"Scheißegal": Olaf Kerssen kritisiert Bundesregierung

| Hotellerie Hotellerie

Olaf Kerssen führt nicht nur das Ringhotel Teutoburger Wald, er ist auch zugleich der Bruder von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), die in dem Familienbetrieb einst ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau absolvierte. In der Wirtschaftswoche kritisierte der Hotelier nun massiv die Politik der Bundesregierung: Sie retten die Banken, sie retten die Versicherungen, sie retten die Autoindustrie. Der Tourismus sei ihnen jedoch scheißegal, so Kerssen.

Seine Schwester halte er zu großen Teilen da raus, da er sie damit diskreditiere, wie Kerssen der Wirtschaftswoche erklärte. Auf der anderen Seite habe er aber auch ein persönliches Interesse zu vertreten und müsse sich um seine Mitarbeiter kümmern.

Auch Kerrsen hatte laut eigenen Angaben Soforthilfe erhalten. Die 25.000 Euro seien jedoch schon lange verbraucht. Dem gegenüber stehe ein Schaden von rund einer halben Million Euro. Ein Schaden, der von Amts wegen erfolgt sei, so der Hotelier. Das Hilfspaket der Regierung helfe dabei wenig. Vor allem die befristete Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Speisen mache keinen Sinn, so der Hotelier. Stattdessen solle die Absenkung mindestens für zehn Jahre gelten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.

Der Badische Hof in Baden-Baden nimmt den Betrieb unter der Marke Leonardo Limited Edition wieder auf. Nach einer ersten Phase im Juli folgt im Herbst das offizielle Grand Opening.

Premier Inn baut ihre barrierefreien Angebote aus und treibt die Zertifizierung ihrer Standorte nach dem Standard Reisen für Alle voran. Zudem investiert das Unternehmen in die Inklusion am Arbeitsplatz.

Die Achat Hotels strukturieren ihr Geschäftsmodell um und setzen künftig verstärkt auf Businessgäste. Zudem erhalten die Hoteldirektoren mehr Eigenverantwortung und die IT-Systeme wurden zentralisiert.

In Köln-Deutz soll auf einer Grünfläche ein bis zu 60 Meter hohes Hotel- und Bürogebäude entstehen. Nach einem Bericht des WDR formieren sich dagegen Anwohner und Teile der Kommunalpolitik.

Das traditionsreiche Grand Hotel Europa in Innsbruck hat einen neuen Betreiber. Minor Hotels will das seit Jahren leerstehende Haus nach einer umfassenden Revitalisierung im Jahr 2029 als NH Collection Hotel wieder eröffnen.