Meininger sichert sich Neuzugang in Krakau und übernimmt Hostel in Venedig

| Hotellerie Hotellerie

Meininger Hotels hat einen Vertrag unterzeichnet, der der Hotelgruppe den Betrieb eines ehemaligen Hostels in Venedig Mestre mit 434 Betten im Rahmen einer Pachtvereinbarung sichert. Die Eröffnung ist für die zweite Hälfte des Jahres 2022 geplant.

Venedig: Dritter Standort in Italien

Nach Mailand und Rom ist Venedig der dritte Standort der Meininger Hotels in Italien. In dem südeuropäischen Land wird das Bettenvolumen der Hotelgruppe nach der Eröffnung in Venedig auf mehr als 1.000 Betten anwachsen. Nach der Übernahme des siebenstöckigen Gebäudes sind bis zur Eröffnung Mitte 2022 nur noch kleinere Anpassungen notwendig.

„Wir freuen uns über diesen Neuzugang im Meininger-Portfolio, der unseren hohen Qualitätsansprüchen gerecht wird. Das Gebäude befindet sich in einem sehr guten Zustand, wir übernehmen einen Großteil der Möbel in den Gästezimmern und öffentlichen Bereichen und erfrischen das Konzept durch den einzigartigen Meininger-Stil“, erklärt CEO Ajit Menon,

„Wir möchten uns besonders bei den Eigentümern des Gebäudes, Deka Immobilien, für ihr Vertrauen bedanken und freuen uns auf eine lange und erfolgreiche Partnerschaft mit ihnen“, sagt Nicolas Capelle, Vice President Development und Asset Management von Meininger Hotels.

Das Gebäude bietet 434 Betten und 112 Zimmer, darunter sowohl Doppelzimmer als auch Mehrbettzimmer für bis zu sechs Personen, die entweder privat von Familien oder Gruppen genutzt oder von allein reisenden Gästen geteilt werden können. „Das bisherige Hostel gehörte zu den bekanntesten Unterkünften für junge Gruppenreisende und Backpacker in Venedig Mestre. Für diese Zielgruppen werden wir auch weiterhin attraktiv bleiben und gleichzeitig unseren Gästemix erweitern. Auch Familien und Geschäftsreisende werden sich hier sicher wohlfühlen“, so Menon.

Auf Expansionskurs in Polen

Mit der Vertragsunterzeichnung für ein Hotel in Krakau erweitert die Hotelgruppe ihr Portfolio in Polen. Auch in Warschau entsteht derzeit ein Meininger Hotel. Die Eröffnung beider Häuser ist für 2023 geplant.

Meininger Hotels und der polnische Immobilienentwickler Fronton haben einen Vertrag für ein Hotel mit 503 Betten und 135 Zimmern in Krakau unterzeichnet, das im Sommer 2023 eröffnen soll. 

„Wir freuen uns über dieses Ergebnis erfolgreicher Zusammenarbeit mit unseren polnischen Partnern,“ so Ajit Menon, „Das Meininger Hotel in Krakau entsteht in exzellenter Lage mit einem für die Region zukunftsträchtigen Infrastrukturprojekt.“

Das neue Hotel entsteht östlich der Altstadt im Studentenviertel Grzegórzki in einem historischen Häuserkomplex, der künftig aus drei Gebäuden bestehen wird. Geplant ist die Renovierung eines bestehenden Vorderhauses und seines dazugehörigen Gartenhauses sowie die Ergänzung durch ein weiteres Gartenhaus, das bereits in Bau ist.

„Das Konzept der Meininger Hotels, das neben Freizeitreisenden auch Gruppen ab 12 Personen, besonders Schulklassen, zu seiner Zielgruppe zählt, fügt sich ideal in die Umgebung von Grzegórzki. Die Architektur spielt hierfür eine zentrale Rolle,“ so Eugeniusz Batko, CEO von Fronton. Wie in den anderen Häusern der Hotelkette gehören Mehrbettzimmer für bis zu sechs Personen, eine Gästeküche mit Waschmaschine und Trockner, eine Bar und Game Zone zur Hotelausstattung. Alle Gebäudeteile werden über das Erdgeschoss miteinander verbunden sein.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das The Ritz-Carlton, Berlin hat auf der dritten Etage einen saisonalen Hochgarten eröffnet. Die Sommerbar öffnet wetterabhängig montags und kann an den übrigen Tagen für Veranstaltungen mit bis zu 40 Personen gebucht werden.

Der Wert des investmentrelevanten deutschen Hotelmarktes ist 2025 nach Berechnungen von bulwiengesa und Union Investment auf 66,1 Milliarden Euro gestiegen. Neue Hotelzimmer trugen den größten Teil zum Zuwachs bei, während Bestandswerte nur leicht zulegten.

Das Bristol Berlin bekommt nach umfassender Modernisierung eine neue Markenheimat. Das Traditionshotel am Kurfürstendamm wird als erstes Haus in Deutschland Teil der Vignette Collection von IHG Hotels & Resorts. Eigentümer Aroundtown will die letzten Arbeiten bis Ende 2026 abschließen.

Künstliche Intelligenz soll nach Einschätzung von Accenture künftig einen größeren Teil der Reiseplanung übernehmen. Während viele Verbraucher einem KI-Agenten bereits die Zusammenstellung einer kompletten Reise anvertrauen würden, wollen sie die Auswahl des Hotels häufig weiterhin selbst treffen.

Die irische Hotelmarke The Dean expandiert weiter auf dem deutschen Markt und eröffnet ein neues Haus im Münchner Westend. Das Hotel kombiniert ein vom bayerischen Jugendstil inspiriertes Design mit einem modernen japanischen Gastronomiekonzept.

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.