Munich Hotel Partners erwerben Swissôtel in Basel und machen daraus ein Marriott Hotel

| Hotellerie Hotellerie

Noch vor ihrer geplanten Börsennotierung hat die Munich Hotel Partners GmbH (MHP) einen wichtigen Wachstumsschritt realisiert. Zusammen mit dem US-amerikanischen Private Equity-Unternehmen H.I.G Capital erwarb MHP eine Hotelimmobilie in Basel und schloss im Rahmen des Joint Venture einen langfristigen Managementvertrag für den Hotelbetrieb ab. Aus dem bisherigen Swissôtel Basel wird zukünftig das „Marriott Hotel Basel“.

Durch die Übernahme eines Minderheitsanteils an der Liegenschaft geht MHP erstmals ein Co-Investment am Hotelimmobilienmarkt ein. Das Unternehmen erweitert damit sein Geschäftsmodell. Ursprünglich fokussierte sich MHP auf das Management von Hotels im Besitz institutioneller Investoren und fungiert als Franchisepartner von Marriott International. Das Rebranding zu Marriott Hotels erfolgt nach einer Renovierung in den kommenden Monaten.

Das Hotel zwischen Badischen Bahnhof und historischer Altstadt wurde 1984 eröffnet und verfügt über 238 Zimmer. Seit November 2020 ist das Hotel geschlossen. Über die wirtschaftlichen Details des Erwerbs wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart.

„Das künftige Marriott Hotel Basel halten wir für ein Juwel. Gemeinsam mit H.I.G werden wir im Rahmen des Markenwechsels mehrere Millionen Schweizer Franken in die Modernisierung des Hotels investieren, um es unter einem Franchisevertrag mit Marriott International neu am lokalen und internationalen Hotelmarkt zu positionieren“, kommentiert MHP-Geschäftsführer Dr. Jörg Frehse.

„Unsere Hotelgruppe ist trotz der Herausforderungen durch Corona operativ und finanziell sehr solide aufgestellt, um speziell im Premium-Segment zu expandieren“, ergänzt MHP-Geschäftsführer Ralf Selke. „Neben der Fortführung des bisherigen Wachstums in Partnerschaft mit institutionellen Hotelinvestoren wollen wir uns zukünftig verstärkt auch über Co-Investments am Hotelimmobilienmarkt engagieren.“

Die Transaktion ist Bestandteil der Expansionsstrategie von MHP, die auf der Kapitalseite durch die geplante Börsennotierung der Gesellschaft unterstützt und abgesichert wird. Wie am 9. Juni 2021 bekanntgegeben, ist dazu vorgesehen, sämtliche Anteile an der MHP GmbH in die Lifespot Capital AG, München, einzubringen, die bereits im Münchner Freiverkehr notiert ist. Den Planungen zufolge soll dieser „Reverse IPO“ bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die MHP Hotel AG plant die Eröffnung eines neuen Hotels der Autograph Collection in Düsseldorf. Das neue Hotel soll bis zum Jahr 2029 in einem historischen Gebäudeensemble an der Kasernenstraße nahe der Königsallee realisiert werden.

Ein Jahr nach dem Markteintritt in der Schweiz zieht das Mama Shelter Zurich eine erste Bilanz. Gefeiert wird das Jubiläum veranstaltet am 1. August mit einem Brunch und einer Abendveranstaltung auf der Dachterrasse.

Swissôtel hat den Modedesigner Peet Dullaert als ersten Preisträger des New Crafts Awards bekannt gegeben. Die neue Auszeichnung entsteht aus einer Partnerschaft zwischen Accor und der Fédération de la Haute Couture et de la Mode.

Im Investorenprozess der insolventen Revo Hospitality Group nennen die Sanierer erstmals mehrere Unternehmen, die Hotels aus dem Portfolio übernehmen sollen. Neben bereits bekannten Transaktionen werden unter anderem Prism, Israel Canada Hotels, Leonardo Hotels und B&B Hotels genannt. Ein weiterer Investor bleibt vorerst ungenannt.

Accor plant einen deutlichen Ausbau seines Hotelgeschäfts in China. Der Konzern will die Zahl seiner Häuser in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf 1.600 erhöhen und setzt dabei auf neue Luxusprojekte sowie den Ausbau bestehender Partnerschaften.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben von Colliers ein Transaktionsvolumen von rund 625 Millionen Euro erreicht. Investoren richten ihren Blick dabei zunehmend auf die Qualität der Betreiber und die Ausgestaltung der Vertragsstrukturen.

Townscape hat die Baugenehmigung für ein Serviced-Apartment-Projekt in Berlin-Kreuzberg erhalten. Die numa group steht bereits als Mieter fest. Geplant sind 114 Serviced Apartments sowie Gewerbe- und Co-Working-Flächen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.

Die geplante Übernahme der britisch-niederländischen Hotelgruppe PPHE Hotel Group durch die israelische Fattal Hotel Group ist gescheitert. Grund ist der Widerstand des größten PPHE-Aktionärs Euro Plaza Holdings. Das teilte PPHE im Rahmen seines laufenden strategischen Prüfprozesses mit.

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.