Motel One mit Umsatzplus im dritten Quartal

| Hotellerie Hotellerie

Nach dem fast neun Monate dauernden Lockdown blickt die Motel One Group auf ein erfreuliches drittes Quartal mit steigender Auslastung und Umsatz: Dank der wieder anziehenden Nachfrage Reisender lag die Gesamtauslastung in den 79 Hotels bei rund 46 Prozent und damit deutlich über der Belegung des dritten Vorjahresquartals. So konnte ein Umsatz von 95 (Vorjahr 64) Millionen Euro und ein erstmals wieder nachhaltig positives EBITDA von 16 (Vj. 1) Millionen Euro erzielt werden. Damit ist der Re-Start gelungen. Zudem schlägt unter Berücksichtigung weiterer Covid-Hilfen in Höhe von 4 Millionen Euro auch ein ausgeglichenes Nettoergebnis in Höhe von 53 (Vj. -11) Millionen Euro zu Buche.

Trotz der soliden Zahlen des dritten Quartals wird der wirtschaftliche Schaden beim Year-to-Date Vergleich zu 2019 mehr als deutlich: Belief sich die Auslastung vor Corona noch auf 76 Prozent, fiel diese durch Reisebeschränkungen und Lockdown in 2021 auf lediglich 24 Prozent. Konnte in den ersten neun Monaten in 2019 noch ein Gewinn von 57 Millionen Euro erwirtschaftet werden, haben 2020 und 2021, trotz der staatlichen Hilfen, Ertragseinbußen von fast 210 Millionen Euro verursacht. Mit 137 (Vj. 184) Millionen Euro Umsatz musste Motel One 2021 ein negatives E-BITDA von 45 (Vj. -13) Millionen Euro und ein Net Result mit einem Verlust von 32 (Vj. -63) Millionen Euro hinnehmen. Staatliche Covid-Hilfen von 61 Millionen Euro sind bereits einbezogen.

Durch das positive Working Capital sowie stark reduzierte Re-Design-Maßnahmen konnte der operative Cash-Abfluss auf 26 (Vj. 81) Millionen Euro begrenzt werden. Zudem wurde das im Vorjahr gesicherte KfW-Darlehen in voller Höhe von 162 Millionen Euro abgerufen. Insgesamt erhöhten sich die liquiden Mittel damit seit Jahresbeginn um 198 (Vj. 61) Millionen Euro. Nach Investitionen in neue Hotelprojekte wuchs der Cash-Bestand in den ersten neun Monaten in 2021 um 160 (Vj. 26) Millionen Euro. Mit einem Cash-Bestand von 323 (Vj. 209) Millionen Euro verfügt Motel One über ein starkes Liquiditätspolster für die weitere Unternehmensentwicklung sowie mögliche Unwägbarkeiten der noch nicht ausgestandenen Pandemie.

Hoteleröffnungen in Nürnberg und Stuttgart

Im dritten Quartal eröffnet Motel One neue Häuser in Nürnberg und Stuttgart. Das neue Motel One Nürnberg-Hauptbahnhof befindet sich in der neugestalteten Hauptpost. Das 559 Zimmer umfassende Hotel steht ganz im Zeichen Albrecht Dürers und modernen Adaptionen seiner Kunst. Ein besonderes Highlight erwartet die Gäste mit der Cloud One Bar im 14. Stock: Hier bietet eine überdachte Loggia einladendes Lounge-Flair mit einem Blick über die Stadt.

Das neue Motel One Stuttgart-Hauptbahnhof liegt optimal angebunden für Durchreisende wie Besucher der Schwabenmetropole in unmittelbarer Nähe des namensgebenden Bahnhofs. Das Haus verfügt über 414 Zimmer und setzt bei Innen- wie Farbgestaltung auf einen Mix von Urbanität gepaart mit Anklängen an die Natur des Stuttgarter Umlands. Die One Lounge bietet neben zahlreichen Workbenches auch einen Meetingraum, während die großzügige nach innen liegende Terrasse mit viel Grün zur Erholung inmitten des Großstadttrubels einlädt.

Gewinn von Red Dot Award

Die mobile App von Motel One wurde in insgesamt vier Kategorien mit dem renommierten Red Dot Award 2021 für den „Mobile Travel Companion“ ausgezeichnet. Der international renommierte Award ist ein begehrtes Siegel für Produkte mit hoher Designqualität und dokumentiert die weltweit prägnantesten Trends. Die gemeinsam mit SinnerSchrader Swipe entwickelte App überzeugt durch exzellentes Interface und User-Experience-Design und setzt im Segment „Travel & Tourism“ neue Maßstäbe. Ziel war es, die digitale Customer Journey weiterzuentwickeln, um Gästen mehr als nur eine Buchungsplattform anzubieten.

