des Hotels Reutemann-Seegarten in Lindau übernommen. Alle bisherigen Mitarbeiter sollen in den Häusern bleiben, für den Wellnessbereich kündigt das Familienunternehmen Investitionen an.

Ein Geschäftsmann soll Gelder für Irans Machtapparat verschoben haben. Konten eines Hotel-Betreibers bei Frankfurt wurden eingefroren. Laut OVG können sie nicht vorzeitig freigegeben werden.

Die Honestis-Gruppe hat mit der DHO Deutsche Hotel Operations GmbH einen neuen White-Label-Betreiber für die D-A-CH-Region gegründet. Geschäftsführer und Mitgesellschafter ist Björn Weidner, erstes Hotel ist das Mercure Hotel Frankfurt Eschborn Helfmannpark.

Die Motel One Group übernimmt das Hyperion Hotel Salzburg und führt das denkmalgeschützte Palais Faber künftig unter der Marke The Cloud One Hotels weiter. Auch die Mitarbeiter werden übernommen.

Das Berliner Luxushotel Adlon kann nach einer Abstimmung der Gesellschafter vorerst nicht verkauft werden. Die zuständige Immobiliengesellschaft will ihre Pläne aber weiter verfolgen.

Ennismore und Central Pattana bringen die Marke 25hours im ersten Quartal 2029 nach Bangkok. Das Hotel mit 345 Zimmern entsteht am Siam Square. Nach dem Standort in Jakarta handelt es sich um das zweite Hotel der Marke in Asien.