OTAs dominieren Google-Ergebnisse 

| Hotellerie Hotellerie

Geht es um digitales Marketing und die Erregung von Aufmerksamkeit, dreht sich meist alles um die Werbung. Doch das sei nur die halbe Wahrheit, wie nun PhocusWire schreibt. Denn die Optimierung für die Suchmaschinen spiele immer noch eine wichtige Rolle. Vor allem, wenn es um das Auftauchen in den Google-Suchergebnissen geht. 

Eine häufige Beschwerde aus der Hotellerie sei demnach, dass die Unternehmen bei ihren Keywords nicht mit den großen Firmen wie Expedia oder Booking.com mithalten könnten. Und wie eine neue Untersuchung zeigt, wird diese Dominanz immer größer. Um zu prüfen, wie dominant die großen Unternehmen mittlerweile sind, hat sich ein ehemaliger Tourismusstudent der Uni Island genauer mit den Google-Ergebnissen beschäftigt. Der Mann, der mittlerweile als IT-Administrator auf Teneriffa arbeitet, überprüfte, inwieweit Hotelmarken aus der Region in der organischen Google-Suche auftraten. Die Antwort: fast gar nicht!

Mit dem Schlüsselwort „Hotel Teneriffa" schaute er sich die zehn Länder an, die die meisten Touristen auf die Insel schicken. Im Vereinigten Königreich, das für rund 34 Prozent der Teneriffa-Besucher sorgt, gehörten zehn von zehn der organischen Ergebnisse den OTAs. Nur in Schweden und in Finnland gab es überhaupt eine signifikante Sichtbarkeit für die Webseiten der Hotels auf Teneriffa. 

Hier die Ergebnisse im Überblick: 

  • UK - 10 von 10 Links waren OTAs
  • Spanien - 10 von 10 Links waren OTAs
  • Deutschland - 10 von 10 Links waren OTAs
  • Frankreich – lediglich der 8. Link war keine OTA
  • Schweden - die ersten 7 Links waren OTAs
  • Italien - lediglich der 8. Link war keine OTA 
  • Dänemark - 10 von 10 Links waren OTAs
  • Finnland - die ersten 7 Links waren OTAs
  • Russland - lediglich der 7. Link war keine OTA
  • Irland - Zehn von zehn Links waren OTAs

Wie der IT-Admin weiter mitteilte, würden 90 Prozent der Nutzer lediglich die erste Seite der Ergebnisse besuchen. Dies hätten mehrere Analysen ergeben. Von diesen Nutzern klickten 37 Prozent auf den ersten Link, 14 Prozent auf den zweiten und fast 10 Prozent auf den dritten Link. „Der digitale Fußabdruck der OTAs werde immer größer und für die Hotels immer kleiner“, so ein Kommentar. Und das, obwohl die Nutzer nach einem Hotel und NICHT nach einer Buchungsmaschine suchen würden. 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die irische Hotelmarke The Dean expandiert weiter auf dem deutschen Markt und eröffnet ein neues Haus im Münchner Westend. Das Hotel kombiniert ein vom bayerischen Jugendstil inspiriertes Design mit einem modernen japanischen Gastronomiekonzept.

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.

Der Badische Hof in Baden-Baden nimmt den Betrieb unter der Marke Leonardo Limited Edition wieder auf. Nach einer ersten Phase im Juli folgt im Herbst das offizielle Grand Opening.

Premier Inn baut ihre barrierefreien Angebote aus und treibt die Zertifizierung ihrer Standorte nach dem Standard Reisen für Alle voran. Zudem investiert das Unternehmen in die Inklusion am Arbeitsplatz.

Die Achat Hotels strukturieren ihr Geschäftsmodell um und setzen künftig verstärkt auf Businessgäste. Zudem erhalten die Hoteldirektoren mehr Eigenverantwortung und die IT-Systeme wurden zentralisiert.

In Köln-Deutz soll auf einer Grünfläche ein bis zu 60 Meter hohes Hotel- und Bürogebäude entstehen. Nach einem Bericht des WDR formieren sich dagegen Anwohner und Teile der Kommunalpolitik.