Mainzer Hotel zahlt nach Kündigungswelle Abfindungen

| Hotellerie Hotellerie

Nach den fristlosen Kündigungen zahlreicher Beschäftigter im Garner Hotel Mainz haben sich die Beteiligten auf Abfindungen geeinigt. Wie der SWR berichtet, hätten sich die Hotelgruppe Novum Hospitality und die betroffenen Mitarbeiter nach Verhandlungen verständigt. Rund 90 Prozent der Beschäftigten hätten das Angebot angenommen. An den Gesprächen seien auch der Gesamtbetriebsrat und eine auf Arbeitsrecht spezialisierte Frankfurter Kanzlei beteiligt gewesen. Eine Mitarbeiterin werde im Hotel weiterbeschäftigt, eine weitere umgeschult.

Die Kündigungen hatten Anfang Juli bundesweit Aufmerksamkeit ausgelöst. Die Gewerkschaft NGG vermutete einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung. Novum Hospitality hatte diesen Vorwurf damals gegenüber Tageskarte ausdrücklich zurückgewiesen. Geschäftsführerin Samira Etmenan erklärte, personelle Maßnahmen hätten nicht der Verhinderung einer Betriebsratsgründung gedient. Das Unternehmen kündigte zugleich an, gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung und den Sozialpartnern an einer einvernehmlichen Lösung zu arbeiten.

Im aktuellen SWR-Bericht erläutert der an den Verhandlungen beteiligte Arbeitsrechtler Dirk Scheurich die Hintergründe der Kündigungen. Nach seinen Angaben hätten Beschäftigte unter anderem unerlaubt in Gästezimmern übernachtet und betriebsinterne Vergünstigungen an Dritte weitergegeben. Eine eigene Stellungnahme von Novum Hospitality zu diesen Vorwürfen enthält der SWR-Bericht nicht. Außerdem berichtet der Sender, dass entgegen früheren Meldungen ein zweites Mainzer Hotel der Gruppe nicht von Entlassungen betroffen gewesen sei.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.

Der Badische Hof in Baden-Baden nimmt den Betrieb unter der Marke Leonardo Limited Edition wieder auf. Nach einer ersten Phase im Juli folgt im Herbst das offizielle Grand Opening.

Premier Inn baut ihre barrierefreien Angebote aus und treibt die Zertifizierung ihrer Standorte nach dem Standard Reisen für Alle voran. Zudem investiert das Unternehmen in die Inklusion am Arbeitsplatz.

Die Achat Hotels strukturieren ihr Geschäftsmodell um und setzen künftig verstärkt auf Businessgäste. Zudem erhalten die Hoteldirektoren mehr Eigenverantwortung und die IT-Systeme wurden zentralisiert.

In Köln-Deutz soll auf einer Grünfläche ein bis zu 60 Meter hohes Hotel- und Bürogebäude entstehen. Nach einem Bericht des WDR formieren sich dagegen Anwohner und Teile der Kommunalpolitik.

Das traditionsreiche Grand Hotel Europa in Innsbruck hat einen neuen Betreiber. Minor Hotels will das seit Jahren leerstehende Haus nach einer umfassenden Revitalisierung im Jahr 2029 als NH Collection Hotel wieder eröffnen.

BWH Hotels Central Europe erweitert sein Portfolio in Wilhelmshaven. Das bisherige SleepBEEONE gehört künftig zur Sure Hotel Collection by Best Western und wird schrittweise modernisiert. Das Haus trägt zukünftig den Namen Wilhelmshaven Ahoi – Sure Hotel Collection by Best Western.

IHG Hotels und Resorts expandiert in Spanien durch den Bau von drei neuen Holiday Inn Express-Hotels. Das Projekt erfolgt in Kooperation mit Tikehau Capital und umfasst insgesamt 653 Zimmer.