Massive Einwände gegen Hotel-Großprojekt am Königssee

| Hotellerie Hotellerie

Am Königssee soll ein riesiges Hotelprojekt entstehen, das jährlich bis zu 40.000 Übernachtungsgäste in den Ort locken könnte. Naturschutzinitiativen und Denkmalschützer äußern allerdings massive Einwände und bringen das Projekt in Gefahr.

Der Teilabriss eines denkmalgeschützten Bahnhofs wurde durch den Heimatkundeverein Berchtesgaden bereits verhindert. Eigentlich sollte der östliche Flügel des über 100 Jahre alten Gebäudes einem Glasbau weichen, doch eine Petition im bayrischen Landtag hatte die „Amputation“ des Jugendstilhauses verhindert, wie der BR berichtet. Nun muss der Bebauungsplan geändert, und der Bahnhof in den Komplex integriert werden.

Doch nicht nur Denkmalschützer haben Einwände. Auch der Bund Naturschutz hat verschiedene Umweltbedenken geäußert und bereits vor dem Bayrischen Verwaltungsgerichtshof geklagt. Die Sorge: Die neuen Hotelgäste könnten die Verkehrsbelastung in dem Ort verschärfen. Auch den Flächenverbrauch und Hochwasserschutz sehen sie laut BR kritisch.

Übrigens nicht das erste Mal, dass sich Anwohner und Naturschützer im Ort gegen den Bau eines neuen Hotels stellen. Bereits 2013 scheiterten die Pläne eines Investors. Für Bürgermeister Hannes Rasp eine schwierige Situation. Sollte das Projekt erneut scheitern, könnte die Suche nach einem neuen Investor schwer werden. „Dann wird der Zustand am Königssee immer schlechter“, sagte der Bürgermeister gegenüber BR. Noch ist er allerdings zuversichtlich. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die InterContinental Hotels Group (IHG) hat im ersten Quartal 2026 einen operativen Meilenstein erreicht und betreibt nun weltweit mehr als 7.000 Hotels. Die Marke wurde durch die Eröffnung von insgesamt 82 Hotels in den ersten drei Monaten überschritten.

Elf familien- und inhabergeführte Hotels aus der Oberpfalz haben die Kooperation „Wohlfühlhotels Bayerischer Jura“ gegründet. Die Initiative wurde bei einer Auftaktveranstaltung in Parsberg vorgestellt.

Die Stichting Hotel Claims Alliance hat nach eigenen Angaben mehrere gerichtliche Maßnahmen zur Beweissicherung im Zusammenhang mit der europaweiten Sammelklage gegen Booking.com eingeleitet. Unterstützt wird die Klage unter anderem vom Hotelverband Deutschland, der "Genug des Hinhaltens und Behinderns!" auf Social Media postete.

Trivago hat eine Kartellklage gegen Google vor dem Landgericht Hamburg eingereicht. Das Unternehmen wirft dem Suchmaschinenkonzern vor, den eigenen Hotelpreisvergleich in den allgemeinen Suchergebnissen bevorzugt zu behandeln und Wettbewerber wie Trivago dadurch zu benachteiligen.

​​​​​​​Marriott International hat nach eigenen Angaben eine Vereinbarung für den Betrieb des Hotelprojekts Seegut am Tegernsee in Bad Wiessee unterzeichnet. Das Resort soll künftig unter der Marke The Luxury Collection geführt werden. Die Eröffnung ist laut Mitteilung für das Jahr 2029 vorgesehen.

Das Sunneschlössli in Nesselwängle im Tiroler Tannheimer Tal bekommt neue Eigentümer. Nina und Matthias Kienzle übernehmen das Boutique-Apartmenthaus zum 1. Juli 2026. Das Ehepaar war nach eigenen Angaben seit 15 Jahren regelmäßig Gast des Hauses.

Nach der Insolvenz der Revo-Hospitality-Gruppe übernimmt die neu gegründete Ernst Leitz Hotel GmbH unter Führung der Familie Kaufmann das Ernst Leitz Hotel in Wetzlar. Die operative Leitung wird der Treugast Solutions Group übertragen.

Die Radisson Hotel Group baut ihr Portfolio in Deutschland und Österreich durch drei neue Standorte in Ahlbeck, Wien und Lustenau aus. In Kooperation mit der 1912 Hotels GmbH wächst die Präsenz der Gruppe in der DACH-Region damit auf insgesamt 90 Hotels.

Die Landlust Hotels bauen ihre Präsenz in Europa aus und integrieren fünf neue Partnerbetriebe in das Portfolio. Damit umfasst die Kollektion nun insgesamt 40 Häuser mit Schwerpunkten auf Regionalität und Naturverbundenheit.

Das unter Denkmalschutz stehende IFA Fehmarn Hotel & Ferien-Centrum wird bei laufendem Betrieb modernisiert. Die Maßnahmen umfassen öffentliche Bereiche sowie Zimmer und Apartments und sollen den architektonischen Charakter des Standorts bewahren.