Leonardo Hotels gründet Fonds für Mitarbeiter

| Hotellerie Hotellerie

Auch hinter den Leonardo Hotels liegen harte und einschneidende Wochen. Von jetzt auf gleich musste das Hotelgeschäft bis auf wenige geöffnete Häuser runtergefahren und Mitarbeiter auf Kurzarbeit gesetzt werden. Das Management befand sich im Krisenmodus.

Yoram Biton, Managing Director der Leonardo Hotels Central Europe: „Trotz anfänglich großer Ungewissheit war uns mit Beginn von Covid-19 klar, die Situation ist sehr ernst und schnelles Handeln gefragt. Fortan hieß es, in täglichen Videokonferenzen die aktuelle Lage zu bewerten und darauf basierend neue Entscheidungen zu treffen. Im Eilverfahren nahmen wir Gespräche mit unseren Banken, Partnern, Investoren, Eigentümern und Zulieferern auf, um gemeinsam Lösungen zu finden. Wir sind sehr dankbar, dass wir hier Unterstützung und Verständnis erfahren konnten. Bei all unseren Entscheidungen hat die Sicherheit unserer Mitarbeiter immer oberste Priorität. Stets war der Blick darauf gerichtet, sie gut durch diese Zeit zu bringen und gleichzeitig die enormen Kosten weitestgehend zu reduzieren. Das ist uns bisher gelungen und lässt mich hoffen, dass wir diese Ausnahmesituation überstehen. Die Krise hat mir eines deutlich gezeigt und darauf bin ich stolz, wie stark wir als Team zusammenhalten und was wir gemeinsam bewegen können.“

Gründung eines Sozialfonds zur finanziellen Unterstützung der Mitarbeiter

Die Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken, war laut Unternehmen die bisher schwierigste Entscheidung. Um hier Unterstützung zu geben, haben die Leonardo Hotels Central Europe einen Sozialfond für besondere Ausnahmesituationen ins Leben gerufen. Der Fond wird von einer privaten Anschubfinanzierung von David Fattal, CEO der Fattal Hotel Group und Gründer der Leonardo Hotels, sowie durch Mitarbeiterspenden getragen. Erste Anträge sind bereits bearbeitet worden: „Der Fond ist dazu gedacht, langfristig, also über die Krise hinaus, unseren Mitarbeitern zu zeigen, dass wir in Notsituationen für sie da sind. Viele können ihre laufenden Lebenshaltungskosten auch in der Phase des Kurzarbeitergeldes über ein paar Monate finanzieren, aber wenn dann beispielsweise noch die Waschmaschine kaputt geht oder die Kinder eine Anschaffung in der Schule benötigen, eine Sonderausgabe im medizinischen Bereich dazukommt, dann reichen die Finanzen oft nicht aus, um das zu stemmen. Hier möchten wir helfen und unterstützend zur Seite stehen“, erklärt Anke Maas, Human Resources Director Leonardo Hotels Central Europe.

Eröffnung von Hotels an vielen Standorten europaweit 

Seit Anfang Mai haben die Leonardo Hotels ihre Häuser an zahlreichen Standorten in Deutschland und Europa wieder geöffnet. Dazu die Einschätzung von Yoram Biton: „Während des Shutdowns waren einige Hotels an wichtigen Standorten für unsere Gäste geöffnet. Jetzt freuen wir uns, dass wir von Woche zu Woche unser Hotelgeschäft stufenweise weiter hochfahren können, denn wir haben unsere Gäste sehr vermisst und sie uns. Neben umfangreich geschaffenen Schutz- und Hygienemaßnahmen bewerten wir die aktuelle Situation kontinuierlich neu, welche Bewegungen sind am Markt erkennbar und wie verhalten sich unsere Firmenkunden und Partner. Ebenfalls dürfen wir nicht außer Acht lassen, welche Beschlüsse von den Regierungen der einzelnen europäischen Länder, in denen wir vertreten sind, gefasst werden. Mit den Wiederöffnungen geht ebenfalls einher, dass wir, wenn auch langsam und schrittweise, unsere Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zurückholen können.“

In 2020 auf Wachstumskurs

Trotz aller derzeitigen Herausforderungen werden die Leonardo Hotels in diesem Jahr weitere Hotels in ihr Portfolio aufnehmen. Das Leonardo Zürich Airport eröffnete wenige Tage vor Ausbruch der Pandemie und musste dann sofort geschlossen werden. Sobald sich der Flugbetrieb stabilisiert hat, wird das Haus seine Türen wieder öffnen. Das Leonardo Verona in Italien wird nach Renovierungsarbeiten im Juli/August 2020 in die Leonardo-Markenfamilie integriert. Ab August kann im Leonardo Dortmund übernachtet werden. Ein Highlight soll die Eröffnung des NYX Hotel Warsaw im September werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Google startet Hotelbuchungen direkt im KI-Modus seiner Suche. Zum Start in den USA sind unter anderem Booking.com, Expedia, Hilton, IHG und Marriott eingebunden. Nutzer können Hotels im KI-Modus auswählen und die Buchung über Google Pay abschließen. Inzwischen sind auch weitere Einzelheiten zu Ranking, Werbung, Datenweitergabe und technischer Anbindung bekannt.

Thüringens Übernachtungszahlen sind im ersten Halbjahr 2026 nahezu stabil geblieben. Während Hotels mehr Übernachtungen verzeichneten, gingen die Zahlen bei Gasthöfen, Pensionen und Campingplätzen zurück.

Berlin hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 13,6 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Das waren 2,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, während die Zahl der Gäste aus Deutschland um 1,8 Prozent stieg.

Rund 2,5 Millionen Gäste und 6,3 Millionen Übernachtungen hat Brandenburg im ersten Halbjahr 2026 registriert. Landesweit gingen die Zahlen leicht zurück, während einzelne Reiseregionen und Städte Zuwächse verzeichneten.

Das Althoff Seehotel Überfahrt hat seinen Wellnessbereich neugestaltet und den "4 elements spa by Althoff" in Betrieb genommen. Seit Anfang August empfängt die Einrichtung Gäste mit einer neuen Raumgestaltung und erweiterten Angeboten.

Wyndham Hotels & Resorts hat das erste Hotel seiner Kernmarke in Frankfurt am Main eröffnet und erweitert damit das Angebot im gehobenen Segment um 146 Zimmer. Im Zuge des Rebrandings zu Wyndham wird nun umfassend renoviert.

Aus dem traditionsreichen Hotel Schwanen in Freudenstadt ist ein neues Hospitality-Angebot geworden. Heute teilen sich das Moe by Limehome mit 21 Zimmern und Suiten und das Restaurant Wilma Wunder die Adresse. Hinter dem Umbau steht Investor Orhan Tiryaki

Die Lopesan-Gruppe erhält von der Regierung der Kanarischen Inseln 300 Millionen Euro Entschädigung. Die Hotelgruppe ist auch in Deutschland vertreten und führt hier über IFA by Lopesan Hotels vier Häuser.

IHG Hotels & Resorts übernimmt in Kooperation mit GCP Hospitality ein Portfolio von 14 Hotels in Kyoto. Diese sollen innerhalb der kommenden zwölf Monate schrittweise unter den Marken Garner und Holiday Inn Express neu positioniert werden.

Der erhoffte Aufwärtstrend im Thüringer Tourismus ist in der ersten Jahreshälfte ausgeblieben. Ferienheime, aber auch Campingplätze und Jugendherbergen verbuchten weniger Übernachtungen.