Lindner Unternehmensgruppe in der Insolvenz: Abwicklung der Holding nach Tochter-Sanierung

| Hotellerie Hotellerie

[Foto: Von Wiegels - Eigenes Werk, CC BY 3.0, commons.wikimedia.org/w/index.php]

Die Lindner Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG in Düsseldorf, die bisher als Dachgesellschaft (Holding) für die Geschäfte mit Hotels und Immobilienverwaltung fungierte, hat Ende Oktober Insolvenz angemeldet. Dies ist eine Folge der Neuaufstellung ihrer operativen Töchter.

Das Amtsgericht Düsseldorf ordnete die Eröffnung des Insolvenzverfahrens bereits am 29. Oktober 2025  (Aktenzeichen: 504 IN 232/25). Für das Vermögen der im Handelsregister unter HRA 10047 eingetragenen Gruppe wurde Rechtsanwalt Dirk Andres von der Kanzlei AndresPartner mit Sitz in Düsseldorf zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Die Insolvenz der Dachgesellschaft resultiert aus der Neuausrichtung des Unternehmens. Zuvor hatten die Lindner Hotels AG und die Immobilienverwaltungstochter Gebau GmbH Ende 2024 Insolvenz in Eigenverwaltung anmelden müssen und wurden dann saniert.

Ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Andres erklärte gegenüber der Rheinischen Post, dass die Lindner Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG kein operatives Geschäft mehr ausübe. Die Konsequenz der erfolgreichen Sanierung der Töchter sei, dass die Muttergesellschaft nicht mehr benötigt wird. 

Der vorläufige Insolvenzverwalter Dirk Andres wurde ermächtigt, Bankguthaben und Forderungen der Schuldnerin einzuziehen. Allen Schuldnern der Gesellschaft (Drittschuldnern) ist es verboten, an die Schuldnerin zu zahlen. Verfügungen über Vermögensgegenstände der Schuldnerin sind nur noch mit seiner Zustimmung wirksam.

Laut Andres, in der Rheinische Post ist die operative Geschäftstätigkeit der Lindner-Unternehmen von diesen Verfahren nicht betroffen.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Achat Hotels heißen 39 neue Auszubildende in den Berufen Hotelfach, Restaurant- und Veranstaltungsgastronomie sowie Küche willkommen. Durch den aktuellen Zuwachs beschäftigt das Unternehmen deutschlandweit nun mehr als 100 Auszubildende und dual Studierende.

Der britische Hotelbetreiber Whitbread plant eine massive Ausweitung seiner Marke Premier Inn auf dem deutschen Markt. Ziel des Unternehmens ist es, langfristig eine ähnlich dominante Marktstellung wie in Großbritannien zu erreichen.

Neue Impulse für das Team: Das Hotel Jordan’s Untermühle setzt mit einem Wohlfühl-Coach und einer speziellen HR-Leitung auf eine intensive Mitarbeiterbetreuung, um die Fluktuation zu senken und die Servicequalität im Familienbetrieb zu sichern.

Das Sonnenalp Resort in Ofterschwang hat sein Angebot um das „Hofgut“ erweitert. Der Neubau umfasst eine Reithalle, Gastronomie und Appartements. Damit knüpft die Inhaberfamilie Fäßler an die Geschichte des Standorts an, der 1919 als Bauernhof seinen Ursprung nahm. (Mit großer Bildergalerrie)

Der Hotelimmobilienmarkt 2026 verabschiedet sich von Einheitslösungen. Da pauschale Marktstrategien an Relevanz verlieren, entscheiden nun Betreiberqualität und operative Effizienz über den Investitionserfolg. Experten analysieren die neue Selektivität am Markt.

Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten hat das Grand Hotel in der mittelenglischen Stadt Leicester wiedereröffnet. Der ikonische Art-déco-Bau aus den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts erstrahlt jetzt als Grand Hotel Leicester by The Unlimited Collection.

HG Hotels & Resorts erweitert das britische Portfolio um vier neue Standorte. Während die Marke voco ein geschichtsträchtiges Haus in London bezieht, wächst Garner durch drei neue Projekte in Kooperation mit Fairview Hotels.

Die Althoff Hotels weiten ihr Bildungsangebot massiv aus. Durch eine neue Kooperation mit der Deutschen Hotelakademie (DHA) setzt die Kölner Hotelgruppe auf staatlich anerkannte Abschlüsse und individuelle Förderprogramme, um die Mitarbeiterentwicklung im Zuge der digitalen Transformation neu auszurichten.

Das Hotel Annaberg in Bad Dürkheim beendet zum 28. Februar 2026 seinen Geschäftsbetrieb. Wie das Unternehmen mitteilt, sind neue Buchungen für das Haus ab sofort nicht mehr möglich. Ursache für das Ende der Bewirtschaftung unter dem jetzigen Betreiber ist das Auslaufen des Pachtvertrages der Halbersbacher Hospitality Group.

Die Nachfrage nach Hotelzimmern in Deutschland bleibt 2025 robust, doch die Erlöse stagnieren. Laut der aktuellen Analyse von Christie & Co geraten vor allem die Zimmerpreise unter Druck, was trotz steigender Auslastung zu einem leichten Rückgang beim RevPAR führt.