New York verliert durch Corona ein Drittel der Hotelzimmer

| Hotellerie Hotellerie

Die Corona-Pandemie hat drastische Auswirkungen auf die Hotelbranche in New York. 

Laut Daten des Department of City Planning wurden bereits 146 Hotels mit rund 42.000 Zimmern geschlossen. Dies entspricht etwa einem Drittel aller Hotelzimmer in der Stadt, wie nun die Boulevardzeitung New York Post errechnet hat. Laut Analyse wird sich die Branche bis 2025 nicht vollständig davon erholen können.

Der Chef der New York City Hotel Association sagte, dass die Depression der Branche schlimmer sei, als von der Stadt offiziell dargestellt: "Wir haben jeden Tag Hotels, die schließen müssen", sagte Vijay Dandapani. Die Zahlen der Stadt beruhten hingegen auf veralteten Steuerdaten. Viele Hotels der Stadt stünden vor einer gewaltigen Liquiditätskrise und dadurch seien nicht in der Lage, Steuerschulden und Hypothekenzahlungen zu begleichen
 

Um die Hoteliers zu unterstützen, hat der Verband eine Kampagne gestartet. Diese soll Bürgermeister Bill de Blasio davon überzeugen, die Zinsstrafe für Hotels, die ihre Grundsteuerrechnungen nicht bezahlen können, zu erlassen oder zu reduzieren.

Währenddesen arbeitet die Verwaltung weiter an  einer Änderung des Flächennutzungsgesetzes der Stadt. Dieses würde es erforderlich machen, dass alle neu geplanten Hotels eine Flächennutzungsprüfung durchlaufen, um eine Sondergenehmigung für den Betrieb zu erhalten. Angesichts der Krise in der Hotelbranche sei die Änderung der Zoneneinteilung ein großes Problem, erklärte Dandapani: "Ich weiß nicht, welche Person bei klarem Verstand derzeit ein neues Hotel in der Stadt eröffnen würde", so der Chef der Hotel Association.

Die Maßnahme wird hingegen vom Hotel Trades Council (HTC) unterstützt. Auch der Bürgermeister ist davon überzeugt: "Wir haben so viel Entwicklung in unserer Stadt und einige Arten haben unverhältnismäßige Auswirkungen auf Gemeinden. Wenn ein Hotel gebaut wird, bedeutet das viel mehr Aktivität, mehr Autoverkehr, mehr Leute, die im Hotel übernachten. Das hat andere Auswirkungen als zum Beispiel ein Wohngebäude", sagte de Blasio.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die irische Hotelmarke The Dean expandiert weiter auf dem deutschen Markt und eröffnet ein neues Haus im Münchner Westend. Das Hotel kombiniert ein vom bayerischen Jugendstil inspiriertes Design mit einem modernen japanischen Gastronomiekonzept.

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.

Der Badische Hof in Baden-Baden nimmt den Betrieb unter der Marke Leonardo Limited Edition wieder auf. Nach einer ersten Phase im Juli folgt im Herbst das offizielle Grand Opening.

Premier Inn baut ihre barrierefreien Angebote aus und treibt die Zertifizierung ihrer Standorte nach dem Standard Reisen für Alle voran. Zudem investiert das Unternehmen in die Inklusion am Arbeitsplatz.

Die Achat Hotels strukturieren ihr Geschäftsmodell um und setzen künftig verstärkt auf Businessgäste. Zudem erhalten die Hoteldirektoren mehr Eigenverantwortung und die IT-Systeme wurden zentralisiert.

In Köln-Deutz soll auf einer Grünfläche ein bis zu 60 Meter hohes Hotel- und Bürogebäude entstehen. Nach einem Bericht des WDR formieren sich dagegen Anwohner und Teile der Kommunalpolitik.