Radisson sagt Einweg-Kunststoffen den Kampf an

| Hotellerie Hotellerie

Die Radisson Hotel Group wird bis Anfang 2022 Dispenser verschiedenster Marken einführen und damit kleine Flaschen als gängige Badezimmerprodukte ersetzen. Durch diese Maßnahme werden 57 Millionen Einwegverpackungen aus dem Verkehr gezogen und die Verwendung von fast 500 Tonnen Kunststoff pro Jahr vermieden.

Zusätzlich verpflichtet sich die Radisson Hotel Group weltweit mit der Initiative #refusethestraw dazu, in ihren Hotels bis 2021 keine Plastikstrohhalme und Plastikrührer mehr zu verwenden und den Gästen auf Anfrage umweltfreundliche Alternativen anzubieten.
 

Federico J. González Tejera, President & CEO, Radisson Hospitality AB und Chairman, Global Steering Committee, Radisson Hotel Group, sagt: “Die Verschmutzung durch Kunststoffe ist eines der aktuell großen globalen Herausforderungen. Unser Konzern ist stolz über die führende Rolle bei der Reduzierung von Kunststoffen in der gesamten Reise- und Tourismusindustrie. Die Unterzeichnung des International Tourism Plastic Pledge unterstreicht unser Engagement für Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Unternehmertum in Übereinstimmung mit den in unserem strategischen Fünfjahresplan festgelegten Zielen. Responsible Business ist ein Schlüsselelement unseres Wachstumsansatzes und von entscheidender Bedeutung für unseren Anspruch, einen weitreichenden Beitrag zum Umweltschutz weltweit zu leisten.”

Die Gruppe führt auch eine Reihe Pilotprojekte an verschiedenen Standorten durch, um so die Reduzierung von Kunststoffen weltweit voranzutreiben. Dazu gehören:

  • In allen Hotels der Gruppe in Indien werden kommerzielle Umkehrosmose-Wasserfiltrationssysteme eingeführt, um intern abgefülltes Wasser bereitzustellen und die Verwendung von PET-Wasserflaschen zu vermeiden.
  • In Bangladesch führt das Radisson Blu Chattogram Bay View einen ähnlichen Austausch durch und ersetzt PET-Wasserflaschen durch intern gefiltertes und in Flaschen abgefülltes Wasser.
  • Seit 2011 bietet Country Inn & Suites by Radisson klassisches Essgeschirr und Silberbesteck zum kostenlosen, warmen Frühstück an.
  • Als erstes Hotel in Afrika wird das Radisson Blu Hotel, Abidjan Airport, Elfenbeinküste plastikneutral. Das Hotel kompensiert derzeit seinen Fußabdruck an PET-Wasserflaschen zusammen mit dem Sozialunternehmen Coliba. Durch das kommunale Sammelsystem für Kunststoffe von Coliba stellt Radisson Blu sicher, dass PET-Flaschen korrekt recycelt werden und die gleiche Anzahl von PET-Flaschen, wie sie jährlich vom Hotel verwendet werden, aus der Nachbarschaft entfernt und in den Recyclingprozess einbezogen wird.
  • Die Verwendung von 39.000 Plastik-Wasserflaschen soll in einem durchschnittlichen Hotel reduziert werden – daher bietet die Gruppe den Gästen unbegrenzt gefiltertes Wasser an. Dies ist bereits in ausgewählten Hotels wie dem Radisson Blu Hotel Manchester Airport, UK und dem Radisson RED Hotel, Brussels der Fall, zusätzlich werden den Gästen wiederverwendbare Radisson Rewards Wasserflaschen angeboten.
  • In Nordamerika wird ein Abfallsammel- und Recyclingprogramm für die neuen Großverbraucher-Automaten und Seifen auf den Weg gebracht. Dies trägt nicht nur dazu bei, dass der Abfall Länder und Ozeane nicht weiter verschmutzt, diese Maßnahmen kommen auch den Gemeinden vor Ort zugute, denn Seife und Großverbraucher-Automaten werden sortiert, verarbeitet und an Menschen in Not verteilt.
  • Um die Radisson Meetings zu 100 % kohlenstoffneutral zu machen, ist der Konzern bestrebt, Einwegkunststoffe bei Meetings und Veranstaltungen im gesamten Portfolio auslaufen zu lassen. Dies ist bereits in über 200 unserer Hotels gelungen. Ziel ist es, diese Initiative auch auf andere Hotels auszuweiten.

Die Initiativen der Radisson-Hotelgruppe unterstreichen das konzerneigene Engagement und festigen die Teilnahme an der International Tourism Plastic Pledge. Darüber hinaus verpflichtet sich die Radisson Hotel Group als beratendes Ausschussmitglied der Global Tourism Plastics Initiative dazu, auf eine kunststofffreie Zukunft für die Hotelindustrie hinzuarbeiten. Zusammen mit anderen Mitgliedern wird das Unternehmen weiterhin mit der UN-Umwelt, der UNWTO und der Ellen MacArthur Foundation zusammenarbeiten, um weitere branchenweite Aktionen zum Thema Kunststoffabfälle zu initiieren.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.