Meilenstein erreicht: IHG mit 150.000 eröffneten Zimmern in Europa

| Hotellerie Hotellerie

IHG Hotels & Resorts hat ihr Portfolio in Europa innerhalb der vergangenen drei Jahre um 27 Prozent auf rund 150.000 eröffnete Zimmer ausgebaut. Wie das Unternehmen mitteilte, entspricht dies einem Zuwachs von mehr als 32.800 Zimmern.

Marktentwicklung und Investitionsvolumen

Das Unternehmen führt dieses Wachstum auf ein vorteilhaftes makroökonomisches Umfeld in der europäischen Region zurück. Nach Daten von Cushman & Wakefield erreichten die Hotelinvestitionen in Europa im Jahr 2025 eine Summe von 27 Milliarden Euro. Insgesamt wurden Transaktionen für mehr als 1.050 Hotels registriert, was den höchsten Wert seit dem Jahr 2019 darstellt.

Europa festigte zudem seine Position als meistbesuchte Weltregion. Laut Angaben von UN Tourism wurden im Berichtszeitraum rund 793 Millionen internationale Ankünfte verzeichnet. In diesem Marktumfeld eröffnete IHG im vergangenen Jahr 102 Hotels und schloss Verträge für 117 weitere Standorte ab.

Bedeutung des deutschen Marktes

Innerhalb der europäischen Strategie nimmt Deutschland eine Schlüsselrolle ein. Das Land stellt mit 32.700 Zimmern mehr als 20 Prozent des aktuellen Bestands in Europa. Auch bei der Planung neuer Projekte entfallen rund 20 Prozent der Kapazitäten mit insgesamt 8.340 Zimmern auf den deutschen Markt.

Das gesamte Portfolio des Konzerns in Europa umfasst derzeit mehr als 1.230 Hotels in über 40 Ländern, wobei diese Zahl sowohl bestehende Häuser als auch Projekte in der Entwicklung beinhaltet. Neben Deutschland zählen Großbritannien und Irland mit 404 Hotels sowie Frankreich und Spanien zu den volumenstärksten Märkten des Unternehmens.

Segmentierung und Markenstrategie

Das Wachstum verteilt sich laut Mitteilung auf verschiedene Marktsegmente von Luxus bis hin zu Basiskategorien. Im Bereich Luxury & Lifestyle wurden Projekte wie das Six Senses London und das InterContinental Prag realisiert. Im Premium-Segment integrierte das Unternehmen die Marke Ruby Hotels und führte die Noted Collection ein.

Den größten Anteil am Bestand hält weiterhin die Holiday Inn Markenfamilie, die nach Unternehmensangaben mehr als 60 Prozent der eröffneten Zimmer in Europa ausmacht. Im Bereich der Essentials wurde zudem die Marke Garner in Märkten wie Großbritannien, Deutschland, Italien und der Türkei eingeführt. Das Segment der Suiten verzeichnete Markteintritte in Island und Italien.

Fokus auf Bestandsübernahmen

Ein wesentlicher Treiber der Expansion waren im Jahr 2025 sogenannte Conversions, also die Übernahme und Umgestaltung bestehender Hotelimmobilien. Nach Angaben von Karin Sheppard, SVP & Managing Director Europe bei IHG, entfielen 84 Prozent der Zimmereröffnungen und 61 Prozent der Neuunterzeichnungen auf solche Projekte.

Dieser Trend verdeutliche das Interesse von Hoteleigentümern an einem schnellen Markteintritt. Das Unternehmen betont, dass die europäische Systemgröße mittlerweile rund 15 Prozent der globalen Präsenz von IHG ausmacht. Die Strategie ziele darauf ab, durch kontinuierliche Investitionen die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Standorte zu sichern.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die MHP Hotel AG plant die Eröffnung eines neuen Hotels der Autograph Collection in Düsseldorf. Das neue Hotel soll bis zum Jahr 2029 in einem historischen Gebäudeensemble an der Kasernenstraße nahe der Königsallee realisiert werden.

Ein Jahr nach dem Markteintritt in der Schweiz zieht das Mama Shelter Zurich eine erste Bilanz. Gefeiert wird das Jubiläum veranstaltet am 1. August mit einem Brunch und einer Abendveranstaltung auf der Dachterrasse.

Swissôtel hat den Modedesigner Peet Dullaert als ersten Preisträger des New Crafts Awards bekannt gegeben. Die neue Auszeichnung entsteht aus einer Partnerschaft zwischen Accor und der Fédération de la Haute Couture et de la Mode.

Im Investorenprozess der insolventen Revo Hospitality Group nennen die Sanierer erstmals mehrere Unternehmen, die Hotels aus dem Portfolio übernehmen sollen. Neben bereits bekannten Transaktionen werden unter anderem Prism, Israel Canada Hotels, Leonardo Hotels und B&B Hotels genannt. Ein weiterer Investor bleibt vorerst ungenannt.

Accor plant einen deutlichen Ausbau seines Hotelgeschäfts in China. Der Konzern will die Zahl seiner Häuser in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf 1.600 erhöhen und setzt dabei auf neue Luxusprojekte sowie den Ausbau bestehender Partnerschaften.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben von Colliers ein Transaktionsvolumen von rund 625 Millionen Euro erreicht. Investoren richten ihren Blick dabei zunehmend auf die Qualität der Betreiber und die Ausgestaltung der Vertragsstrukturen.

Townscape hat die Baugenehmigung für ein Serviced-Apartment-Projekt in Berlin-Kreuzberg erhalten. Die numa group steht bereits als Mieter fest. Geplant sind 114 Serviced Apartments sowie Gewerbe- und Co-Working-Flächen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.

Die geplante Übernahme der britisch-niederländischen Hotelgruppe PPHE Hotel Group durch die israelische Fattal Hotel Group ist gescheitert. Grund ist der Widerstand des größten PPHE-Aktionärs Euro Plaza Holdings. Das teilte PPHE im Rahmen seines laufenden strategischen Prüfprozesses mit.

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.