Leonardo Hotels Central Europe startet Offensive gegen Fachkräftemangel

| Hotellerie Hotellerie

Der Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen, mit denen deutsche Unternehmen aktuell konfrontiert sind. Um diesem zu begegnen, geht Leonardo Hotels Central Europe im Werben um junge Talente in die Offensive: Eine neu ins Leben gerufene Abteilung „Talentmanagement“ sowie Programme zur Rekrutierung von Fachkräften im Ausland zählen zu den wichtigsten Schritten. Sie ergänzen ein etabliertes Konzept des Unternehmens, das die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeitenden priorisiert und bereits zahlreiche Projekte zur Förderung des Nachwuchses erfolgreich umgesetzt hat. 

Mit der Gründung der neuen Abteilung Talentmanagement will Leonardo die Personalproblematik offensiv angehen. Eine Doppelspitze aus den Leonardo-Führungskräften Sabine Koher und Torsten Kraft bündelt ab sofort die Kompetenz in Sachen Recruitment und Talentmanagement. Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit einem internationalen Team rund um den Globus neue Mitarbeitende zu rekrutieren und insbesondere junge Nachwuchskräfte in puncto Ausbildung und Studium verstärkt zu unterstützen. Um dabei stets nah an der Basis zu bleiben, ist das Talentmanagement mitsamt Leitung und allen Teammitgliedern direkt in den Hotels angesiedelt.     

Anke Maas, Leiterin der Personalabteilung bei Leonardo Hotels Central Europe: „Der Fachkräftemangel stellt eine gewaltige Herausforderung für unsere gesamte Branche dar, der wir bei Leonardo Hotels Central Europe als einer der großen Arbeitgeber in der Hotellerie mit innovativen Maßnahmen begegnen. Durch die Gründung unserer neuen Abteilung Talentmanagement machen wir einen großen Schritt auf dem Weg, dieser negativen Entwicklung sinnvoll und nachhaltig entgegenzuwirken. Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, immer nah an den Geschehnissen vor Ort in den Hotels zu sein und die Personalbetreuung nicht vom Grünen Tisch aus zu managen. Nur so stellen wir sicher, dass die regionalen Notwendigkeiten bei zentralen unternehmerischen Entscheidungen genügend Berücksichtigung finden.“

Neuer Fokus: Talentsuche im internationalen Raum     

Neben der Initiierung der neuen Abteilung Talentmanagement setzt Leonardo Hotels Central Europe auf Mitarbeitergewinnung auf internationaler Basis. Innerhalb Europas rekrutiert die Hotelkette schon seit Jahren Mitarbeitende, Auszubildende und Studierende. Dabei steht auch der soziale Aspekt im Fokus, wie beispielsweise die Thematik der Jugendarbeitslosigkeit in den Herkunftsländern. Vor diesem Hintergrund gibt es zum Beispiel Kooperationen mit Universitäten in Kroatien, wo Leonardo Hotels jungen Menschen in Split und Zagreb ein duales Studium ermöglicht. In Spanien unterhält Leonardo eine Partnerschaft mit der FEDA-Madrid, einer von der deutschen Kultusministerkonferenz anerkannte Auslandsberufsschule.    

Zur Nachwuchsförderung kommen feste Kooperationen mit internationalen Personalvermittlern in Polen und Rumänien. Außerdem arbeitet Leonardo Hotels seit 2022 mit einem ukrainischen Recruiter zusammen, um Geflüchtete aus den Kriegsgebieten in Arbeit zu bringen.
Seit Kurzem hat Leonardo Hotels Central Europe seine Talentsuche Richtung Asien erweitert. Aktuell fokussiert sich die Gruppe dabei auf Indien und die Philippinen – zwei Länder, in denen sich die Rekrutierung von qualifiziertem Fachpersonal im Dienstleistungsbereich als besonders erfolgversprechend erwiesen hat. 

Noch im Frühjahr 2023 sollen die ersten 50 Fachkräfte in Deutschland eintreffen, von denen alle über einen Bachelor of Science in Hotelmanagement oder Gastronomie und mindestens drei Jahre Berufserfahrung in der Hotellerie verfügen. Geplant ist, künftig jedes Jahr 50 qualifizierte Arbeitskräfte aus dem asiatischen Raum nach Deutschland zu holen.  

Auch das Integrationsprogramm für die zukünftigen Mitarbeitenden läuft bereits – aktuell nehmen alle Nachwuchskräfte mit finanzieller Unterstützung der Hotelgruppe in ihrer Heimat an einem sechsmonatigen Deutschkurs teil und qualifizieren sich bis Level B2. Die Sprachausbildung wird durch monatliche Videocalls und Webinare mit deutschen Kolleginnen und Kollegen aus den Hotels begleitet. Außerdem bekommen neue Mitarbeitende vor ihrer Einreise einen Mentor aus einem deutschen Hotel zugeteilt, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht.     
„Wir wollen den Menschen, die zu uns kommen, den Start im fremden Land so angenehm und einfach wie möglich gestalten“, betont Personalchefin Anke Maas. Das heißt auch: Neuankömmlinge bekommen die Möglichkeit, in den ersten vier Monaten ihres Aufenthalts in dem Hotel, in dem sie arbeiten, zu wohnen. 

