Living Hotels investiert 20 Millionen Euro in Zimmer-Modernisierung

| Hotellerie Hotellerie

Living Hotels hat die Renovierung von insgesamt 254 Einheiten in vier Häusern in München, Nürnberg und Frankfurt abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilt, investierte der geschäftsführende Mehrheitsgesellschafter Max Schlereth rund 20 Millionen Euro in die Umgestaltung der Maisonetten, Studios und Sondertypen. Die Arbeiten wurden über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren im laufenden Betrieb durchgeführt.

Fokus auf neue Raumaufteilung und Funktionalität

Nach Angaben des Unternehmens wurden im Zuge der Maßnahmen Grundrisse verändert, um die Bewegungsfreiheit und Flexibilität in den Zimmern zu erhöhen. In einem Großteil der Räumlichkeiten wurden Wände versetzt oder entfernt, um Zimmer miteinander zu verbinden. Die Einheiten verfügen über eine Größe zwischen 30 und 50 Quadratmetern. Zur Ausstattung gehören unter anderem Parkettböden sowie Stauraumlösungen und Möbel aus niederbayerischer Produktion.

Die Badezimmer wurden laut Mitteilung ebenfalls vergrößert und in einem Design mit weißen Metrofliesen und Holzelementen neu gestaltet. Das Redesign erfolgte in Zusammenarbeit mit der Hotelentwicklungs- und Architekturfirma Appia Contract aus Dietersburg. Ziel der Maßnahmen war laut Wolfgang Skuballa, COO von Living Hotels, eine Veränderung, die für den Gast emotional erlebbar ist.

Aufwertung der Küchenbereiche

Ein zentraler Bestandteil des neuen Raumkonzepts ist die Aufwertung der Küchenbereiche. Diese wurden aus Nischen oder Fluren direkt in den Wohnraum integriert und voll ausgestattet. „Unser Steckenpferd, die Küche stärker als bisher in die Mitte des Wohnens zu rücken, sie wesentlich großzügiger zu gestalten und mit ausgewählten, aber dennoch pflegeleichten Oberflächen auszustatten, war uns besonders wichtig“, erklärt Skuballa.

Das Unternehmen stellt fest, dass Gäste die Küchen aufgrund der neuen Grundrisse vermehrt für die Zubereitung vollständiger Mahlzeiten nutzen. Dies entspreche einem Trend zu offenen, kommunikativen Raumaufteilungen, bei denen Essen, Wohnen und Arbeiten miteinander verbunden werden. Mit der Umgestaltung reagiert die Gruppe auf die Nachfrage von Langzeitgästen sowie Reisenden aus den Bereichen Business und Leisure.

Die 1982 gegründete Hotelgruppe befindet sich in Familienbesitz und betreibt Immobilien in Deutschland, Österreich und Südafrika. Das Portfolio umfasst unter anderem das Living Hotel Olympiapark und das Living Hotel am Deutschen Museum in München sowie Standorte in Nürnberg und Frankfurt. Vor der aktuellen Renovierung der Sonderkategorien wurden laut Unternehmensangaben bereits über 500 Business- und Doppelzimmer in Häusern modernisiert, die vor dem Jahr 2000 eröffnet wurden.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.