MHP Hotel AG und HWS kaufen das Le Méridien in Stuttgart

| Hotellerie Hotellerie

Die MHP Hotel AG hat, gemeinsam mit der HWS Immobilien- und Vermögensverwaltung, dem Family Office der Familie Schommartz, das Le Méridien Stuttgart erworben. MHP schloss im Rahmen des Joint Ventures einen langfristigen Mietvertrag für den Hotelbetrieb ab.

Das Hotel in zentraler Lage am mittleren Schlossgarten in Stuttgart verfügt über 293 Zimmer. Es wird bereits seit 2017 von MHP betrieben und in den kommenden Jahren ESG-konform modernisiert. Durch die Übernahme eines Minderheitsanteils an der Liegenschaft geht MHP erneut ein Co-Investment ein und plant das Hotel auch zukünftig als Franchisepartner von Marriott International, der weltweit größten Hotelgesellschaft, unter der Marke Le Méridien am lokalen und internationalen Hotelmarkt zu positionieren.

„Wir freuen uns, gemeinsam mit der Familie Schommartz das Objekt erworben zu haben, und dass das Le Méridien Stuttgart mit unveränderter Profitabilität langfristig Teil unseres Hotel Portfolios bleibt. Spätestens 2028 streben wir mit dem Betrieb des Le Méridien und des zukünftigen Hotels im Schlossgartenquartier, das zur Marriott Autograph Collection gehören wird, die Qualitätsführerschaft im gehobenen bis luxuriösen Segment auf dem deutschen Top-7-Hotel-Markt Stuttgart an“, erklärt Dr. Jörg Frehse, CEO der MHP Hotel AG.

Ralf Selke, CFO der MHP Hotel AG ergänzt: „Nach Fertigstellung des Bahnprojekts Stuttgart 21 bietet das Le Méridien Stuttgart unseren Hotelgästen eine erstklassige Lage mit direkter S-Bahn Anbindung auch zur Messe und zum Flughafen. Hier nun zusätzliche Ertragsperspektiven auch aus dem Hoteleigentum generieren zu können, stärkt unsere Diversifizierung abseits des operativen Hotelgeschäfts.“

Verkäufer des Le Méridien Stuttgart ist Union Investment. Über die wirtschaftlichen Details des Erwerbs wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart.

Beraten wurde MHP beim Erwerb des Hotels von der Kanzlei GSK Stockmann, München sowie von Sailler von Dall'Armi Pöschl & Partner Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwälte, München. Die rechtliche Begleitung von HWS erfolgte durch DLA Piper, Frankfurt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Budgetkette a&o kauft ein 31.000 Quadratmeter großes Bürogebäude nahe dem Berliner Checkpoint Charlie. Bis 2027 entsteht dort für 40 Millionen Euro das größte Hostel Europas mit 2.500 Betten.

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA ermittelt gegen die Hotelriesen Hilton, Marriott und IHG. Im Fokus steht der Verdacht auf Datenaustausch über die Analyseplattform STR von CoStar. Alle vier Unternehmen werden derzeit untersucht.

Ab Sommer 2026 erhebt Stuttgart eine Übernachtungssteuer von drei Euro pro Gast. Die Stadt erwartet dadurch jährliche Einnahmen von zehn Millionen Euro und setzt auf eine rein digitale Abwicklung für Hotels und Privatvermieter. Die Hotelbranche kritisiert die zusätzliche Kostenlast.

Starwood Hotels setzt unter der Leitung von Raul Leal auf ein kontrolliertes Wachstum. Mit Fokus auf Luxus, Nachhaltigkeit und die Integration von Wohnresidenzen plant die Gruppe bis 2028 zahlreiche internationale Neueröffnungen, ohne dabei die wirtschaftliche Rentabilität aus den Augen zu verlieren.

Der europäische Hotelinvestmentmarkt verzeichnete 2025 mit über 27 Milliarden Euro das stärkste Jahr seit 2019. Getrieben durch verbesserte Performance und günstigere Kreditbedingungen stiegen die Transaktionen europaweit um 23 Prozent, wobei auch der deutsche Markt ein deutliches Plus von 50 Prozent verbuchen konnte.

Die Münchener Arabella Hospitality expandiert nach Ibiza: Mit dem ersten Hotel-Management-Vertrag übernimmt die Gruppe das Ibiza Corso Hotel & Spa. Nach einer umfassenden Renovierung wird das Haus 2027 als Teil der Autograph Collection neu positioniert – inklusive des legendären Clubs Lio Ibiza.

Das Grandhotel Bad Pyrmont wechselt im Sanierungsprozess in ein Regelinsolvenzverfahren. Ein Insolvenzplan soll nun die hohen Mehrkosten beim Brandschutz auffangen und die baldige Wiedereröffnung des geschichtsträchtigen 150-Zimmer-Hauses ermöglichen.

Das ehemalige Renaissance Hotel in Düsseldorf-Mörsenbroich wird zwangsversteigert. Das Amtsgericht setzt den Verkehrswert für den seit 2019 leerstehenden Gebäudekomplex auf über 19 Millionen Euro an. Am 8. Mai 2026 entscheidet sich die Zukunft des markanten Standorts an der Münsterstraße.

Ruhige Nebensaison, neue Seenlandschaft, mehr Übernachtungen im Flughafen-Umfeld: Brandenburgs Tourismus bleibt aus Sicht der Branche stabil. Sorgen macht die Gastronomie.

Der Falkensteinerhof in Vals startet mit neuer 4-Sterne-Superior-Klassifizierung in die Wintersaison 2025/26. Neben baulichen Erweiterungen fokussiert das familiengeführte Haus auf ein geschärftes Kulinarik-Konzept und ergänzte Angebote für Familien.