Vor drei Jahren startete das Membership-Programm beOne, das mit seinem nunmehr 700.000sten Mitglied als Erfolg verbucht werden kann. Die hohe Anzahl an Registrierungen zeigt, dass das Benefit-Programm die Erwartungen der Gäste erfüllt. Ab Juni können sich alle beOne Member per One-Click-Book europaweit in allen Häusern dauerhaft mit dem Motel One WLAN verbinden. Dies spart Gästen das Einloggen bei Ankunft, dem sofortigen Surf-Vergnügen steht nichts mehr im Wege.

Ausblick

Mit einer Auslastung von 57 Prozent im September und Anzeichen für eine anhaltende Erholung der Nachfrage im Oktober blickt Motel One zuversichtlich in das Jahresendquartal. Die ersten großen Messen des Jahres, wie die IAA, Expo Real oder Anuga, haben gezeigt, dass auch Business-Kunden wieder reisen wollen.

Besorgt blickt Motel One auf die wieder steigenden Corona-Inzidenzen. Aufgrund der hohen Impfquote wird ein neuerlicher Lockdown hoffentlich nicht kommen. Eine bedauerliche Auswirkung hat die Pandemie personell auf die Hotellerie: Durch Lockdown und Kurzarbeit haben viele Angestellte die Branche gewechselt, sodass die Suche nach neuen Mitarbeitern eine große Herausforderung in der nun wiederbelebten Hotelwelt ist. Motel One hat deswegen bereits Maßnahmen eingeleitet, um durch Coronaboni, Weiterbildungen, Flexibilität hinsichtlich Arbeitszeiten und Standorten ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben.

Nachdem im Sommer der Markteintritt in den USA stattfand, konnte im Oktober mit dem Motel One Kopenhagen auch der erste Schritt nach Skandinavien gemacht werden. Das übernommene Bestandshotel in der Innenstadt Kopenhagens verschafft Präsenz in einer der spannendsten Städte Europas. Mit dieser Ausgangslage geht Motel One positiv gestimmt in den Jahresendspurt. Im vierten Quartal wird das Motel One Aachen eröffnet, welches das Hotelnetzwerk in Deutschland um einen weiteren Standort bereichert. Insgesamt ist das Wachstum auf 106 (Vj. 102) Hotels vertraglich gesichert.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Microsoft berichtet über erneute Cyberangriffe über Hotelnetzwerke. Die Angreifer nutzten vermeintliche Aktualisierungen und Anmeldeaufforderungen, um Schadsoftware zu verbreiten und Zugang zu Konten zu erlangen.

Travel + Leisure Co. und Wyndham erweitern ihre Zusammenarbeit, um klassische Hotels unter der Marke Sports Illustrated Resorts zu entwickeln. Für Chicago, Baton Rouge und Tuscaloosa nennt eine Mitteilung geplante Projektabschlüsse beziehungsweise Eröffnungen für 2027 und 2028.

Die Gelder der Betreiber-GmbH des ehemaligen Hilton-Hotels in Frankfurt-Gravenbruch bleiben eingefroren. Das Verwaltungsgericht Köln hat entschieden, dass auch die Bestellung eines starken vorläufigen Insolvenzverwalters daran nichts ändere.

Motel One und B&B Hotels erhalten im Treugast Rating 2026 erneut die Bestnote AAA. Odyssey Hotel Group steigt mit BBB ein, während Premier Inn und travdo ausgezeichnet werden.

Die Investmentgesellschaft Ardian und die Wohnplattform Rockfield haben eine Mehrheitsbeteiligung an dem Hybridhotel The Social Hub in Berlin am Alexanderplatz erworben. Die Transaktion markiert den ersten Schritt der neuen Wachstumsstrategie.

Stayery expandiert nach Österreich und realisiert gemeinsam mit der Real-Treuhand Immobilien ein neues Haus in Wien. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Anfang 2030 vorgesehen.

Wenn Prozesse digitalisiert und automatisiert werden, muss dies immer mit einem finanziellen ROI einhergehen, sagt Lukas Fritschi, CEO von b_smart hospitality in einer neuen Folge des HotelPartner-Podcasts „AUSGEBUCHT!“. Wie das insbesondere auch Hotels in B-Lagen gelingen kann und welche Balance dabei wichtig ist, lesen Sie im Beitrag – oder hören Sie im Gespräch mit Host Oliver Meyer.

Die IHG-Marke Ruby hat mit dem Ruby Lilou ihr erstes Hotel in Frankreich eröffnet. Das Haus in Marseille verfügt über 237 Zimmer und wird gemeinsam mit dem neuen Ruby Yani Workspace betrieben.

Novum Hospitality weist für 2025 Gesamterlöse von 450,9 Millionen Euro aus, 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Zugleich integrierte die Hotelgruppe 40 Bestandshotels in die IHG-Systeme und sicherte acht Neubauprojekte.

Likestay erweitert sein Portfolio um zwei gepachtete Hotels auf rund 250 Zimmer. In Bochum übernimmt die Marke den Betrieb des bisherigen Wald & Golfhotels Lottental aus der Insolvenz, in Regensburg das bisherige Atrium im Park Hotel.