In einigen Städten verfügt das Unternehmen auch über Werkswohnungen – ein Konzept, das in Zukunft weiter ausgebaut werden soll. Nach dem Muster dieser Integrationsstrategie sollen von jetzt an jedes Jahr passionierte Talente aus der ganzen Welt für die Mitarbeit bei Leonardo Hotels Central Europe gewonnen werden. 

Auch wenn die Suche nach qualifiziertem Fachpersonal im Moment besonders dringend ist –neu ist das Thema nicht. Aus diesem Grund setzt Leonardo Hotels Central Europe bereits seit Jahren Maßnahmen um, um positiv gegenzusteuern. Vor zehn Jahren wurde die Leonardo Academy gegründet, die Entwicklungs- und Fortbildungsprogramme umfasst und so den Weg für die Karriereförderung auf allen Ebenen ermöglicht. Die Zahlen sprechen für sich: Neun von zehn Hoteldirektoren des Unternehmens haben ihre Position im Zuge einer internen Beförderung übernommen – ein Erfolg, der vor allem der Leonardo Academy zu verdanken ist. 

Eine weitere Säule der Talentförderung bei Leonardo Hotels sind Ausbildungsprogramme und duale Studienmöglichkeiten: Allein im vergangenen Jahr wurden 200 Nachwuchskräfte in Deutschland eingestellt. 


Zurück

Vielleicht auch interessant

Für 165 Hotels der insolventen REVO Hospitality Group sind Investorenlösungen gefunden worden. Der überwiegende Teil der rund 5.450 Hotelarbeitsplätze soll erhalten bleiben. Dagegen werden die Arbeitsverhältnisse von 450 Mitarbeitern der Unternehmenszentrale nicht fortgeführt.

Bei den Akzent Hotels haben in den vergangenen Monaten fünf Häuser innerhalb des Netzwerks einen Generationswechsel vollzogen. Die neuen Betriebsleiter rekrutierten sich dabei aus der Gruppe der sogenannten Jungen Akzentler.

Das Davoser Fünf-Sterne-Hotel Seehof stellt seinen Sommerbetrieb zum 14. Juni 2026 ein. Die Betreiberin Revo Hospitality Group verweist auf Synergien mit dem ebenfalls in Davos betriebenen Grandhotel Belvédère.

Die Motel One Group hat zum 1. Juni 2026 zwei bislang von der Revo Hospitality Group betriebene Hotels in Kiel übernommen. Für die Immobilien wurde ein neuer Mietvertrag über 25 Jahre abgeschlossen.

Die Bülow AG hat den Verkaufsprozess für den Porsche Design Tower Stuttgart gestartet. Das 2023 fertiggestellte Gebäude umfasst Hotel- und Büroflächen mit insgesamt rund 16.500 Quadratmetern Mietfläche.

Das Flensburger Boutiquehotel Petuh begeht sein fünfjähriges Bestehen. Nach einer umfassenden Sanierung infolge einer Sturmflut im Jahr 2023 setzt das Haus weiter auf eine Ausrichtung für Erwachsene, die Abstand vom Alltag suchen.

Das ehemalige Grandhotel Hessischer Hof in Frankfurt am Main hat zum 1. Juni 2026 als Taj Hessischer Hof Frankfurt wieder eröffnet. Betreiber ist die Indian Hotels Company Limited. Das Hotel war seit Ende 2020 geschlossen. Mit der Wiedereröffnung bringt die indische Hotelmarke Taj ihr Angebot erstmals auf das europäische Festland.

Das Hotel Golebiewski in Pobierowo eröffnet Ende Juni mit 500 Zimmern und umfangreichen Freizeitangeboten. Das Projekt gilt als größtes Hotel an der polnischen Ostseeküste und strebt eine Kapazität von über 1.200 Zimmern an.

SV Deutschland übernimmt ab September die exklusive Verantwortung für den Hospitality-Betrieb im neuen Präventionszentrum Previer in der Hamburger HafenCity. Das Leistungsspektrum umfasst die Verpflegung sowie den Betrieb von 234 Zimmern.

Anzeige

Das Restaurant ist montags halb leer. Die Lobby steht tagsüber weitgehend ungenutzt. Zehn Zimmer bleiben unter der Woche regelmäßig frei. Solche Situationen kennen die meisten Hoteliers. Lange Zeit lautete die zentrale Frage: Wie bekommen wir diese Kapazitäten verkauft? Heute stellen sich viele Häuser eine zweite Frage: Wie können wir sie nutzen?