Lindner investiert Millionen in Digitalisierung

| Hotellerie Hotellerie

Einen siebenstelligen Betrag investiert die Lindner Hotels AG in den W-Lan-Ausbau ihrer Häuser. Unterstützung mit technischem Know-how bietet dafür die Deutsche Telekom, die seit zehn Jahren Partner der Hotelgruppe ist. Via Glasfaser und teilweise mit eigenem Hotspot pro Zimmer bieten die Hotels so schnellen Zugang ins Internet. „Schnelles und zuverlässiges Internet - unter anderem fürs Streamen via Netflix oder Amazon Prime - ist heute essenziell für unsere Gäste“, sagt Andreas Krökel, Vorstand Operations, Sales und Marketing der Lindner Hotels AG.

Digitaler Check-In

Die Digitalisierung schreitet aber auch in anderen Bereichen voran: Per Online-Check-In können Gäste mobil ihr reserviertes Zimmer belegen und erhalten den Zugang per QR-Code oder Zimmerkarte, die sie am Terminal in der Hotellobby abholen. Der Check-Out kann ebenso mobil erfolgen und die Rechnung online beglichen werden. So entfällt das Warten an der Rezeption und Hotelmitarbeiter und Gäste haben mehr Zeit für Gespräche - persönlich vor Ort oder digital per Handy-Chat.

Denn ab sofort können die Gäste in den me and all hotels und ausgewählten Lindner Hotels Wünsche und Fragen auch per WhatsApp, SMS oder Facebook-Messenger äußern. So kann beispielsweise vom Zimmer aus gefragt werden, wie lange das Frühstück angeboten wird, oder dieses direkt aufs Zimmer bestellt werden. „In Zeiten, in denen Chatten zum Alltag gehört, möchten wir unseren Gästen eine zeitgemäße Art der Kommunikation ermöglichen“, erläutert Andreas Krökel.

Der passende Sound

Bereits in allen me and all hotels und bald auch überall in den Lindner Hotels sorgt die Music Box Deluxe des Start-Ups Elbsilber für den passenden Sound. Aus dem Gründer-Programm Tech-Boost der Deutschen Telekom stammend überzeugte Elbsilber Lindner im Rahmen eines Start-Up-Pitches: Elbsilber liefert keine generischen Playlists, sondern eine individuelle Musikauswahl für die verschiedenen Hotels. In der Lobby, im Restaurant und Wellness-Bereich hängen die Boxen, über die Gäste und Mitarbeiter die aktuelle Musikauswahl bewerten können – mit einem Herz oder einem gesenkten Daumen. Daran orientiert erstellt eine Musikredaktion bei Elbsilber eine individuelle Playlist für jedes einzelne Hotel. Denn im Resort auf Mallorca favorisieren die Gäste andere Musik als beispielsweise in der Bar eines me and all hotels.

Damit die Digitalisierung nicht zum Risiko für Daten und persönliche Informationen wird, hat die Lindner Hotels AG vorgesorgt: „Wir nutzen die E-Mail-Security-Lösung der Telekom, die den Service aus der Cloud in den hochsicheren Rechenzentren nach deutschem Datenschutz betreibt, und eine strenge Firewall“, berichtet Andreas Krökel. Diese Lösung überwacht den Mailverkehr und wehrt virtuelle Bedrohungen erfolgreich ab. So blockiert sie Viren, Spam und Trojaner. Außerdem verhindert sie (Spionage-)Angriffe auf kritische IT-Infrastrukturen und vertrauliche Daten. Über 12.000 Cyber-Angriffe werden dadurch monatlich abgewehrt.

Zusammen mit der Deutschen Telekom und verschiedenen Start-Ups möchte Lindner seine digitalen Angebote immer weiter ausbauen. Startpunkt war ein gemeinsamer Workshop, der den Digitalisierungsgrad des mittelständischen Unternehmens untersucht und weitere Möglichkeiten aufgezeigt hat. „Anschließend haben wir ein internes Digi-Team gegründet und prüfen ständig neue Einsatzgebiete wie Künstliche Intelligenz und Bots, um unsere Prozesse zu vereinfachen und den Gästen noch mehr Service bieten zu können“, resümiert Andreas Krökel.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Marriott International wandelt die Münchner Immobilie Dein Apart in ein Hotel der Marke Element by Marriott um. Das Haus in Unterföhring soll im September 2026 mit 561 Studios und Apartments für längere Aufenthalte eröffnen.

Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien hat die Neugestaltung des Lobbybereichs abgeschlossen. Neben veränderten Raumstrukturen und Arbeitsbereichen wurde das Design grundlegend überarbeitet.

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.

Laut einer Marktanalyse von Christie & Co erzielen privat geführte Hotels in Wien höhere Zimmerpreise als Markenhotels. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck im Wiener Hotelmarkt nach Angaben des Unternehmens weiter zu.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes führt den Motel-One-Mitgründer Dieter Müller in seiner aktuellen Liste der Milliardäre. Nach Angaben des Magazins verfügt Müller über ein Vermögen von 1,3 Milliarden US-Dollar. In der weltweiten Rangliste wird er auf Platz 2994 geführt.

Der „Room Service Benchmark Report 2026“ von SuitePad basiert auf mehr als 200.000 digitalen Bestellungen aus über 500 Hotels. Laut Bericht gehört das Club Sandwich weltweit zu den meistbestellten Room-Service-Produkten.