Lieblingsplatz Hotels erweitert Partnermodell mit Schwarzwald-Gruppe stuub

| Hotellerie Hotellerie

Die Lieblingsplatz Hotels bauen ihr Partnermodell weiter aus und nehmen mit stuub Hotels & Ferienwohnungen nach eigenen Angaben den bislang größten Partner auf. Wie das Unternehmen am 2. Juni 2026 mitteilte, sollen die Häuser künftig unter der gemeinsamen Bezeichnung „stuub by Lieblingsplatz Hotels“ auftreten.

Nach Angaben des Unternehmens umfasst die Kooperation mehrere Standorte im Schwarzwald sowie ein Objekt in Karlsruhe. Laut Mitteilung ist es die dritte Partnerschaft innerhalb kurzer Zeit. Zuvor seien bereits das Ammersee Hotel in Herrsching sowie der Scheelehof in Stralsund in das Modell eingebunden worden.

„Was wir mit dem Partnermodell anstoßen, trifft einen echten Nerv in der Privathotellerie“, wird Niels Battenfeld, Geschäftsführer der Lieblingsplatz Hotels, in der Mitteilung zitiert. Häuser suchten demnach zunehmend Unterstützung bei Struktur, Digitalisierung und Vertrieb, ohne ihre Eigenständigkeit aufzugeben.

Lieblingsplatz integriert weitere Hotelgruppe aus dem Schwarzwald in Systemmodell

Nach Unternehmensangaben richtet sich das Partnermodell insbesondere an privat geführte Hotels und kleinere Hotelgruppen. Lieblingsplatz übernimmt dabei laut Mitteilung zentrale Funktionen wie Markenführung, Vertrieb, digitale Infrastruktur und Revenue Management. Die einzelnen Häuser sollen eigenständig bleiben.

Als Gründe für die Nachfrage nennt das Unternehmen unter anderem Fachkräftemangel, steigende Kosten und zunehmende Anforderungen bei digitalen Prozessen. Angeboten würden dafür unter anderem eine „360°-Systemplattform“, automatisiertes Revenue Management sowie zentrale Vertriebsstrukturen. Angaben zur Größe der Direktbuchungsquote machte das Unternehmen nicht.

Die stuub Hotels & Ferienwohnungen betreiben nach eigenen Angaben Häuser in Titisee, Schluchsee, Todtnauberg, Hinterzarten, Saig, Feldberg und Langenbach sowie ein sogenanntes Urban-Konzept in Karlsruhe. Für den Sommer 2026 kündigt das Unternehmen zusätzlich den Standort „stuub jostal“ an.

stuub erweitert Portfolio mit zusätzlichen Standorten im Hochschwarzwald

Laut Mitteilung wurde die Hotelgruppe von Dominik Tumminaro aufgebaut. Das Unternehmen beschreibt sich als Anbieter moderner Hotels und Ferienwohnungen mit Fokus auf digitale Prozesse und Nachhaltigkeit.

Tumminaro erklärt in der Mitteilung, viele privat geführte Freizeit-Hotels im deutschsprachigen Raum seien bislang zu stark voneinander getrennt, um wirtschaftlich zu skalieren. Durch die Zusammenarbeit mit Lieblingsplatz entstünden zusätzliche Reiseziele innerhalb eines gemeinsamen Netzwerks.

Die Lieblingsplatz Hotels wurden nach Unternehmensangaben 2013 in St. Peter-Ording gegründet und betreiben inzwischen mehr als zehn Standorte von der Nordseeküste bis ins Zillertal. Das Unternehmen erklärt, das Partnermodell solle gezielt auf den Bedarf privat geführter Hotels und Hotelgruppen reagieren, die Unterstützung bei Vertrieb, Digitalisierung und operativen Prozessen suchen.

Text erstellt mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz


Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Grandhotel ist auch ein Mikrokosmos: Es verbindet Landschaft, Handwerk, Gastlichkeit und die Frage, wie all das eine Zukunft haben kann. Mit einer Podcastserie will das Hotel du Cap-Eden-Roc nun die Menschen ins Zentrum rücken, die daran jeden Tag arbeiten.

Die Ruby Group realisiert gemeinsam mit Union Investment ihr erstes Hotel in Helsinki im historischen Professor House. Die Eröffnung des Hauses mit 84 Zimmern ist für das erste Quartal 2028 geplant.

Das Gericht der Europäischen Union hat das Verbot der Etraveli-Übernahme durch Booking bestätigt. Booking konnte im Verfahren auch die Feststellung der Kommission einer dominanten Stellung auf dem Hotel-OTA-Markt nicht entkräften. Der Hotelverband sieht darin Rückenwind für die separate Schadenersatzklage europäischer Hotels.

Booking darf den Wettbewerber eTraveli auch nach einem Urteil des EU-Gerichts nicht übernehmen. Die Richterinnen und Richter in Luxemburg bestätigten eine entsprechende Entscheidung der EU-Kommission von 2023.

Google baut seine Hotelsuche in Europa um – und ausgerechnet Booking.com, Expedia und andere Vermittler könnten dadurch prominenter werden. Google warnt vor Nachteilen für lokale Unternehmen, während frühere Tests bereits deutliche Traffic-Verluste bei Hotels gezeigt hatten.

Hotelgäste lassen sich Essen längst ins Hotel liefern. Mehrere Hotelunternehmen binden Lieferdienste inzwischen gezielt in ihre Angebote ein: tent Hotels schafft eigene Bereiche für Lieferessen, Wyndham und Hilton arbeiten mit Grubhub, Marriott mit Uber – und Accor plant eine Uber-Partnerschaft auch in Deutschland.

Der Hotelverband Deutschland veröffentlicht die zweite Staffel seines Podcasts Zukunft Hotel mit zehn neuen Episoden und beleuchtet zum Auftakt aktuelle Fragen zu Betreiberverträgen und Hotelimmobilien.

Die Motel One Group hat ein neues Hotel mit 177 Zimmern in der Koblenzer Innenstadt eröffnet. Das Innenraumkonzept des Hauses greift den Zusammenfluss von Rhein und Mosel auf.

Auf dem ehemaligen Knorr-Bremse-Areal in München-Milbertshofen soll ein neues Quartier entstehen. Teil der Planung ist ein 88 Meter hohes Hochhaus mit Hotel und Skybar.

Iremis kauft das Novotel Freiburg am Konzerthaus für rund 28 Millionen Euro von Deka Immobilien. Nach einer Sanierung soll das Hotel mit 219 Zimmern im Herbst 2027 unter der Marke Scandic wiedereröffnet werden.