Leonardo Hotels: Debüt in Portugal, strategische Expansion in Italien und Polen

| Hotellerie Hotellerie

Leonardo Hotels Central Europe hat den Markteintritt in Portugal sowie eine verstärkte Expansion in Italien und Polen für das Jahr 2026 angekündigt. Laut einer Mitteilung des Unternehmens soll mit der Eröffnung des Hotel Corpus Christi Lisboa im Oktober 2026 das erste Haus der Gruppe auf dem portugiesischen Markt in Betrieb genommen werden.

Das neue Objekt in Lissabon wird über 132 Zimmer verfügen und entsteht durch die Sanierung eines ehemaligen Klosters aus dem 18. Jahrhundert im Stadtteil Baixa. Das Haus wird unter der Marke Leonardo Limited Edition geführt. Nach Angaben des Unternehmens umfasst die strategische Planung für das Jahr 2026 zudem den gezielten Ausbau bestehender Strukturen in den Kernmärkten Italien und Polen, um die Präsenz in neuen Destinationen zu erhöhen.

Ausbau der Kapazitäten in Italien und Polen

In Italien betreibt die Gruppe derzeit acht Hotels mit insgesamt 1.430 Zimmern. Das Portfolio verteilt sich auf vier verschiedene Marken an Standorten wie Rom, Venedig, Mailand und Verona. Zu den bestehenden Häusern gehört unter anderem das NYX Hotel Rome mit mehr als 320 Zimmern sowie das Leonardo Royal Venice Mestre mit 244 Zimmern. Ziel der Expansionsstrategie ist es, die lokal verankerten Managementteams zu nutzen, um weitere Segmente für Geschäfts- und Freizeitreisende zu erschließen.

In Polen verfügt Leonardo Hotels aktuell über mehr als 850 Zimmer an den Standorten Warschau und Krakau. Das Leonardo Royal Warsaw soll nach einer für 2025 geplanten Renovierung und Erweiterung über 362 Zimmer verfügen. In Krakau betreibt das Unternehmen zwei Häuser mit zusammen 160 Zimmern. Laut Yoram Biton, Managing Director Leonardo Hotels Central Europe, bilden die etablierten Strukturen in diesen Ländern die Basis für das weitere Wachstum.

Projekte in Spanien und Deutschland

Für das Jahr 2026 sind zudem weitere Eröffnungen in Spanien geplant. In Madrid entsteht das Leonardo Royal Madrid Valdebebas mit 215 Zimmern. Bereits zum 1. April 2026 soll das Leonardo Torremolinos Costa del Sol mit 398 Zimmern den Betrieb aufnehmen. Das Hotel liegt etwa 400 Meter vom Strand entfernt und verfügt über mehrere Pools sowie einen Wellnessbereich.

In Deutschland setzt die Hotelgruppe auf eine Erweiterung des Portfolios in Berlin, Leipzig und Baden-Baden. Das traditionsreiche Haus Badischer Hof in Baden-Baden wird derzeit modernisiert und soll künftig als Teil der Leonardo Limited Edition geführt werden. Diese Maßnahmen folgen auf ein Geschäftsjahr 2025, in dem die Gruppe laut Unternehmensangaben insgesamt zwölf neue Häuser in das Portfolio aufgenommen hat.

Rückblick auf das Geschäftsjahr 2025

Im vergangenen Jahr erweiterte das Unternehmen seine Präsenz unter anderem durch das NYX Hotel Berlin Köpenick und die Übernahme des ehemaligen Radisson Blu in Erfurt. Im Dezember 2025 erfolgte zudem die Übernahme von vier Intercity-Hotels in den Städten Nürnberg, Freiburg, Magdeburg und Erfurt. Diese Häuser werden schrittweise modernisiert und in das Markenportfolio integriert.

International wurden 2025 das NYX Hotel Rome sowie das Leonardo Royal Barcelona Forum eröffnet. Yoram Biton bezeichnete die Investitionsstrategie als Fundament für eine stabile Entwicklung. Die Gruppe positioniere sich damit als Partner für Eigentümer und Investoren in strategisch relevanten europäischen Märkten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Bei einer Kontrolle in einem Hotel im Bezirk Landeck hat die Finanzpolizei mehrere nicht gemeldete Arbeitskräfte festgestellt. Die Behörden ermitteln zudem wegen möglicher Arbeitsausbeutung und Menschenhandels.

Zum Ende des ersten Quartals 2026 zeigt die globale Hotel-Pipeline laut CoStar-Daten ein Wachstum in fast allen Weltregionen. Lediglich auf dem amerikanischen Kontinent sind die Aktivitäten in sämtlichen Planungs- und Bauphasen rückläufig.

Hyatt verzeichnet im ersten Quartal ein deutliches Wachstum bei den Managementgebühren und den Zimmerkapazitäten. Trotz geopolitischer Herausforderungen und regionaler Einflüsse hebt der Konzern seine Prognosen für das Gesamtjahr teilweise an.

Mit der Eröffnung des W Sardinia – Poltu Quatu setzt die Marriott-Marke W Hotels ihren Expansionskurs in Italien fort. Das Resort an der sardischen Nordostküste umfasst 157 Zimmer und setzt auf ein Designkonzept mit regionalem Bezug.

Das Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg feiert im Mai 2026 sein 20-jähriges Bestehen und lädt zu einem Tag der offenen Tür ein. Das inhabergeführte Haus setzt weiterhin auf eine Kombination aus gehobener Gastronomie und Tagungsgeschäft.

Die Stiftung der Familie Zech kauft den Öschberghof. Das Luxushotel in Donaueschingen wird Teil der Severin*s Hotels & Resorts. Der Betrieb soll mit bestehender Ausrichtung weitergeführt werden. Michael Artner bleibt nach Angaben des Unternehmens weiterhin verantwortlich für die Leitung des Resorts.

Der Betreiber des Hotels auf Burg Schnellenberg in Nordrhein-Westfalen hat Insolvenz angemeldet. Während der vorläufige Insolvenzverwalter die Sanierungschancen prüft, wird der Betrieb in Attendorn vorerst fortgesetzt.

Der Fahrdienstvermittler Uber Technologies hat neue Funktionen und Produkte vorgestellt, darunter erstmals Hotelbuchungen direkt in der App. Die Integration erfolgt in Kooperation mit Expedia und wird zunächst in den USA eingeführt.

Das Schlosshotel Klaffenbach in Chemnitz erhält einen neuen Betreiber. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, übergeben Silke und Ralf Langer nach insgesamt 17 Jahren Tätigkeit im Haus den Hotelbetrieb an die Primaro Holding unter der Leitung von Darija und Petar Marovic.

Die Motel One Group hat 2025 erstmals die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz überschritten. Das Unternehmen meldet steigende Kennzahlen und weitere Expansion in Europa.