Nach Dorint-Intervention: Kölner Hotels dürfen unter Auflagen wieder öffnen

| Hotellerie Hotellerie

Nachdem die Dorint-Gruppe vor das Verwaltungsgericht gezogen war, rückt die Stadt Köln  von ihrer strengen Verfügung zu Hotelschließungen wegen der Corona-Krise ab. Hotels in der Domstadt dürfen wieder für Geschäftsreisende öffnen.

Die Dorint-Hotels hatten vor dem Verwaltungsgericht eine Lockerung der Hotelschließungen gefordert. Diesem Ansinnen ist die Stadtverwaltung nun ohne Entscheidung des Gerichts nachgekommen. Diese Einigung über die Aufhebung des Verbots, Hotels in Köln weiter zu betreiben, teilte die Stadt gestern dem Kölner Verwaltungsgericht schriftlich mit. Das Gericht hält damit die Angelegenheit für erledigt. Alle Hotels in Köln können ihre Unterkünfte wieder öffnen. So auch die Hotels der Dorint GmbH am Heumarkt, an der Messe und in Junkersdorf. Eine touristische Nutzung bleibt weiterhin aufgrund der bestehenden Verordnung des Landes Nordrhein-Westfalen allerdings untersagt. Die Dorint-Hotels wollen nun auch ihr Programm  umsetzen und Zimmer als „Homeoffice“ anbieten.

Dirk Iserlohe, Eigentümer und Aufsichtsratsvorsitzender von Dorint freut sich über die Entscheidung der Stadt Köln, das Verbot des Hotelbetriebes in Köln wieder aufzuheben. Nun können die Hotels doch wieder Gäste beherbergen, die dringend in Köln ein Hotel suchen. 

Die Grundlage für die Entscheidung der Stadt Köln ist die Verordnung des Landes NRW vom 20.03.2020, Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, die in § 13 beinhaltet, dass „die Bestimmungen dieser Verordnung gehen widersprechenden und inhaltsgleichen Allgemeinverfügungen der nach dem Landesrecht für Schutzmaßnahmen nach § 28 Absatz 1 des Infektions-schutzgesetzes zuständigen Behörden vor.“ Im Folgesatz weißt die Landesverordnung darauf hin, dass ein Verfügung nach § 28 Abs 1 IfSG nur im konkreten Fall der Störung - also einer Infizierung am Ort - verfügt werden kann. „Wir sind sehr glücklich, dass heute das Land NRW bestätigt hat, dass das Verbot der touristischen Leistung also eine Präventivschutzmaßnahme nach § 16 IfSG ist und entschädigungsfähig ist“ freut sich Dirk Iserlohe über die Entscheidung der Stadt Köln. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das unter Denkmalschutz stehende IFA Fehmarn Hotel & Ferien-Centrum wird bei laufendem Betrieb modernisiert. Die Maßnahmen umfassen öffentliche Bereiche sowie Zimmer und Apartments und sollen den architektonischen Charakter des Standorts bewahren.

In Bayreuth ist es laut Polizei zu mehr als 100 auffälligen Hotelbuchungen über ein Online-Portal gekommen. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts des Betrugs.

Patrizia hat für das Holiday Inn Express in Augsburg einen neuen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen. Die The Chocolate on the Pillow Group übernimmt den Betrieb des Hotels mit 136 Zimmern.

Der Mainzer Stadtrat hat die Einführung einer Bettensteuer beschlossen. Kurz vor der Abstimmung hatte der DEHOGA Rheinland-Pfalz erneut versucht, die Entscheidung zu stoppen und für einen Gästebeitrag geworben.

Das aktuelle „mrp hotels quarterly“ sieht aktives Asset Management als zentrale Steuerungsfunktion für Hotelimmobilien. Vertreter aus Finanzwirtschaft und Hotellerie diskutierten steigende Kosten, veränderte Nachfrage und Unterschiede zwischen den Hotelsegmenten.

Marriott International meldet für das erste Quartal 2026 ein RevPAR-Wachstum von 4,2 Prozent und eine Rekord-Pipeline von fast 618.000 Zimmern. Trotz steigender Managementgebühren sank der Nettogewinn leicht auf 648 Millionen US-Dollar.

Novum Hospitality eröffnet mit dem Holiday Inn – the niu Quay in Hamburg-Harburg sein erstes Hotelprojekt in der kombinierten Rolle als Eigentümer und Betreiber. Das Haus umfasst 166 Zimmer und ist Teil des Projekts Aqua²dock am Harburger Binnenhafen.

Klarna und Minor Hotels kooperieren ab sofort in 13 europäischen Ländern, um Reisenden flexible Zahlungsmodelle anzubieten. Kunden können Hotelbuchungen künftig sofort oder in zinsfreien Raten begleichen.

Das Romantik Hotel Zell am See nimmt am 13. Mai nach umfassenden Renovierungsarbeiten den Betrieb für die Frühjahrssaison wieder auf. Die Umbaumaßnahmen betrafen vor allem die Optik und Ausstattung des Vier-Sterne-Hauses.

Das Hotel Taschenbergpalais Kempinski Dresden verzeichnet seit der Wiedereröffnung im Februar 2024 insgesamt 14.000 Gäste im Veranstaltungsbereich. Das Haus setzt bei seinem Angebot auf eine Kombination aus historischen Räumlichkeiten und regionalen Ausflugszielen.