Neun neue Mitglieder für Relais & Châteaux

| Hotellerie Hotellerie

Die Vereinigung Relais & Châteaux baut ihre globale Präsenz weiter aus. Wie die Organisation bekanntgab, haben sich neun neue Häuser dem Verbund angeschlossen. Die Neuzugänge verteilen sich auf die Destinationen Türkei, Frankreich, USA, Mexiko sowie Belize. Laut Laurent Gardinier, Präsident von Relais & Châteaux, verbinde die neuen Mitglieder eine gemeinsame Vision von Gastfreundschaft und ein Engagement für Nachhaltigkeit sowie kulturelle Vielfalt.

Neue Standorte in Nordamerika und der Karibik

In den Vereinigten Staaten verzeichnet die Vereinigung drei Neuzugänge in unterschiedlichen Regionen. Im Bundesstaat Georgia hat sich das Quercus in Gay angeschlossen. Das für Erwachsene reservierte Resort umfasst ein Areal von 1.600 Hektar und verfügt über vier Bungalows, die im Stil historischer Pionierhütten errichtet wurden. Laut den vorliegenden Informationen setzt das Haus auf biodynamischen Anbau im eigenen Garten und bietet Aktivitäten wie Fliegenfischen und Kajakfahren an.

In Arizona ergänzt das Castle Hot Springs in Morristown das Portfolio. Das Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Anwesen nutzt mineralhaltiges Thermalwasser, das in drei Becken mit unterschiedlichen Temperaturen fließt. In Colorado wurde das Lumière by Dunton in Telluride aufgenommen. Die Residenz in den Rocky Mountains verfügt über 18 Apartments und Penthäuser und ist als Ski-In/Ski-Out-Hotel direkt an den Pisten positioniert.

In Mittelamerika ist die Vereinigung erstmals in Belize vertreten. Das Prana Maya Island Resort befindet sich auf der Privatinsel Placencia Caye am zweitgrößten Korallenriff der Welt. Die Anlage umfasst 17 Suiten und Villen, die regionale Handwerkskunst mit modernem Komfort verbinden.

Zuwachs in Mexiko und der Türkei

In Mexiko sind zwei neue Häuser Teil des Netzwerks geworden. In Mexiko-Stadt befindet sich das El Cortés, ein im Jahr 1915 errichtetes Jugendstilgebäude im Viertel Roma Norte mit 15 Zimmern. An der Küste von Tulum wurde das Jashita Tulum aufgenommen. Das ehemalige Strandhaus wird von einer italienischen Familie geführt und bietet 31 Zimmer sowie ein Wellness-Zentrum direkt am Meer.

In der westtürkischen Region bei Izmir ist das KeyUrla neu beigetreten. Die Architektur der 24 Villen orientiert sich an einem traditionellen anatolischen Dorf. Das Resort ist in eine Landschaft aus Weinbergen und Olivenhainen eingebettet und verfügt über ein Restaurant, das sich auf ägäische Küche konzentriert.

Tradition und Modernisierung in Europa

In Frankreich gibt es zwei prominente Neuzugänge. In Megève eröffnet das Hôtel Saint-Georges nach einer Renovierung unter der gestalterischen Leitung von Luke Edward Hall neu. Das Haus liegt in unmittelbarer Nähe zur Rue Charles Feige und setzt auf eine Verbindung von savoyardischem Stil und britischen Designelementen.

In Obernai im Elsass gehört nun das La Fourchette des Ducs zur Vereinigung. Das Gebäude wurde vor rund einhundert Jahren von Ettore Bugatti in Auftrag gegeben. Heute beherbergt es ein mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnetes Restaurant unter der Leitung von Nicolas Stamm-Corby und Serge Schaal. Der Weinkeller des Hauses umfasst laut Angaben des Betriebs rund 3.000 Referenzen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

1912 Hotels übernimmt zum 1. März 2026 den Betrieb des Hotel Millennium Park in Lustenau. Neben einer neuen Markenstrategie steht die Stärkung des Geschäftsreise- und Tagungssegments in der Vier-Länder-Region im Fokus der Neuausrichtung.

Die Maritim Hotelgruppe steigert ihren weltweiten Umsatz auf 468,4 Millionen Euro, verzeichnet jedoch aufgrund massiver Investitionen in die Digitalisierung und gestiegener Tarifkosten einen Rückgang beim Betriebsergebnis. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes setzt das Familienunternehmen auf nachhaltiges Wachstum und technologische Modernisierung.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat eine grundlegende Entscheidung zur Rechtsverbindlichkeit von Hotelreservierungen getroffen. Die Anfrage nach freien Zimmerkapazitäten ohne Kenntnis der konkreten Preise stellt kein rechtsverbindliches Angebot zum Abschluss eines Beherbergungsvertrages dar. Die Schadensersatzforderungen eines Hotelbetriebs in Höhe von über 10.000 Euro wurden abgewiesen.

Ein ehemaliges Bürogebäude am Checkpoint Charlie wird für 40 Millionen Euro zum größten Hostel Europas umgebaut. Hinter dem Projekt steht die 500-Millionen-Euro-Wachstumsstrategie der a&o-Eigentümer.

Auf der ITB Berlin 2026 präsentieren die Plaza Hotelgroup und Neura Robotics den humanoiden Roboter 4NE1. Die Kooperation soll zeigen, wie autonome Systeme künftig das Hotelpersonal an der Rezeption und im Service unterstützen können, um dem Fachkräftemangel in der Branche zu begegnen.

Sachsen-Anhalt zieht Bilanz: Trotz eines leichten Rückgangs bei den Übernachtungen präsentieren sich die Gästezahlen 2025 stabil. Während der Harz seine Spitzenposition verteidigt, setzen neue Großprojekte wie die Eröffnung des Stiftsbergs in Quedlinburg Impulse für das Reisejahr 2026.

Der Bundesgerichtshof hebt ein Urteil im Streit zwischen dem Hotel Wikingerhof und Booking.com auf. Beanstandet werden unter anderem Rabattdarstellung, Umgang mit Gästedaten und Provisionsmodelle.

Die Budgetkette a&o kauft ein 31.000 Quadratmeter großes Bürogebäude nahe dem Berliner Checkpoint Charlie. Bis 2027 entsteht dort für 40 Millionen Euro das größte Hostel Europas mit 2.500 Betten.

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA ermittelt gegen die Hotelriesen Hilton, Marriott und IHG. Im Fokus steht der Verdacht auf Datenaustausch über die Analyseplattform STR von CoStar. Alle vier Unternehmen werden derzeit untersucht.

Ab Sommer 2026 erhebt Stuttgart eine Übernachtungssteuer von drei Euro pro Gast. Die Stadt erwartet dadurch jährliche Einnahmen von zehn Millionen Euro und setzt auf eine rein digitale Abwicklung für Hotels und Privatvermieter. Die Hotelbranche kritisiert die zusätzliche Kostenlast.