Nach Hotelzimmerbrand in Essen wird fahrlässige Brandstiftung vermutet

| Hotellerie Hotellerie

Nach dem schweren Zimmerbrand in einem Hotel in Essen (Tageskarte berichtete), aus dem eine 33-Jährige und ein 32-Jähriger durch Hotelgäste, Feuerwehr und Polizei gerettet werden konnten, ermittelt die Kriminalpolizei.

Nach der Begutachtung des Brandortes durch einen Brandsachverständigen kann laut Polizei ein technischer Defekt als Brandursache ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund ermittelt die Polizei nun wegen fahrlässiger Brandstiftung, wie die Behörde am Freitag mitteilte
In dem Hotel hatten sich dramatische Szenen abgespielt: Auf dem Hotelflur vor dem betroffenen Zimmer traf ein Polizeibeamter auf einen 54-Jährigen, der bereits versuchte, gewaltsam die Zimmertür zu öffnen. Aus dem Zimmer vernahmen sie laute Schreie mehrerer Personen.

Doch auch zusammen schafften sie es nicht, die Zimmertür zu öffnen. Über ein Vordach gelang es ihnen dann, ein gekipptes Fenster des Zimmers zu erreichen und dieses komplett zu entriegeln. Mithilfe mehrerer Feuerlöscher gelang es dem Polizisten, die Flammen einzudämmen. Aufgrund der starken Hitzeentwicklung verletzte sich der 28-jährige Beamte beim Öffnen des Fensters leicht.

Eine 33-Jährige lief auf das geöffnete Fenster zu und konnte durch die beiden Männer aus dem Zimmer gezogen werden. Um der orientierungslosen Frau den Weg zum Fenster zu zeigen, nutzte der Polizist seine Taschenlampe, lehnte sich in das Zimmer und erleuchtete den Boden. Die schwerverletzte 33-jährige Essenerin teilte dem Beamten noch mit, dass sich eine weitere Person im Zimmer aufhält, ehe sie durch weitere couragierte Hotelgäste in das nicht betroffene Nebenzimmer gebracht wurde.

Sofort eilte ein Feuerwehrmann in das stark verrauchte Zimmer, entdeckte den 32-jährigen Mann und brachte ihn zum Fenster, wo er von dem Polizisten entgegengenommen wurde. Die beiden geretteten Personen wurden in ein naheliegendes Krankenhaus transportiert.
 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Marriott International blickt auf ein wachstumsstarkes Jahr 2025 in der EMEA-Region zurück. Mit über 230 neuen Verträgen und einem Fokus auf Luxusobjekte, Markenresidenzen sowie das mittlere Preissegment, festigt der Konzern seine Präsenz in der Region.

Die Radisson Hotel Group kündigt das neue Radisson Blu Hotel & Conference Centre in Salzburg an. Durch eine Konversion entsteht bis Mitte 2026 in Kooperation mit der GCH Hotel Group ein Tagungshotel mit über 1.700 Quadratmetern Eventfläche nahe dem Hauptbahnhof.

Die Radisson Hotel Group debütiert in Neuseeland: Das neu eröffnete Radisson RED Auckland setzt im Herzen des Kunstviertels auf theatralisches Design und verfügt über die landesweit größte Dachterrasse.

Die The Chocolate on the Pillow Group schließt das Rebranding in Hannover ab: Nach einer Investition von 4 Millionen Euro wurde das ehemalige Ghotel als Four Points Flex by Sheraton neu eröffnet.

Die GCH Hotel Group übernimmt das Management des markanten Pyramiden-Hotels in Fürth. Ab März 2026 firmiert das Haus unter der Marke Radisson Individuals und setzt auf eine Verbindung von eigenständiger Architektur und internationalem Vertrieb.

Die tschechische Region Liberec kauft für rund 7,5 Millionen Euro das ikonische Bauwerk auf dem Ještěd. Der Deal umfasst neben dem markanten Fernsehturm auch das geschichtsträchtige Berghotel und Restaurant, deren Erhalt und Sanierung nun durch die öffentliche Hand gesichert werden.

Der Europa-Park baut seine Marktführerschaft in der deutschen Freizeitgastronomie weiter aus. Bei der Wasserwelt Rulantica soll ein siebtes Hotel mit 350 Betten entstehen. Während die Auslastung der bestehenden Häuser Rekordwerte erreicht, rücken bei der neuen Erweiterung vor allem Nachhaltigkeit und ein neues Verkehrskonzept in den Fokus der Planer.

Strategische Erweiterung in der Rhön: Die Ritter von Kempski Group übernimmt die renommierte Fachklinik Dr. von Weckbecker. Mit Millioneninvestitionen und einem Fokus auf präventive Medizin soll der Standort Bad Brückenau zukunftssicher aufgestellt werden.

Das Hilton Berlin am Gendarmenmarkt schließt einen weiteren Abschnitt seiner Modernisierung ab. Das Haus eröffnet in seiner markanten Glaskuppel die „Beletage“ sowie eine neu gestaltete Executive Lounge. 

Urlaub an der Nordseeküste, auf den Ostfriesischen Inseln und in der Lüneburger Heide: Die Zahl der Gäste und Übernachtungen übertrifft erstmals das Vor-Corona-Niveau.