Nachbau geplant: Jagdschloss „Hohe Sonne“ wird abgerissen

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Das Jagdschloss „Hohe Sonne“ bei Eisenach steht seit 38 Jahren leer. Jetzt soll die Ruine abgerissen werden, nachdem die Stadt den Abriss genehmigt hat. Doch es gibt Hoffnung für das ehemalige Ausflugsziel: Ein Unternehmer plant, einen Teil des Barockschlosses wieder aufzubauen und in seinen geplanten Hotel- und Gastronomiebetrieb zu integrieren.

Dirk Bodes, der geschäftsführende Gesellschafter der "rebo consult ingenieurgesellschaft" mit Sitz in Unterbreizbach, hat das Grundstück inklusive der Immobilie vor fünf Jahren erworben. Aktuell entsteht direkt neben der baufälligen Ruine ein Hotel- und Gastronomiebetrieb mit großem Biergarten, 28 Hotelzimmern und einem Tagungsraum für sechs Millionen Euro. Doch das ist erst der erste Schritt. Wie der „MDR“ berichtet, plant Bodes im zweiten Schritt den Nachbau des Mittelschiffs des Barockschlosses. „Wir sind bemüht, das Mittelschiff in der Form, wie es hier vorzufinden ist, nachzubauen. Ich denke, dass wir dann zumindest einen ordentlichen Ersatzbau haben und die Erinnerung an das Schloss bleibt“, äußerte sich der Unternehmer gegenüber dem „MDR“. Das originale Türmchen soll sich der Eigentümer vor Jahren gesichert haben.

Der Plan sieht vor, den Nachbau des Mittelteils durch moderne seitliche Anbauten mit Flachdach sowie einen rückwärtigen Anbau im Bauhausstil zu ergänzen. Während hier Appartements untergebracht sein sollen, sind im Untergeschoss Wellness, Sauna, Fitnessraum und Schwimmbad geplant. Der Schloss-Nachbau soll zum Haupteingang des Hotels werden. Ein unterirdischer Gang soll das Hotel mit dem benachbarten Restaurant verbinden. Insgesamt sollen 70 bis 80 Hotelzimmer entstehen. Man wolle „eine ordentliche Qualität liefern“, so Bodes gegenüber „MDR“, „aber wir wollen hier kein abgehobenes Hotel bauen“.

Baubürgermeister Christoph Ihling (CDU) zeigt sich zuversichtlich und bestätigt gegenüber dem „MDR“, dass der Stadt bereits eine Entwurfsplanung vorliegt. Doch bevor die Arbeiten starten können, muss die Finanzierung stehen. Dirk Bodes hofft, dass sein Vorhaben durch Fördermittel unterstützt wird. Die geschätzte Summe soll sich laut Bericht auf vier bis fünf Millionen Euro belaufen.


 

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