Maria Rast bleibt Klosterstandort und soll zum Hotel ausgebaut werden

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Das Kloster Steinfeld und die Familie Scheidtweiler sollen das Haus Maria Rast in Euskirchen-Kreuzweingarten zum 1. Januar 2027 übernehmen und weiterführen. Grundlage sei ein Erbbaurechtsvertrag, teilte Schönstatt am 22. September 2026 mit. Radio Euskirchen berichtete am 28. September, die neuen Betreiber wollten das Anwesen zu einem Seminar- und Hotelbetrieb ausbauen.

Das bestehende Gästehaus werde weitergeführt, die Übernahme der Mitarbeiter sei gesichert. Ein Teil der Schönstätter Marienschwestern werde weiterhin am Standort leben und die Entwicklung des Hauses begleiten.

Maria Rast soll langfristig 50 bis 60 Doppelzimmer bieten

Nach einem Bericht des Wochenspiegels vom 22. September 2026 verfügt Maria Rast derzeit über 23 Zimmer. Langfristig sollen insgesamt 50 bis 60 Doppelzimmer zur Verfügung stehen. Dafür seien keine An- oder Neubauten notwendig, weil der vorhandene Gebäudebestand ausreichend Platz für die Erweiterung biete.

Das historische Herrenhaus soll dem Bericht zufolge in Abstimmung mit dem Denkmalschutz modernisiert werden. Als Vorbild für die Entwicklung diene Kloster Steinfeld, wo klösterliches Leben mit einem Gäste- und Hotelbetrieb verbunden werde.

Neue Betreiber wollen zusätzliche Gästegruppen für Maria Rast gewinnen

Bislang werden in Maria Rast nach Angaben von Radio Euskirchen hauptsächlich Räume für Seminare und Veranstaltungen mit Übernachtung angeboten. Der Wochenspiegel berichtet, der Gästehausbetrieb solle weiter professionalisiert und für zusätzliche Zielgruppen geöffnet werden. Das Personal solle nach und nach aufgestockt werden.

Für den operativen Alltag sei Christoph Böhnke verantwortlich. Er verfüge über langjährige Erfahrung in der Hotellerie. In Maria Rast seien bereits internationale Fachkonferenzen ausgerichtet worden.

Hinter der neuen Trägerschaft stehen nach Angaben der Marienschwestern wirtschaftliche Gründe. Schönstatt verweist auf die Suche nach einer Zukunftslösung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Dem Wochenspiegel zufolge erklärte Provinzoberin Schwester Marisa Spickers, die Gemeinschaft hätte das Haus künftig nicht mehr aus eigener Kraft wie bisher weiterführen können.

Marienschwestern setzen ihre religiöse Arbeit am Standort weiter fort

Die Verbindung zu den Schönstätter Marienschwestern soll nach der Übernahme bestehen bleiben. Spickers erklärte im Schönstatt-Beitrag, die Schwestern könnten ihre religiöse Arbeit für die Besucher des Heiligtums und die Teilnehmer ihrer Angebote wie bisher fortsetzen. Das geistliche und spirituelle Profil von Maria Rast soll erhalten bleiben.

Das Herrenhaus wurde dem Beitrag zufolge 1899 für die Familie von Mallinckrodt errichtet und steht unter Denkmalschutz. Nach dem Zweiten Weltkrieg sei das Anwesen an die Marienschwestern gelangt, die dort eine Bildungsstätte entwickelt hätten.

Mit Maria Rast wächst der Verbund auf vier Standorte

Mit der Übernahme werde Maria Rast Bestandteil der sogenannten Eifel-Klosterfamilie, heißt es bei Schönstatt. Zum Verbund gehörten künftig vier Standorte: Kloster Steinfeld bei Kall, Kloster Mariawald bei Heimbach, das ehemalige Benediktinerinnenkloster in Steinfeld als heutiger Standort der Trappistinnen von Maria Frieden sowie Haus Maria Rast.

Die Häuser sollen ihre jeweilige Identität und Geschichte bewahren. Zugleich seien Austausch und Zusammenarbeit innerhalb des Verbundes vorgesehen.

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