Meininger plant Markteintritt in Portugal

| Hotellerie Hotellerie

Die Meininger Hotels weiten ihre europäische Präsenz aus und kündigen die Eröffnung ihres ersten Hauses in Portugal an. In der Hafenstadt Porto soll im ersten Quartal 2028 ein Neubau in der Rua Pinto Bessa 320 in Betrieb genommen werden. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit den Partnern Eiffage Immobilier und Covivio realisiert.

Das geplante Gebäude umfasst eine Fläche von 9.150 Quadratmetern und wird insgesamt 228 Zimmer mit einer Kapazität von 834 Betten bieten. Zusätzlich sind elf Parkplätze vorgesehen. Ein Fokus des Bauvorhabens liegt auf Nachhaltigkeitsstandards.

Hybrides Beherbergungskonzept

Das Unternehmen setzt auch am Standort Porto auf sein etabliertes Hybrid-Konzept, das Elemente von Hotels und Hostels kombiniert. Die Zimmerstruktur ist darauf ausgelegt, ein breites Spektrum an Reisenden anzusprechen, darunter Familien, Gruppen, Backpacker, Geschäftsreisende und Individualgäste. Die Planung sieht konkret 21 Doppelzimmer, 70 Dreibettzimmer und 120 Vierbettzimmer vor, ergänzt durch 17 größere Sechsbettzimmer.

Ajit Menon, CEO von Meininger Hotels, ordnet den Markteintritt in die aktuelle Wachstumsstrategie ein: „Nach den kürzlich verkündeten Markteintritten in Spanien mit Eröffnungen in Barcelona und Madrid sowie in Großbritannien mit der Eröffnung in Edinburgh können wir nun auch unsere Expansion nach Portugal bekannt geben. Unser erstes Haus in Porto liegt mitten im Trend-Viertel Bonfim. Gemeinsam mit unseren Partnern Eiffage Immobilier und Covivio schaffen wir einen Ort, an dem Reisende aus aller Welt die Vielfalt und Offenheit der portugiesischen Metropole erleben werden.“

Standortfaktoren und touristische Relevanz in Porto

Das neue Hotel entsteht im Stadtteil Bonfim, der sich in den vergangenen Jahren zu einem Zentrum für Gastronomie und Kreativwirtschaft entwickelt hat. Die Lage zeichnet sich durch die Nähe zum internationalen Bahnhof Campanhã aus, der Anschlüsse an das Metro-, Zug- und Busnetz bietet. Perspektivisch ist bis zum Jahr 2030 eine Hochgeschwindigkeitszugverbindung nach Lissabon geplant, welche die Reisezeit zwischen den beiden Städten deutlich verkürzen soll.

Die Entscheidung für den Standort basiert auf der positiven touristischen Entwicklung der Region. Laut Daten des Nationalen Statistikinstituts verzeichneten Porto und Nordportugal im Jahr 2024 knapp 7 Millionen Übernachtungsgäste sowie über 13 Millionen Übernachtungen. Die Stadt profitiert dabei von ihrem Status als UNESCO-Weltkulturerbe, der historischen Architektur und einem breiten kulturellen sowie gastronomischen Angebot.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mandarin Oriental erweitert das Portfolio in Ägypten durch die Übernahme des Old Cataract in Assuan und des Winter Palace in Luxor. Erstmals bietet die Gruppe zudem eine eigene luxuriöse Flusskreuzfahrt auf dem Nil an.

Longevity ist in aller Munde – doch was steckt dahinter und wie wird das überhaupt ausgesprochen? Ein neues Symposium in Kitzbühel liefert Fakten für Hoteliers, die Langlebigkeit als Geschäftsmodell nutzen wollen.

Das Hotel EdeR FriDA in Maria Alm schließt umfangreiche Erweiterungsmaßnahmen ab. Mit elf neuen Zimmern, innovativen Themenkategorien und großflächigen Erlebnisbereichen baut die Eder Collection ihr Angebot für Familien in den Alpen weiter aus.

In Halstenbek bei Hamburg soll auf einer langjährigen Brachfläche eine großdimensionierte Topgolf-Anlage samt Hotel mit 150 Zimmern entstehen. Der Investor Greenreb plant ein Projekt im zweistelligen Millionenbereich.

Der Hotelinvestmentmarkt erreicht laut JLL einen Wendepunkt: Ein starker Kreditmarkt und hohe Kapitalverfügbarkeit treiben das globale Transaktionsvolumen 2026 an. Besonders Luxusobjekte und der asiatische Markt stehen im Fokus der Investoren.

 

Die Hotel-Pipeline in Europa erreichte Ende 2025 neue Höchststände. Besonders Projekte in der frühen Planungsphase sowie im Luxussegment verzeichneten Rekordwerte, wobei Deutschland nach dem Vereinigten Königreich den zweitgrößten Markt für Hotelentwicklungen darstellte.

Hilton hat die Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das gesamte Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Während der Erlös pro verfügbarem Zimmer ein geringes Wachstum verzeichnete, meldet das Unternehmen einen Höchststand bei den projektierten Hotelzimmern.

Eine aktuelle Studie von SiteMinder belegt die wachsende Bedeutung inländischer Gäste für den deutschen Hotelmarkt. Sinkende Stornoquoten und eine Verschiebung der Buchungen in die Nebenmonate sorgen für mehr Planungssicherheit und eine stabilere Auslastung.

Die Ruby Group setzt ihr Wachstum auf dem italienischen Markt fort. Nach Standorten in Florenz und Rom hat das Unternehmen nun das erste Hotelprojekt in Mailand unterzeichnet.

Das bisher auf Ferienhäuser spezialisierte Unternehmen Belvilla vollzieht den Markteintritt in die europäische Hotellerie. Mit der Übernahme von drei Standorten in Deutschland weitet die Tochtergesellschaft von OYO Vacation Homes ihr Portfolio auf das Beherbergungswesen aus.