Meininger Hotels plant 50 Standorte bis 2030

| Hotellerie Hotellerie

Die Meininger Hotels blicken auf ein solides Geschäftsjahr 2026 zurück, in dem das Unternehmen einen Umsatz von über 200 Millionen Euro erwirtschaftete. Trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds, welches durch steigende Lebenshaltungskosten und eine geringere Nachfrage bei Großveranstaltungen geprägt war, konnte die Hotelgruppe nach eigenen Angaben beim Umsatz sowie beim Gewinn wachsen.

Neue Standorte und verstärktes Engagement im Gruppengeschäft

Für die kommenden Jahre strebt das Unternehmen eine deutliche Vergrößerung seines Portfolios an. Aktuell umfasst das Netzwerk 37 Hotels mit rund 6.000 Zimmern und circa 21.200 Betten in 27 europäischen Städten. Bis zum Jahr 2030 beabsichtigt Meininger Hotels, die Zahl der Standorte auf 50 zu erhöhen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Erschließung von Märkten in Süd- und Osteuropa. Am 25. Juni 2026 eröffnete die Gruppe ein neues Haus in Barcelona, während weitere Projekte in Edinburgh, Tel Aviv, Straßburg, Madrid, Dublin und Porto in Planung sind.

Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist das Gruppengeschäft, welches einen Umsatzanteil von 20 bis 25 Prozent einnimmt. Dieses Segment verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Plus von zehn Prozent, wobei für den Zeitraum 2026/27 eine ähnliche Steigerung erwartet werde. Insgesamt registrierte die Gruppe 4,6 Millionen Übernachtungen, was einem Anstieg von knapp zwei Prozent entspricht, bei einer durchschnittlichen Zimmerauslastung von knapp 80 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert das Unternehmen aufgrund einer höheren Dichte an internationalen Messen und Sportveranstaltungen rund 5,0 Millionen Übernachtungen.

Digitale Modernisierung der Abläufe 

Parallel zur Expansion investiert die Hotelgruppe in die digitale Infrastruktur. Der Einsatz eines Chatbots namens Mila soll wiederkehrende Anfragen von Gästen effizienter bearbeiten. Zudem werde der Online Check-in vorangetrieben, um Prozesse an der Rezeption zu vereinfachen. Ein weiterer Fokus liegt auf einem cloudbasierten HR-Tool, dessen zweite Phase der Einführung im laufenden Jahr abgeschlossen werden soll. Bis Ende des Geschäftsjahres 2028 ist zudem die Implementierung des Mobile Key in sämtlichen Hotels vorgesehen, um den Zimmerzugang per Smartphone zu ermöglichen.

Neben neuen Projekten fließen Mittel in die Modernisierung bestehender Häuser. Renovierungen fanden bereits an den Standorten Frankfurt, Salzburg, Amsterdam und Kopenhagen statt. Das Meininger Hotel Berlin Mitte Humboldthaus wurde umfassend neu gestaltet, wobei unter anderem der Eingangsbereich und das Bar-Angebot aufgewertet wurden. Für 2027 sind weitere Maßnahmen in München, Wien, Marseille und Paris geplant.

Personalentwicklung und Nachhaltigkeit

Das Unternehmen betont die Bedeutung seiner Personalstrategie für das Wachstum. Die Weiterbeschäftigungsquote sei 2026 um über zehn Prozent gestiegen, während die Zahl der Bewerbungen um 20 Prozent zunahm. Die Belegschaft setzt sich aus Mitarbeitenden aus rund 90 Nationen zusammen. Im Bereich Nachhaltigkeit erstellt die Gruppe regelmäßige Treibhausgasbilanzen, um Emissionsquellen zu identifizieren. Für 2027 kündigte Meininger den Ausbau interner Schulungen sowie die Durchführung einer Klimarisikoanalyse für ausgewählte Standorte an.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Hotel Indigo hat weltweit das 200. Hotel eröffnet. Die zur IHG-Hotelgruppe gehörende Marke verdoppelte damit seit 2019 die Zahl ihrer eröffneten Häuser. Weitere 134 Hotels befinden sich derzeit in der Entwicklung.

Generator erweitert seine Präsenz in London und Paris. Das Unternehmen übernimmt das Novotel London Greenwich und unterzeichnet einen Managementvertrag für ein Bürogebäude im 13. Pariser Arrondissement.

LaPosch – Living Lands hat in Biberwier in Tirol eine umfangreiche Erweiterung eröffnet. Zehn neue Unterkünfte, ein neues Torhaus mit Gastronomie und ein Gartenbad ergänzen das bestehende Chalet-Dorf.

Wyndham Hotels & Resorts hat das Vienna House by Wyndham Frankfurt South eröffnet. Das Hotel in Sachsenhausen startet mit 104 Zimmern und soll bis Ende 2027 auf 139 Zimmer und Suiten erweitert werden.

B&B Hotels hat erste Häuser der Revo Hospitality Group übernommen und betreibt damit erstmals mehr als 250 Hotels in Deutschland. Weitere Standorte sind bereits vertraglich gesichert und befinden sich in der Vorbereitung.

Das Mercure Bonn City Center hat Anfang Oktober 2026 direkt am Hauptbahnhof eröffnet. Das von DQuadrat Living betriebene Haus wird nun bis zum ersten Quartal 2027 bei laufendem Betrieb renoviert.

he Living Circle führt die Bergwelt Grindelwald seit dem 1. Oktober 2026 operativ. Das Hotel und die Betriebsgesellschaft hatte die Gruppe bereits Ende November 2025 übernommen; bis zur Übergabe blieb Swiss Design Collection Betreiberin.

Leonardo Hotels hat zum 1. Oktober 2026 drei ehemalige Revo-Hotels mit insgesamt 735 Zimmern als Betreiber übernommen. Die Häuser liegen in München, Hannover und Braunschweig.

Ex-prizeotel-Chef Connor Ryterski startet mit einem Hamburger Family Office die Hotelmarke Kumo. Zwei Neubauten in Hamburg und Köln sollen ab 2029 eröffnen.

Das Waldorf Astoria Rabat Salé hat das Restaurant Aldabaran im 33. Stock des Mohammed VI Tower eröffnet. Alain Ducasse verantwortet damit sein erstes Restaurant in Marokko.