Marriott steigert RevPAR im 1. Quartal

| Hotellerie Hotellerie

Marriott International hat im ersten Quartal 2026 einen Anstieg des Erlöses pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) um weltweit 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet. Wie das Unternehmen im Rahmen der Quartalsmitteilung bekannt gab, resultierte dieses Wachstum aus Zuwächsen in den Märkten USA und Kanada sowie im internationalen Geschäft. In Nordamerika stieg der RevPAR um 4,0 Prozent, während die internationalen Märkte ein Plus von 4,6 Prozent auswiesen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Berichtszeitraum auf 1,398 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht.

Regionale Unterschiede prägen Entwicklung

Nach Angaben des Unternehmens verlief die Entwicklung in den globalen Regionen unterschiedlich. Den stärksten Zuwachs im internationalen Segment erzielte die Region Asien-Pazifik (ohne China) mit einem RevPAR-Anstieg von über 7 Prozent. In Greater China erhöhte sich der Wert um fast 6 Prozent, wobei das Unternehmen insbesondere eine starke Nachfrage im Freizeitsegment in Hongkong und Hainan anführte. Für die Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) wurde ein Wachstum von über 3 Prozent gemeldet. Dabei wurden Zuwächse in Europa und Afrika teilweise durch Rückgänge im Nahen Osten kompensiert. Laut Mitteilung war das Ergebnis im März in dieser Region durch den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten beeinträchtigt.

Entwicklungspipeline erreicht Rekordwert

Das Unternehmen weitete sein Portfolio im ersten Quartal um rund 15.900 Netto-Zimmer aus. Zum Quartalsende umfasste das weltweite System von Marriott International über 9.900 Liegenschaften mit knapp 1,796 Millionen Zimmern. Nach Angaben des Konzerns erreichte die Entwicklungspipeline mit über 4.100 Projekten und nahezu 618.000 Zimmern einen neuen Höchststand. Davon befinden sich 43 Prozent der Zimmer bereits im Bau. Ein signifikanter Anteil des Wachstums entfiel auf Konvertierungen bestehender Hotels, die über 35 Prozent der Unterzeichnungen und mehr als 40 Prozent der Eröffnungen im ersten Quartal ausmachten. Die Mitgliederzahl des Treueprogramms Marriott Bonvoy stieg zum Stichtag auf fast 283 Millionen an.

Rückgang des Nettogewinns 

Trotz operativer Zuwächse sank der ausgewiesene Nettogewinn im ersten Quartal 2026 um 3 Prozent auf 648 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser Wert noch bei 665 Millionen US-Dollar gelegen. Der verwässerte Gewinn pro Aktie betrug 2,43 US-Dollar. Die Einnahmen aus Franchise- und Managementgebühren stiegen hingegen um 13 Prozent auf 1,211 Milliarden US-Dollar. Als Gründe nannte das Unternehmen höhere Gebühren aus Kreditkarten-Kooperationen, das Zimmerwachstum und den gestiegenen RevPAR. Die Zinsaufwendungen erhöhten sich aufgrund einer höheren Verschuldung auf 204 Millionen US-Dollar. Für das laufende Jahr geht der Konzern von einer anhaltenden Beeinträchtigung durch die Situation im Nahen Osten aus.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die HSMA hat die Bewerbungsfrist für den Social Media Award 2026 für Hotels im deutschsprachigen Raum eröffnet. Im Fokus des Wettbewerbs stehen strategische Ansätze und messbare Erfolge in der digitalen Kommunikation sowie im Employer Branding.

Die Radisson Hotel Group eröffnet in Danzig ihr erstes polnisches Haus der Marke Prize by Radisson. Das Hotel mit 125 Zimmern setzt auf ein funktionales Design im mittleren Preissegment und markiert den Beginn einer Expansion in polnischen Metropolen.

Wyndham meldet für das erste Quartal 2026 ein Wachstum der Systemgröße und der Pipeline auf Rekordniveau. Die laufende Insolvenz der Revo Hospitality Group belastet jedoch das operative Ergebnis durch Gebührenstundungen und führt zur Übernahme von zwei europäischen Hotels.

Whitbread erreicht mit Premier Inn erstmals einen Gewinn im Deutschlandgeschäft und kündigt einen umfassenden Umbau seines Gastronomieangebots an. Medien berichten zudem über einen geplanten Stellenabbau im Zuge der Neuausrichtung.

Bei einer Kontrolle in einem Hotel im Bezirk Landeck hat die Finanzpolizei mehrere nicht gemeldete Arbeitskräfte festgestellt. Die Behörden ermitteln zudem wegen möglicher Arbeitsausbeutung und Menschenhandels.

Zum Ende des ersten Quartals 2026 zeigt die globale Hotel-Pipeline laut CoStar-Daten ein Wachstum in fast allen Weltregionen. Lediglich auf dem amerikanischen Kontinent sind die Aktivitäten in sämtlichen Planungs- und Bauphasen rückläufig.

Hyatt verzeichnet im ersten Quartal ein deutliches Wachstum bei den Managementgebühren und den Zimmerkapazitäten. Trotz geopolitischer Herausforderungen und regionaler Einflüsse hebt der Konzern seine Prognosen für das Gesamtjahr teilweise an.

Mit der Eröffnung des W Sardinia – Poltu Quatu setzt die Marriott-Marke W Hotels ihren Expansionskurs in Italien fort. Das Resort an der sardischen Nordostküste umfasst 157 Zimmer und setzt auf ein Designkonzept mit regionalem Bezug.

Das Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg feiert im Mai 2026 sein 20-jähriges Bestehen und lädt zu einem Tag der offenen Tür ein. Das inhabergeführte Haus setzt weiterhin auf eine Kombination aus gehobener Gastronomie und Tagungsgeschäft.

Die Stiftung der Familie Zech kauft den Öschberghof. Das Luxushotel in Donaueschingen wird Teil der Severin*s Hotels & Resorts. Der Betrieb soll mit bestehender Ausrichtung weitergeführt werden. Michael Artner bleibt nach Angaben des Unternehmens weiterhin verantwortlich für die Leitung des Resorts.