Praemia widerspricht Novum nach Schließung des Crowne Plaza Frankfurt

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Nach der Schließung des Crowne Plaza Frankfurt widerspricht Praemia REIM der Darstellung des Betreibers Novum Hospitality. Gegenüber der Immobilien Zeitung erklärte die Eigentümerseite, Novum habe den Hotelbetrieb am 21. September 2026 ohne ihr Wissen oder ihre Beteiligung eingestellt. Nach Praemias Kenntnis habe zudem keine behördliche Entscheidung vorgelegen, die eine Schließung erforderlich gemacht hätte.

Novum hatte die Betriebseinstellung mit erheblichen Gebäudemängeln begründet. Ein sicherer und verantwortbarer Weiterbetrieb sei deshalb nicht mehr gewährleistet gewesen, erklärte das Unternehmen in seiner Mitteilung vom 22. September. Auch der Versicherungsschutz habe aufgrund der Mängel ab diesem Tag nicht mehr ausgereicht.

Praemia verweist auf Prüfungen und geplante Sanierungsgespräche

Der technische Zustand des Gebäudes sei von Praemia und Partnerunternehmen in Abstimmung mit Novum fortlaufend überwacht worden, berichtete die Immobilien Zeitung unter Berufung auf eine Stellungnahme der Eigentümerseite. Praemia zufolge habe man auf festgestellte Zustände reagiert und eine Liste notwendiger Arbeiten erstellt.

Für den 23. und 30. September seien weitere Gespräche mit Novum vorgesehen gewesen. Dabei hätten verschiedene Sanierungsszenarien erörtert werden sollen. Praemia weist die Darstellung zurück, Probleme am Gebäude seien ignoriert worden.

Novum hatte zuvor erklärt, trotz intensiver Bemühungen sei mit dem nach seiner Darstellung verantwortlichen Eigentümer keine Einigung über notwendige Sanierungsmaßnahmen zustande gekommen. Nähere Angaben zu den Gesprächen machte das Unternehmen in seiner Mitteilung nicht.

Novum nennt Mängel bei Brandschutz, Fassade und Aufzügen

Als Gründe für die Schließung führte Novum Mängel beim Brandschutz, bei der Befestigung von Fassadenelementen und bei der Betriebssicherheit der Aufzüge an. Zudem gehe es um den sicheren Umgang mit vorhandenen asbesthaltigen Baustoffen. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz lasse sich der Hotelbetrieb aus Sicht des Unternehmens nicht verlässlich fortsetzen.

Tageskarte hatte am 22. September über die kurzfristige Schließung und frühere Medienberichte zu Problemen mit der Sprinkleranlage berichtet. Auch Teile des Hotels seien wegen Brandschutz- und Wasserschäden nicht nutzbar gewesen. Die Immobilien Zeitung berichtete unter Berufung auf die Frankfurter Allgemeine Zeitung über Gutachten zur Sprinkleranlage und nannte einen geschätzten Sanierungsaufwand von 25 Millionen Euro.

Beschäftigte erhalten nach der Schließung ihre Kündigungen

Gäste mussten das Hotel am 21. September verlassen und wurden in anderen Häusern untergebracht. Beschäftigte sollten nach damaligen Angaben der Gewerkschaft NGG zunächst widerruflich freigestellt werden. 

Bereits am 18. September waren nach Angaben der NGG der Betriebsratsvorsitzende und seine Stellvertreterin fristlos entlassen und mit Hausverbot belegt worden. Die Mitteilung von Novum zur Hotelschließung enthielt keine Angaben zu diesen Kündigungen.

Praemia teilte der Immobilien Zeitung am 23. September außerdem mit, über die Zukunft der bestehenden Vertragsverhältnisse werde mit den Beteiligten gesprochen. Einzelheiten seien vertraulich. Zu einer möglichen Wiedereröffnung oder zur langfristigen Zukunft des Gebäudes machte Praemia zu diesem Zeitpunkt keine Angaben.

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