Ole Leidner vom Ketschauer Hof: „Die Mitarbeiter kommen noch vor den Gästen“

| Hotellerie Hotellerie

Erst im April 2022 hat Ole Leidner die Leitung der Ketschauer Hof Hotel- und Restaurant GmbH in Deidesheim übernommen. Dazu gehören die zwei Hotels Ketschauer Hof und das Kaisergarten Hotel & Spa sowie die vier Restaurants L.A. Jordan, 1718, Riva und Sushi B. In seiner gerade einmal 15 Monaten dauernden Tätigkeit ist bereits viel passiert: So wurde das Restaurant L.A. Jordan mit seinem Küchenchef Daniel Schimkowitsch kürzlich mit dem zweiten Michelin-Stern und vier roten Hauben des Gault Millau ausgezeichnet.

Rund achtzig Mitarbeiter arbeiten zusammen mit Leidner täglich dafür, glückliche und zufriedene Gäste zu haben. „Wobei für mich die Mitarbeiter noch vor den Gästen kommen. Denn wenn meine Mitarbeiter happy in ihrem Job sind, merkt das auch der Gast. Und diese Wohlfühlatmosphäre ist für uns alle enorm wichtig“, so Leidner.

Was macht einen Top Arbeitgeber aus? Leidner überlegt nicht lange: „Wertschätzung und Respekt für jeden einzelnen zu haben. Für mich hat der Spüler den gleichen Stellenwert wie ein Küchenchef oder das Zimmermädchen. Denn alle brauchen einander und nur gemeinsam funktioniert’s.“ Dabei weiß Leidner ganz genau, von was er spricht. Als gelernter Koch und Hotelbetriebswirt hat er sein Handwerk von der Pike auf gelernt, hat Verständnis aus der Praxis für die Praxis.

Er legt großen Wert darauf, für alle seine Mitarbeiter klar und berechenbar zu sein. Und ist für jeden da, wenn einen einmal der Schuh drückt: „Wir stellen ja nicht nur zwei Hände ein, sondern Persönlichkeiten. Das ist auch mein Motto für das Hotel: Ein Platz für Persönlichkeiten. Das bedeutet, dass wir auch Mitarbeiter mit Ecken und Kanten schätzen. Mit dem Ziel vor Augen, dass die Meinung jedes einzelnen gefragt ist. Fordernde Mitarbeiter geben Potenzial für Entwicklung.“

 

In seiner Branche, in der der Personalmangel ein Riesenthema ist, hat er es geschafft, zwölf Azubis für das kommende Jahr zu gewinnen – für die Berufe Koch, Hotelfachfrau/-mann sowie Restaurant- und Veranstaltungsfrau/-mann. „Es ist noch nicht so, dass wir mit zwölf Auszubildenden am Limit sind. Wir können durchaus noch ein paar vertragen und unsere Tore stehen für junge Leute immer offen.“ Mit seiner neu etablierten Unternehmenskultur ist er dabei auf einem sehr guten Weg.

So gibt es eine ganze Reihe von Benefits für alle Angestellte. Neben der leistungsgerechten Bezahlung gewährt man den Beschäftigten auch ein attraktives Abo für die Nutzung eines Fitnesstempels in Neustadt, einen Zuschuss bei der Anschaffung eines Job-Bikes und eine kostenfreie gesunde und ausgewogene Personalverpflegung. Außerdem werden vermögenswirksame Leistungen bezahlt, es gibt für die Mitarbeiter attraktive Sonderkonditionen für Restaurantbesuche, „Family & Friends“-Raten für Übernachtungen der Familie und Freunde im Hotel, Nachlass bei Spa-Anwendungen und und und. „Gastgeber wünschen sich glückliche Gäste. Unsere Mitarbeiter fühlen sich wohl und wissen unser Engagement für sie zu schätzen. Das heißt ganz verkürzt für uns: Glückliche Mitarbeiter bringen in Folge auch glückliche Gäste.“

Ganz wichtig sind für Leidner auch die individuellen Wege, die jeder Auszubildende und jeder Angestellten in der Ketschauer Hof GmbH einschlagen kann: Dank der vier Restaurants und zwei Hotels haben Auszubildende die Möglichkeit, die verschiedensten Stationen zu durchlaufen und für sich selbst herauszufinden, was ihnen am besten gefällt. Aber auch bei Berufseinsteigern nach der Ausbildung wird die stetige persönliche Weiterentwicklung großgeschrieben. „Hopping“ heißt das auf neudeutsch und dies wird im ersten Jahr mit professionellem Personalcoaching begleitet.

Darüber hinaus gibt es GmbH-übergreifend noch eine ganze Reihe an attraktiven Schwesterunternehmen, die zur Unternehmensgruppe gehören – zum Beispiel die renommierten Weingüter Geheimer Rat Dr. Bassermann-Jordan, Reichsrat von Buhl oder aber auch Von Winning mit seinem bekannten Restaurant Leopold in Deidesheim. „Bei uns ist ein Switchen auch im Großen möglich, also innerhalb der Unternehmensgruppe - vom Hotel zum Weingut und wieder zurück ins Restaurant zum Beispiel.“

Dieser Switch bietet sich vor allem für langjährige Profis an, die sich nochmals eine große Herausforderung wünschen. „Eine Restaurantleiterin aus dem Unternehmen war inzwischen Vertriebsleiterin bei unserem Schwesterunternehmen Reichsrat von Buhl – auch solche Wechsel machen wir gerne möglich, wenn es unsere Mitarbeiter glücklich macht. Erfreulicherweise hat sie für sich festgestellt, dass ihr der Service noch mehr Freude bringt, und sie ist als Restaurantleiterin in das Unternehmen zurückgekommen. Von Ihrer erweiterten Weinexpertise profitieren unsere Gäste.“

Auch die Bewerbung an sich funktioniert ganz einfach: Der Ketschauer Hof ist über alle Kanäle als Arbeitgeber erreichbar und scheut auch keine modernen Kommunikationswege oder -mittel. Man findet die freien Stellen nicht nur auf den eigenen Websites des Unternehmens, in Anzeigen auf Hotelcareer und ähnlichen Plattformen. „Wir zeigen Präsenz in Schulen und auf Ausbildungsmessen und last but not least findet man uns auch auf Insta und Facebook. Die Möglichkeit sich via WhatsApp bei uns zu bewerben, wird von den Youngstern auch gern gesehen. Dies alles in Summe bringt uns bei der Personalsuche Stück für Stück weiter nach vorne“, bestätigt Leidner.

