NH Hotel Group mit mehr Umsatz als vor der Pandemie

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Die NH Hotel Group erwirtschaftete 2022 einen Umsatz von 1,76 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor waren es 834 Millionen Euro, 2019 1,72 Milliarden Euro. Damit setzte NH in 2022 erstmals wieder mehr um als im letzten vollen Geschäftsjahr vor der Pandemie. Nach Quartalen aufgeschlüsselt, stieg der Umsatz von 234 Millionen Euro im ersten Quartal auf 509 Millionen Euro im zweiten, 516 Millionen Euro im dritten und 501 Millionen Euro im vierten Quartal.

Die Preisstrategie und die Kostenkontrolle führten zu einem ausgewiesenen EBITDA von 519 Millionen Euro, was 94 Prozent des Wertes für 2019 entspricht und sich vollständig durch die negativen Auswirkungen im ersten Quartal erklärt. Ohne die Auswirkungen von IFRS 16 erreichte das EBITDA 250 Millionen Euro und lag damit zwischen April und Dezember um 11,5 Prozent über dem Wert des gleichen Zeitraums von 2019.

Die deutliche Erholung bei Umsatz und EBITDA ermöglichte es der NH Hotel Group, im Jahr 2022 einen auflaufenden Nettogewinn von 76 Millionen Euro zu erzielen, das erste positive Jahresergebnis seit 2019. Lässt man den Omikron-Effekt im ersten Quartal außer Acht, so belief sich der Gewinn zwischen April und Dezember 2022 auf 156 Millionen Euro was 35 Millionen Euro oder 29 Prozent über dem im gleichen Zeitraum 2019 ausgewiesenen Gewinn liegt. Einschließlich der Kapitalgewinne aus Asset-Transaktionen erreichte der Gesamtnettogewinn im Jahr 2022 100 Millionen Euro und lag damit über den 90 Millionen Euro des Jahres 2019.

Schuldenabbau

NH hat seine Finanzverschuldung von 568 Millionen Euro zum Jahresende 2021 auf 308 Millionen Euro zum 31. Dezember 2022 reduziert. Diese Verringerung um 260 Millionen Euro ist auf den soliden operativem Cashflow und die Erlöse aus den im Laufe des Jahres durchgeführten Asset-Rotation-Transaktionen (68 Millionen Euro) zurückzuführen. Die Liquiditätslage der Gruppe hat es ihr ermöglicht, den 2021 begonnenen Schuldenabbau fortzusetzen; insbesondere hat sie 2022 200 Millionen Euro des während der Pandemie unterzeichneten staatlich garantierten Kredits von 250 Millionen Euro zurückgezahlt. Darüber hinaus hat das Unternehmen im Januar 2023 die verbleibenden 50 Millionen Euro des Konsortialkredits zurückgezahlt, sodass der Anteil der variabel verzinslichen Schulden von 47 Prozent auf 25 Prozent gesunken ist, was eine zusätzliche Stärke im Falle eines möglichen Anstiegs des EURIBOR darstellt.

Die Erholung des durchschnittlichen Durchschnittspreises pro verkauftem Zimmer  (ADR) und des Preises pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) konnte den Rückgang der Belegung im Jahr 2022 im Vergleich zu 2019 mehr als ausgleichen. Im Jahr 2022 lag der RevPAR der NH Hotel Group im Durchschnitt bei 74 Euro und damit auf dem Niveau des Jahres 2019, trotz der negativen Auswirkungen von Omikron im ersten Quartal.

Der Aufwärtstrend bei der ADR war ausgeprägter und ging von 90 Euro im ersten Quartal auf 128 Euro im zweiten, 130 Euro im dritten und 128 Euro im vierten Quartal. Die ADR lag um 19 Prozent höher als 2019, ohne das erste Quartal steigt dieser Wert sogar auf 22 Prozent. Die Auslastung lag im Jahr 2022 bei durchschnittlich 61 Prozent und wurde durch die Omikron-Variante beeinträchtigt, die sie zwischen Januar und März auf 40 Prozent senkte. Zwischen April und Dezember lag die durchschnittliche Auslastung bei 68 %, was jedoch immer noch unter den 74 Prozent liegt, die im gleichen Zeitraum des Jahres 2019 verzeichnet wurden.

In Mitteleuropa stieg die ADR um 11 Prozent auf 107 Euro, während die Belegung um 18 Punkte auf 55 Prozent zurückging. Auf diesem Markt schnitten die Hauptorte wie Berlin und Hamburg besser ab als kleinere Destinationen.


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