Rosewood Hotels & Resorts neuer Betreiber des Hotel Bauer in Venedig

| Hotellerie Hotellerie

Das Hotel Bauer in Venedig, das seit Mai 2020 im Besitz der SIGNA Prime ist, bekommt mit Rosewood Hotels & Resorts einen neuen Hotelbetreiber. Das im Jahr 1880 erbaute und zuletzt 2005 renovierte Haus befindet sich im Bezirk San Marco, zwischen Canal Grande und Markusplatz.

Nach Genehmigung des Umbaus im März 2022, basierend auf Plänen des Architekten Alberto Torsello und der Interior Designer BAR Studio, beginnen die Umbauarbeiten Anfang November 2022 und werden rund drei Jahre andauern. Die Eröffnung für das Hotel ist für 2025 vorgesehen.

Heinz Peter Hager, Präsident SIGNA Italia: "Rosewood gilt als einer der renommiertesten Hotelbetreiber weltweit. Mit dem „Rosewood Hotel Bauer“ direkt am Canal Grande entsteht in den kommenden drei Jahren ein außergewöhnliches Projekt. Das moderne Ultra-Luxury-Hotel – in Verbindung mit erstklassiger Gastronomie und einem beeindruckenden Dachpark – werden zum neuen Anziehungspunkt in Venedig."

Bei den Umbauarbeiten wird in Abstimmung mit den lokalen Behörden und den zuständigen Denkmalämter Wert auf den behutsamen Umgang mit dem Gebäudebestand gelegt – so bleiben Elemente der historischen Substanz erhalten. Die Treppe und die historische Fassade, die beide unter Denkmalschutz stehen, werden aufgewertet. Wertvolle Einzelstücke aus dem Interieur werden in das neue Design integriert. 

Das neue Rosewood Hotel Bauer wird rund 110 Zimmer, vier sogenannte "Event-Suiten", ein als Bistro ausgelegtes Restaurant und einer Bar im Erdgeschoss bieten. Hinzu kommen Spa und Fitnessstudio für Hotelgäste. Ein Gourmetrestaurant inklusive Bar mit Terrasse und Altana im 7. Obergeschoss, ein Outdoor-Pool mit Bar im 8. Obergeschoss und ein italienischer Garten auf der Dachterrasse mit Blick über die Stadt runden das Angebot ab.

Geschichte des Hotel Bauer in Venedig

Ursprünglich unter dem Namen Bauer-Grünwald bekannt, wurde das Hotel Bauer im Jahr 1880 eröffnet. Der venezianische Architekt Giovanni Sardi wurde im Jahr 1898 von Julius Grünwald mit der Erweiterung des ursprünglichen Hotel Bauer beauftragt. Es wurde mittels Zusammenschlusses von zwei separaten Liegenschaften in San Moisè errichtet. Der von Sardi erbaute Palazzo wurde im Jahr 1901 eröffnet. Sardi hatte den alten venezianischen Architekturstil zu neuem Leben erweckt. 

Nach dem Tod Grünwalds führten die Erben das Hotel Bauer bis zum Jahr 1930 weiter, als es an Arnaldo Bennati, einen erfolgreichen ligurischen Schiffsbauer mit einem guten Gespür für Immobilien und großer Leidenschaft für die Hotellerie, verkauft wurde. Arnaldo Bennati unternahm die erste Generalrenovierung des Hotels, während der es fast das gesamte Jahrzehnt der 40er-Jahre geschlossen war. Diese umfasste die detailgetreue und vollständige Instandsetzung des Palazzos aus dem 18. Jahrhundert, der mit einer Originalfassade aus dem 17. Jahrhundert im gotisch-byzantinischen Stil versehen wurde, sowie den Zubau eines komplett neuen Flügels auf dem Campo San Moisè in zeitgenössischem Stil. Im Inneren des Hotels wurden elegante Salons eingerichtet, ausgestattet mit Ledergarnituren in warmen Farben, die Wände mit klassischen venezianischen Rokoko-Motiven reich dekoriert.

Zu den größten Neuerungen zählte die Errichtung der Dachterrasse „Settimo Cielo“ in der siebten Etage, der bis heute höchstgelegenen Dachterrasse Venedigs, sowie die Installation einer Zentralheizung und von Klimaanlagen. Annehmlichkeiten, die für diese Zeit außergewöhnlich waren. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurde das Hotel Bauer zum Lieblingsziel der internationalen High Society. Im Gästebuch finden sich die Namen von Königen und Premierministern, Geschäftsleuten und Intellektuellen, Musikern und Stars aus dem Showbusiness.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Vor fast 120 Jahren gründete Lorenz Adlon das berühmte Adlon in Berlin – nun hadert sein Ururenkel mit der Namensgebung. Am liebsten würde er das Adlon und seinen Namen zurückkaufen, verriet Felix Adlon der Süddeutschen Zeitung.

Das Hotel Adlon soll verkauft werden.Für Unmut bei Gesellschaftern sorgt dabei vor allem die Erfolgsbeteiligung für die Immobiliengesellschaft Jagdfeld. Das Unternehmen erhält nach übereinstimmenden Angaben 20 Prozent des Kaufpreises, sollte dieser höher als 310 Millionen Euro ausfallen.

Unternehmen und Agenturen setzen bei der Organisation ihrer geschäftlichen Veranstaltungen auch im Jahr 2026 auf klassische Tagungshotels. Das geht aus einer Befragung der BWH Hotels Central Europe hervor.

Die Übernachtungen erreichten im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Höchststand, mehrtägige Geschäftsreisen lagen 2025 fast wieder auf Vor-Corona-Niveau. Marco Nussbaum berichtet zugleich von Belegungsproblemen in der Business Hotellerie und fordert eine Diskussion über „investorengetriebene Überkapazitäten“.

Eine gemeinsame Hotelbeteiligung, eine mit 100 Millionen Euro bewertete Software und ein Streit vor Gericht: Grand Metropolitan und das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin widersprechen sich in zentralen Fragen. Jetzt sorgt ein Eigentümerwechsel für eine neue Wendung.

IHG Hotels & Resorts und die Harilela Group erweitern ihre Partnerschaft und gliedern drei Häuser der Marke The Hari in die Vignette Collection ein. Die Vereinbarung umfasst Standorte in London, Hongkong und Singapur.

Die Österreichische Hotelvereinigung fordert gesetzliche Vorgaben zur Echtheitsprüfung von Online-Bewertungen nach italienischem Vorbild. Eine Umfrage belege, dass die Mehrheit der Verbraucher nur verifizierte Hotelbeurteilungen befürworte.

Accor gliedert nach einer umfassenden Renovierung das Hotel Aeschi Interlaken in ihre Handwritten Collection ein. Das Haus mit 40 Zimmern erweitert das Schweizer Portfolio des Konzerns auf 79 Betriebe.

Die Motel One Group startet mit The Cloud One Hotels erstmals in Dresden. Das frühere Revo-Hotel Townhouse Dresden a Vagabond Club am Neumarkt wird als The Cloud One Dresden-Frauenkirche mit 95 Zimmern fortgeführt.

Der Hotelverband Deutschland fordert einen offenen und diskriminierungsfreien Zugang zu agentischen Buchungssystemen. Hotels müssten nach Auffassung des IHA ihre eigenen Preise, Verfügbarkeiten und Direktbuchungsangebote in die neuen Systeme einspeisen können.