Marriott stellt alle geschäftlichen Aktivitäten in Russland ein

| Hotellerie Hotellerie

Die Hotelkette Marriott hat angekündigt, Russland nach 25 Jahren zu verlassen, da westliche Restriktionen es „unmöglich“ machten, dort weiter tätig zu sein. Nach dem Einmarsch in die Ukraine schloss das Unternehmen im März sein Büro in Moskau und stellte seine Investitionen in Russland ein.

Die 22 Hotels des Unternehmens in Russland befinden sich jedoch im Besitz von Marriott und bleiben daher geöffnet.

Marriott erklärte, der Prozess der Einstellung des Betriebs in Russland sei „komplex“ gewesen.

In einer Erklärung hieß es jedoch: „Wir sind zu der Ansicht gelangt, dass die neu angekündigten Beschränkungen der USA, Großbritanniens und der EU es Marriott unmöglich machen, weiterhin Hotels auf dem russischen Markt zu betreiben oder zu verfranchisen.“

Das Unternehmen erklärte, dass es sich weiterhin „auf die Betreuung unserer in Russland ansässigen Mitarbeiter konzentriert“ und Einzelpersonen in der Ukraine und in Russland dabei unterstützt, eine Anstellung bei Marriott außerhalb der vom Konflikt betroffenen Länder zu finden.

„Wir schließen uns weiterhin unseren Mitarbeitern und Millionen von Menschen auf der ganzen Welt an und wünschen uns ein Ende der aktuellen Gewalt und den Beginn eines Weges zum Frieden“, fügte das Unternehmen hinzu.

Darüber hinaus böten über 85 Hotels der Gruppe Flüchtlingen aus der Ukraine in den Nachbarländern eine Unterkunft. Das Unternehmen habe über 2,7 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln, Spenden und Sachleistungen, einschließlich Lebensmittel- und Versorgungsspenden, für die vor Ort tätigen Hilfsorganisationen bereitgestellt.

Marriott schließt sich McDonald's, Starbucks und anderen Unternehmen an, die in den letzten Wochen angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine und der Verschärfung der westlichen Sanktionen zur wirtschaftlichen Isolierung Russlands den Rückzug antraten. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg erhält erstmals Hotels direkt am Terminal. Geplant sind zwei Häuser mit insgesamt 140 Zimmern, die Ende 2027 eröffnen sollen.

Anzeige

In Folge 5 des HotelPartners Podcast „AUSGEBUCHT!“ interviewt Gastgeber und HotelPartner-CEO Oliver Meyer Myriam Schlatter, CEO der Laudinella Group, zur beeindruckenden Entstehung ihrer Hotelgruppe. Sie erzählt.

Der Bundesfinanzhof hat klargestellt, dass Hotelzimmermieten nicht grundsätzlich von der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung ausgenommen sind. Entscheidend ist, ob die angemieteten Unterkünfte nach dem Geschäftsmodell eines Unternehmens dauerhaft für den Betrieb vorgehalten werden müssen.

Eine Studie von Christie & Co sieht die Münchner Luxushotellerie weiterhin auf Wachstumskurs. Besonders hohe Auslastungen und Zimmerpreise wurden im Herbst 2025 registriert.

Waren die Urlaubsziele in Schleswig-Holstein in den ersten Monaten des Jahres besser besucht als 2025? Ein genauerer Blick zeigt große Unterschiede zwischen größeren Hotels und kleineren Häusern.

Das Hamburger Hotel Louis C. Jacob feiert am 5. Juli seinen 235. Geburtstag mit einem öffentlichen Jubiläumsfest. Besucher erwarten Hausführungen, kulturelle Darbietungen und eine Versteigerung zugunsten des Liedstadtfestivals.

Die Hyatt Hotels Corporation hat auf ihrem Investorentag neue Finanzziele für den Zeitraum bis 2028 präsentiert und eine Aufstockung ihres Aktienrückkaufprogramms bekannt gegeben.

Die Hotelbuchungen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten liegen bisher unter den Erwartungen. Gründe hierfür sind komplexe Einreiseformalitäten, hohe Reisekosten sowie Verzerrungen durch die Kontingentverwaltung der FIFA.

Das Jufa Hotel in der Hamburger HafenCity verzeichnet einen Meilenstein von einer Million Übernachtungen. Parallel dazu steigt die Zahl der Gäste aus Norddeutschland in der Steiermark an.

Mercurius Real Estate plant im Frankfurter Gallus-Viertel den Bau von 577 Serviced Apartments. Das Projekt „Green Cam“ ersetzt eine ursprünglich vorgesehene Büronutzung und soll zusätzlich Gewerbe-, Gastronomie- und Freizeitflächen umfassen.