Marriott bestätigt gegenüber Fachmedien weltweiten Stellenabbau

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Der Hotelkonzern Marriott International baut weltweit Stellen in seiner Konzernverwaltung ab. Wie die Fachmedien Skift und Business Travel News berichten, hat das Unternehmen entsprechende Maßnahmen auf Anfrage bestätigt. Wie viele Beschäftigte betroffen sind und welche Einsparungen mit dem Stellenabbau verbunden sein sollen, teilte Marriott demnach nicht mit. Gleichzeitig werden neue Stellen ausgeschrieben. Beschäftigte in den Hotels sind laut Skift von den Maßnahmen nicht betroffen.

Wie Business Travel News am 29. Oktober 2026 berichtete, erklärte ein Marriott-Sprecher auf Anfrage per E-Mail, dass das Unternehmen im Rahmen seiner regelmäßigen Budget- und Planungsprozesse überprüfe, wie Ressourcen effektiver und effizienter eingesetzt werden könnten. In einigen Unternehmensbereichen führe dies zum Abbau von Stellen und zu Veränderungen bestehender Positionen. Gleichzeitig würden neue Stellen ausgeschrieben.

Die Maßnahmen betreffen nach den von den Fachmedien wiedergegebenen Unternehmensangaben überwiegend Konzernfunktionen mit weltweiter Zuständigkeit. Eine konkrete Zahl der betroffenen Mitarbeiter wurde nicht genannt.

Marriott schreibt gleichzeitig neue Stellen aus

Nach Angaben von Business Travel News erklärte Marriott, dass einige Positionen vollständig wegfallen würden. Gleichzeitig gehe das Unternehmen davon aus, dass sich viele der betroffenen Beschäftigten auf neu geschaffene Stellen bewerben und für diese ausgewählt werden könnten. Sie würden damit weiterhin für Marriott arbeiten.

Nach Recherchen von Skift waren am 29. Oktober auf der Karriereseite von Marriott 86 offene Stellen am Konzernsitz in Bethesda im US-Bundesstaat Maryland ausgeschrieben, darunter 39 Positionen im Technologiebereich. Marriott habe erklärt, neue Stellen würden fortlaufend veröffentlicht.

Auf der Internetplattform Reddit berichteten Nutzer, die sich als Marriott-Beschäftigte bezeichneten, über bevorstehende Entlassungen. Nach Angaben von Business Travel News verwiesen sie dabei auf eine interne E-Mail von Marriott-Chef Anthony Capuano. Laut Skift wurden in den Beiträgen unter anderem regionale Personalabteilungen, bestimmte IT-Funktionen, Qualitätsprüfer sowie die für eskalierte Gästebeschwerden zuständige Abteilung genannt. Eine Bestätigung dieser konkreten Bereiche durch Marriott liegt nicht vor.

Bereits 2024 strich Marriott zahlreiche Stellen

Der aktuelle Stellenabbau folgt auf eine größere Umstrukturierung im November 2024. Wie Skift berichtet, hatte Marriott damals im Rahmen einer strategischen Überprüfung 16 Prozent der Konzernbelegschaft am Unternehmenssitz in Bethesda abgebaut.

Auch die aktuellen Maßnahmen betreffen Unternehmensfunktionen. Wie umfangreich die neuerlichen Stellenstreichungen im Vergleich zu 2024 ausfallen, ist bislang nicht bekannt.

Marriott hatte Umsatzprognose für 2026 zweimal angehoben

Die Stellenstreichungen erfolgen wenige Tage vor der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026. Marriott will die Ergebnisse am 2. November 2026 vorlegen.

Nach Angaben von Skift hatte der Hotelkonzern seine Prognose für das weltweite Wachstum des Umsatzes pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) im laufenden Jahr bereits zweimal angehoben. Zuletzt erwartete das Unternehmen für 2026 einen Anstieg zwischen 3 und 3,5 Prozent.

Gleichzeitig hatte Marriott laut Skift im August für das dritte Quartal einen Gewinn unterhalb der Erwartungen von Analysten prognostiziert. Als Belastungsfaktoren habe das Unternehmen höhere Investitionsausgaben, zusätzliche Anreize für Hoteleigentümer sowie Kosten für Renovierungen und Rechtsstreitigkeiten genannt. Hinzu komme eine langsamer als erwartete Entwicklung des eigenen Werbenetzwerks.

Welche finanziellen Auswirkungen der aktuelle Stellenabbau haben wird, geht aus den bisherigen Unternehmensangaben gegenüber den Fachmedien nicht hervor.


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