Lindner-Hotel statt Kultclub? - Mehr als tausend Menschen demonstrieren gegen mögliches Molotow Aus in Hamburg

| Hotellerie Hotellerie

me-and-all-Hotel von Lindner statt Kultclub: Weil anstelle des Hamburger Musikclubs Molotow ein Hotel entstehen soll (Tageskarte berichtete), muss sich der Betreiber eine neue Bleibe suchen und sieht deshalb seine Existenz bedroht. Mehr als tausend Menschen haben am Sonnabend in Hamburg für den Erhalt des Musikclubs Molotow demonstriert. Die Polizei sprach von einer vierstelligen Teilnehmerzahl. Hintergrund ist die Kündigung des Mietvertrags, weil an der Stelle in St. Pauli ein Hotel entstehen soll.

Freunde des Clubs zeigten Transparente mit Aufschriften wie «Molotow Must Stay», «Molotow ist kein Spielball von Investoren» oder «Hands Off Our Molotow». Verschiedene Musiker, darunter die Punkbands Sempf und Team Scheisse, sollten auftreten.

Dem Molotow sei kurz vor Weihnachten vom Vermieter zum 30. Juni 2024 gekündigt worden, hatte Betreiber Andi Schmidt gesagt. Doch der Bau ihrer eigentlich geplanten neuen Unterkunft auf der Reeperbahn im sogenannten Paloma-Viertel hat noch nicht begonnen. Der Club muss nun zum dritten Mal in zehn Jahren den Interessen von Investoren weichen, wie Schmidt auf Instagram postete. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Für 165 Hotels der insolventen REVO Hospitality Group sind Investorenlösungen gefunden worden. Der überwiegende Teil der rund 5.450 Hotelarbeitsplätze soll erhalten bleiben. Dagegen werden die Arbeitsverhältnisse von 450 Mitarbeitern der Unternehmenszentrale nicht fortgeführt.

Bei den Akzent Hotels haben in den vergangenen Monaten fünf Häuser innerhalb des Netzwerks einen Generationswechsel vollzogen. Die neuen Betriebsleiter rekrutierten sich dabei aus der Gruppe der sogenannten Jungen Akzentler.

Das Davoser Fünf-Sterne-Hotel Seehof stellt seinen Sommerbetrieb zum 14. Juni 2026 ein. Die Betreiberin Revo Hospitality Group verweist auf Synergien mit dem ebenfalls in Davos betriebenen Grandhotel Belvédère.

Die Motel One Group hat zum 1. Juni 2026 zwei bislang von der Revo Hospitality Group betriebene Hotels in Kiel übernommen. Für die Immobilien wurde ein neuer Mietvertrag über 25 Jahre abgeschlossen.

Die Bülow AG hat den Verkaufsprozess für den Porsche Design Tower Stuttgart gestartet. Das 2023 fertiggestellte Gebäude umfasst Hotel- und Büroflächen mit insgesamt rund 16.500 Quadratmetern Mietfläche.

Das Flensburger Boutiquehotel Petuh begeht sein fünfjähriges Bestehen. Nach einer umfassenden Sanierung infolge einer Sturmflut im Jahr 2023 setzt das Haus weiter auf eine Ausrichtung für Erwachsene, die Abstand vom Alltag suchen.

Das ehemalige Grandhotel Hessischer Hof in Frankfurt am Main hat zum 1. Juni 2026 als Taj Hessischer Hof Frankfurt wieder eröffnet. Betreiber ist die Indian Hotels Company Limited. Das Hotel war seit Ende 2020 geschlossen. Mit der Wiedereröffnung bringt die indische Hotelmarke Taj ihr Angebot erstmals auf das europäische Festland.

Das Hotel Golebiewski in Pobierowo eröffnet Ende Juni mit 500 Zimmern und umfangreichen Freizeitangeboten. Das Projekt gilt als größtes Hotel an der polnischen Ostseeküste und strebt eine Kapazität von über 1.200 Zimmern an.

SV Deutschland übernimmt ab September die exklusive Verantwortung für den Hospitality-Betrieb im neuen Präventionszentrum Previer in der Hamburger HafenCity. Das Leistungsspektrum umfasst die Verpflegung sowie den Betrieb von 234 Zimmern.

Anzeige

Das Restaurant ist montags halb leer. Die Lobby steht tagsüber weitgehend ungenutzt. Zehn Zimmer bleiben unter der Woche regelmäßig frei. Solche Situationen kennen die meisten Hoteliers. Lange Zeit lautete die zentrale Frage: Wie bekommen wir diese Kapazitäten verkauft? Heute stellen sich viele Häuser eine zweite Frage: Wie können wir sie nutzen?