Summa summarum gibt es also viele gute Gründe, um beim Ketschauer Hof langfristig und erfolgreich durchzustarten: „Wir freuen uns über jede Bewerbung. Mitarbeiter sind unsere allerwichtigste Ressource. Und wir tun alles dafür, dass wir gemeinsam ein starkes Team sind, in dem jeder gehört wird“, so Leidner.

Über den Ketschauer Hof und Geschäftsführer Ole Leidner:

Der Ketschauer Hof in Deidesheim mit seinem 2-Sterne-Restaurant L.A. Jordan ist ein restauriertes historisches Anwesen in Deidesheim. Die Wurzeln reichen weit zurück: Bereits im Mittelalter war das Anwesen des Ketschauer Hofes als Lehen an adelige Ministerialen vergeben. Im Jahre 1783 erbaute Johann Peter Jordan, dessen Vater aus Savoyen in die Pfalz eingewandert war und schon 1718 urkundlich als Weinbergbesitzer genannt wird, gegenüber dem Ketschauer Hof eine stattliche Kellerei. Heute befindet sich hier das angesehene Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan. Seit 2002 ist das gesamte Anwesen in Privatbesitz. Nach aufwändiger Restaurierungsarbeit und Umbauten wurde im Jahre 2006 das Restaurant L.A Jordan und das Restaurant 1718 eröffnet. Seit 2009 wird das sehenswerte Ensemble durch ein luxuriöses Boutique-Hotel ergänzt – den gleichnamigen Ketschauer Hof.

Rund achtzig Mitarbeiter arbeiten mit Geschäftsführer Ole Leidner mit vollem Elan daran, glückliche und zufriedene Gäste zu haben und das Unternehmen weiter zu entwickeln. Leidner kommt gebürtig aus Kiel und ist gelernter Koch und Hotelbetriebswirt. Mittlerweile ist er seit über vierzig Jahren in der Branche, davon seit 28 Jahren als Geschäftsführer und Hoteldirektor. Unter anderem leitete er zwei Relais Châteaux Hotels.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der neue HotelHub Index zeigt für das erste Quartal einen weltweiten Anstieg der Hotelraten, wobei europäische Städte wie Mailand besonders hohe Zuwächse verzeichnen. Geschäftsreisende reagieren mit kürzeren Aufenthalten und dem Ausweichen auf günstigere Standorte.

Der Hotelverband Deutschland hat seinen aktuellen Branchenreport „Hotelmarkt Deutschland 2026“ veröffentlicht. Die Publikation analysiert die wirtschaftliche Entwicklung sowie zentrale Kennzahlen der Hotellerie und bietet Hoteliers damit eine wichtige Orientierung für Marktanalysen, betriebliche Entscheidungen und die Einschätzung aktueller Branchentrends.

Die Apartment-Marke Smartments hat ihr Haus im Berliner Prenzlauer Berg nach einer Renovierungsphase wiedereröffnet. Neben neuen Zimmerkategorien für Familien setzt das Unternehmen verstärkt auf mobile Gastgeber und ein multifunktionales Lobbykonzept.

Im Xperience Quartier in Taufkirchen bei München entstehen neben Büroflächen auch ein Hotel und Tagungsbereiche. Nach Angaben von Art-Invest Real Estate hat Hensoldt bereits den kompletten Bürobauteil des Projekts angemietet.

TikTok hat die Einführung von TikTok GO angekündigt. Nutzer in den USA sollen damit Hotels, Freizeitangebote und Touren direkt in der Anwendung entdecken und buchen können. Nach Angaben des Unternehmens wird die Funktion in Videos, Suchergebnissen und Standortseiten integriert.

Die Hotelgruppe Minor Hotels plant bis zum Jahr 2030 die Eröffnung eines neuen Resorts der Marke Anantara am Roten Meer. Das Projekt in Somabay umfasst neben 300 Hotelzimmern auch 150 private Residenzen.

Das Wiener Hotel Altstadt Vienna hat eine Suite nach Harald Krassnitzer benannt. Die Unterkunft wurde laut Mitteilung gemeinsam mit Architekt Roland Nemetz gestaltet und enthält auch persönliche Gegenstände des Schauspielers sowie Designklassiker.

Das Hotel Hafen Hamburg und das Empire Riverside Hotel haben ein Mental-Health-Coaching für Mitarbeiter eingeführt. Nach Angaben des Unternehmens soll das Angebot zur Mitarbeiterbindung und Unterstützung bei beruflichen sowie privaten Belastungen beitragen.

Die neue Hotelmarke Hiamo eröffnet am 15. Mai ihr erstes Haus in Hamburg-Bergedorf. Nach Angaben des Unternehmens setzt das Konzept auf digitale Abläufe und persönliche Betreuung. Die Leitung des Hauses in Hamburg-Bergedorf übernimmt Manuel Dosz.

Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im März 2026 mehr Übernachtungen verzeichnet als ein Jahr zuvor. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg vor allem die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland.