Motel One ist mehr als vier Milliarden Euro wert

| Hotellerie Hotellerie

Die Motel One Group hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Rekordumsatz von 852 (Vj. 639) Millionen Euro abgeschlossen, was einen Anstieg von rund 33 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 64 Prozent auf 281 (Vj. 171) Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) hat sich zu 2022 nahezu verdoppelt und stieg auf 226 (Vj. 116) Millionen Euro an. Damit schließt die Motel One Group das erfolgreichste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte ab.

Sechs Hotels eröffnet, Wachstum auf 117 Hotels gesichert 

Das Standortnetz wuchs 2023 um sechs weitere Hotels auf nun 94 Hotels mit 26.470 Zimmern im operativen Betrieb. Noch im vierten Quartal wurde das erste The Cloud One Hotel in Deutschland in der Hamburger Altstadt eröffnet (Tageskarte berichtete). Insgesamt umfasst das vertraglich gesicherte Portfolio zum Jahresende 117 Hotels mit 32.177 Zimmern. Davon befinden sich aktuell 23 (Vj. 28) Hotels mit 5.707 (Vj. 7.040) Zimmern in der Entwicklung. Im vierten Quartal 2023 konnte die Motel One Group insgesamt vier Standorte in attraktiven Märkten sichern: zwei Projekte in Brüssel sowie jeweils eines in Nizza und Berlin.

35 Prozenz von Proprium Capital Partners 

Die One Hotels & Resorts GmbH hat als Mehrheitsgesellschafter der Motel One Group unter Führung des Gründers Dieter Müller den 35 Prozent des Finanzinvestors Proprium Capital Partners erworben. Das Closing erfolgte am 2. April 2024. Der Kaufpreis in Höhe von 1,25 Milliarden Euro impliziert einen Unternehmenswert von 4,1 Milliarden Euro. Proprium war als Minderheitsaktionär an der Motel One GmbH beteiligt und hatte seinen Anteil 2007 im Zuge einer Kapitalerhöhung erworben. Parallel zum Buyback erfolgt mit Wirkung zum 1. Januar 2024 eine Abspaltung der Immobilien vom operativen Geschäft, für welches mittelfristig der Börsengang geplant ist. 

Philipp Westermann, Partner & Head of Europe von Proprium Capital Partners: „Wir sind stolz ein deutsches Familienunternehmen über mehr als 15 Jahre auf seinem Weg begleitet zu haben. Heute agiert das Unternehmen global mit einem enormen Wachstumspotential.“

Dieter Müller, Gründer und Chairman der Motel One Group:  "Wir blicken auf eine erfolgreiche und langjährige Zusammenarbeit mit Proprium zurück. Der Buyback und die Abspaltung der Immobilien sind für Motel One wichtige Schritte zur Vorbereitung für den mittelfristig geplanten Börsengang".

Ausblick

Für 2024 rechnet die Motel One Group mit einem positiven Verlauf und weiter steigenden Erträgen. Es ist die Eröffnung von sieben neuen Hotels mit rund 1.800 Zimmern in Deutschland und Europa, darunter mit Prag und Düsseldorf zwei Hotels der neuen Marke "The Cloud One Hotels", geplant. Die starke Perfomance 2023 und die guten Anlaufphasen der neu eröffneten Hotels in Verbindung mit den robusten Finanzkennzahlen ermöglichen weiterhin gute Wachstums­chancen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.