Markenhotels erreichen in Deutschland einen Zimmeranteil von 45,5 Prozent

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Hotels unter einer Marke stellen inzwischen 45,5 Prozent des gesamten Hotelzimmerangebots in Deutschland. Ihr Anteil habe ein Jahr zuvor noch bei rund 43,1 Prozent gelegen, berichtet Horwath HTL im Hotelkettenbericht für Deutschland, Österreich und die Schweiz vom Oktober 2026. Zum Stichtag 30. Juni 2026 erfasse die Beratungsgesellschaft in Deutschland 3.216 markengebundene Hotels mit 440.231 Zimmern.

Damit entfielen rund 80 Prozent aller Zimmer markengebundener Hotels im DACH-Raum auf Deutschland. Insgesamt weist der Bericht für die drei Länder 4.287 markengebundene Hotels mit 552.132 Zimmern aus. Ihr Anteil am gesamten Zimmerangebot sei binnen eines Jahres von rund 36,6 auf 39,3 Prozent gestiegen. DACH-Hotel-Chains-Report_260924.pdf

Markengebundene Hotels erweitern ihr Zimmerangebot in Deutschland um fünf Prozent

Die Zahl der markengebundenen Hotels in Deutschland sei gegenüber dem Vorjahr um rund fünf Prozent gestiegen, ebenso ihr Zimmerangebot. Der gesamte deutsche Hotelzimmerbestand habe sich dagegen von 971.126 auf 968.584 verringert. Von den Zimmern markengebundener Hotels entfielen 258.294 auf internationale und 181.937 auf inländische Marken.

Unter den Hotelgruppen liegt Accor in Deutschland mit 43.254 Zimmern vor IHG Hotels & Resorts und Marriott International. Den stärksten Zimmerzuwachs unter den zehn größten Gruppen verzeichne Whitbread mit der Marke Premier Inn und einem Plus von 19 Prozent. Motel One sei vom siebten auf den sechsten Platz gestiegen, BWH Hotels vom sechsten auf den siebten zurückgefallen.

Sunday Hotels und B&B übernehmen Verträge ehemaliger Revo-Hotels

Horwath HTL verweist auf die Auflösung von Revo Hospitality sowie die Insolvenzen von Lindner Hotels und Achat Hotels. Mehr als 150 Revo-Hotels würden an andere Betreiber übertragen. Sunday Hotels habe in Deutschland Pacht- und Managementverträge für 24 ehemalige Revo-Häuser übernommen, B&B Hotels für neun.

Mehrere Hotelgruppen hätten ihre deutsche Präsenz durch Markenwechsel und die Umwandlung bestehender Häuser erweitert. Neubauprojekte seien dabei die Ausnahme geblieben. Nach Einschätzung von Horwath HTL seien bei Finanzierungen mit White-Label-Betreibern Eigenkapitalanteile von mindestens 30 Prozent erforderlich, mit einer Tendenz zu 40 Prozent.

Berlin und Hamburg führen den DACH-Vergleich bei kommenden Hotelzimmern an

Die sieben größten deutschen Städte vereinten mehr als 1.050 markengebundene Hotels mit rund 189.700 Zimmern. Mehr als 56 Prozent der kommenden Hotelzimmer in Deutschland lägen jedoch außerhalb dieser Städte.

Bei den erfassten Hotelprojekten im DACH-Raum liegt Berlin mit 3.218 Zimmern in 32 Hotels vor Hamburg mit 2.959 Zimmern in 40 Hotels. Wien folge mit 1.484 Zimmern in 17 Hotels. Insgesamt sei die Zahl der im Bau befindlichen Zimmer in den drei Ländern von rund 30.000 auf etwa 29.000 gesunken.

Österreich verzeichnet das stärkste Zimmerwachstum unter den drei Ländern

Österreich habe das Zimmerangebot markengebundener Hotels um zwölf Prozent auf 60.851 Zimmer in 535 Häusern ausgeweitet. Der Anteil am gesamten Zimmerangebot sei von 18,44 auf 20,69 Prozent gestiegen und bleibe damit unter den Werten Deutschlands und der Schweiz.

Für die Schweiz nennt der Bericht 536 markengebundene Hotels mit 51.050 Zimmern. Ihr Zimmeranteil habe sich von 34,16 auf 35,59 Prozent erhöht. Internationale Marken stellten dort rund zwei Drittel der Zimmer markengebundener Hotels.

Accor führt den Gruppenvergleich nach Zimmerzahl im DACH-Raum an

DACH-weit liegt Accor mit 59.505 Zimmern vor IHG Hotels & Resorts mit 38.369 und Marriott International mit 37.019 Zimmern. Bei den Einzelmarken führt B&B Hotels mit 27.705 Zimmern vor Motel One mit 21.003 und Trademark Collection by Wyndham mit 15.029 Zimmern.

Das gesamte Hotelzimmerangebot in den drei Ländern sei trotz des Wachstums markengebundener Hotels zurückgegangen: von 1.434.664 auf 1.406.087 Zimmer.

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