Obersalzberg: Hotel neben Hitlers «Berghof» zum Verkauf

| Hotellerie Hotellerie

Am Obersalzberg in Berchtesgaden, wo Adolf Hitler ehemals seinen Feriensitz hatte, steht eine besondere Immobilie zum Verkauf: Sotheby's als weltweit tätiger Makler für Spitzenimmobilien bietet für 3,65 Millionen Euro das Hotel «Zum Türken» an. Es liegt neben dem Berghof, Hitlers damaliges Alpendomizil.

Mit Panoramablick auf die Alpengipfel hatte Hitler dort einst nicht nur Gäste empfangen, sondern auch Entscheidungen über Leben und Tod gefällt. Früher sollen im Hotel «Zum Türken» unter anderem Angehörige des für den Personenschutz Hitlers zuständigen Reichssicherheitsdienstes untergebracht gewesen sein. Die «Passauer Neue Presse» hatte zuerst über das Verkaufsangebot berichtet.

Das denkmalgeschützte Gebäude befinde sich auf einem außergewöhnlich schönen Grundstück in traumhafter und ruhiger Lage am Obersalzberg, heißt es in dem Angebot von Sotheby's. Es biete einen einzigartigen Blick auf eine atemberaubende alpine Landschaft und sei ein magischer Ort für Naturliebhaber. Bezug auf die Nazizeit nimmt das Angebot nicht.

«Die Kunden, die interessiert sind und recherchieren, wissen um die Lage des Objekts», sagte der Geschäftsführer für Sotheby's in Bayern, Michael Reiss, auf Anfrage. Sotheby's sei mit der Vermarktung national und international beauftragt. Ob es schon Interessenten gibt, blieb offen - man gebe keine Auskunft zu laufenden Aufträgen.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

IHA-Chef Markus Luthe kritisiert Aussagen von Booking-Chef Glenn Fogel zu den früheren Preisparitätsklauseln. Anlass ist ein Handelsblatt-Interview vor dem Hintergrund einer in Amsterdam anhängigen Sammelklage von 10.783 Hotels.

Anzeige

Der raue Ton, für den die Hotellerie lange bekannt war, funktioniert heute nicht mehr: Führung muss neu gedacht werden, um Mitarbeiter langfristig zu halten und ihnen einen Purpose zu geben, sagt Bernhard Patter, Geschäftsführer der diavendo GmbH. Im Gespräch mit Host Oliver Meyer gibt er in der neuen Folge des HotelPartner-Podcasts „AUSGEBUCHT!“ Tipps, wie Hoteliers mit guter Führung ihre Bottom Line aufbessern.

Google startet Hotelbuchungen direkt im KI-Modus seiner Suche. Zum Start in den USA sind unter anderem Booking.com, Expedia, Hilton, IHG und Marriott eingebunden. Nutzer können Hotels im KI-Modus auswählen und die Buchung über Google Pay abschließen. Inzwischen sind auch weitere Einzelheiten zu Ranking, Werbung, Datenweitergabe und technischer Anbindung bekannt.

Thüringens Übernachtungszahlen sind im ersten Halbjahr 2026 nahezu stabil geblieben. Während Hotels mehr Übernachtungen verzeichneten, gingen die Zahlen bei Gasthöfen, Pensionen und Campingplätzen zurück.

Berlin hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 13,6 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Das waren 2,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, während die Zahl der Gäste aus Deutschland um 1,8 Prozent stieg.

Rund 2,5 Millionen Gäste und 6,3 Millionen Übernachtungen hat Brandenburg im ersten Halbjahr 2026 registriert. Landesweit gingen die Zahlen leicht zurück, während einzelne Reiseregionen und Städte Zuwächse verzeichneten.

Das Althoff Seehotel Überfahrt hat seinen Wellnessbereich neugestaltet und den "4 elements spa by Althoff" in Betrieb genommen. Seit Anfang August empfängt die Einrichtung Gäste mit einer neuen Raumgestaltung und erweiterten Angeboten.

Wyndham Hotels & Resorts hat das erste Hotel seiner Kernmarke in Frankfurt am Main eröffnet und erweitert damit das Angebot im gehobenen Segment um 146 Zimmer. Im Zuge des Rebrandings zu Wyndham wird nun umfassend renoviert.

Aus dem traditionsreichen Hotel Schwanen in Freudenstadt ist ein neues Hospitality-Angebot geworden. Heute teilen sich das Moe by Limehome mit 21 Zimmern und Suiten und das Restaurant Wilma Wunder die Adresse. Hinter dem Umbau steht Investor Orhan Tiryaki

Die Lopesan-Gruppe erhält von der Regierung der Kanarischen Inseln 300 Millionen Euro Entschädigung. Die Hotelgruppe ist auch in Deutschland vertreten und führt hier über IFA by Lopesan Hotels vier Häuser.