Schörghuber Zukunftsstudie 2026: Hotels bleiben wichtigstes Urlaubsdomizil der Generation Future

| Hotellerie Hotellerie

Die wirtschaftlichen und globalen Unsicherheiten der letzten Jahre prägen die Lebenseinstellung der 16- bis 35-Jährigen in Deutschland massiv. Die aktuelle Zukunftsstudie 2026 der Schörghuber Gruppe belegt einen spürbaren Stimmungswandel: Während der Optimismus im Vergleich zu den Vorjahren gesunken ist, reagiert die Generation mit einem ausgeprägten Pragmatismus und einer Rückbesinnung auf Stabilität. Für das Gastgewerbe liefert die Untersuchung zentrale Erkenntnisse, da Hotels weiterhin die mit Abstand wichtigste Rolle bei der Urlaubsgestaltung spielen.

Hohe Relevanz der Hotellerie bei jungen Reisenden

Trotz eines bewussteren Konsumverhaltens bleibt das Hotel das bevorzugte Urlaubsdomizil der Generationen Y und Z. Die Studie zeigt, dass Qualität vor Quantität geht: 47 Prozent der Befragten verreisen lieber seltener, investieren dann aber in einen hochwertigeren Aufenthalt. Fast die Hälfte der jungen Menschen (48 Prozent) spart im Alltag gezielt, um es sich im Urlaub „richtig gut gehen zu lassen“.

Besonders gefragt sind spezialisierte Angebote: Wellnessauszeiten führen mit 46 Prozent die Liste der bevorzugten Urlaubsformen an, gefolgt von Fernreisen (36 Prozent). Dabei steht das gemeinsame Erleben im Vordergrund – die Mehrheit verreist am liebsten mit dem Partner oder der Partnerin. Für das Gastgewerbe bedeutet dies eine stabile Nachfrage nach Premium-Erlebnissen und Paarangeboten.

Gastronomie als Ort für soziale Stabilität

In der Gastronomie zeigt sich ein ähnlicher Trend zum sozialen Fokus. Restaurants und Bars werden von der jungen Generation primär besucht, um Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen. Konsum wird hier nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel zur Pflege sozialer Kontakte gesehen.

Trotz gestiegener Preise und wirtschaftlicher Herausforderungen bleibt die Gastronomie ein wichtiger Ankerpunkt für die Lebensqualität im Hier und Jetzt. Ökologische Ziele spielen beim Konsum zwar eine Rolle – 37 Prozent richten ihr Verhalten stark an Umweltzielen aus –, jedoch entscheidet die Mehrheit nach Praktikabilität und Alltagstauglichkeit.

Wohnungsmarkt: Trendwende zum Wohneigentum

Ein wesentliches Ergebnis der Studie betrifft den Wunsch nach Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Erstmals zeigt sich eine klare Tendenz zum Eigentum: 53 Prozent der Befragten streben langfristig den Besitz einer Immobilie an. In den Vorjahren war die Flexibilität eines Mietverhältnisses noch beliebter.

Die Ansprüche an die Wohnfläche bleiben hoch. Nur rund ein Drittel kann sich vorstellen, mit weniger als den in Deutschland durchschnittlichen 49 Quadratmetern pro Person auszukommen. Um diesen Wohnstandard zu halten, sind viele bereit, bis zu 40 Prozent ihres Einkommens zu investieren.

Arbeitswelt zwischen Anspruch und Realität

Für die Generation Future ist Arbeit ein zentraler Faktor für die Lebenszufriedenheit, wobei der Spaß an der Tätigkeit für 79 Prozent an erster Stelle steht. Es zeigt sich jedoch eine deutliche Diskrepanz: Lediglich 42 Prozent arbeiten tatsächlich in ihrem Traumberuf. Zwei Drittel sehen ihre Arbeit primär als Notwendigkeit zum Geldverdienen an.

Florian Schörghuber, CEO der Schörghuber Gruppe, betont, dass die junge Generation ihren Alltag pragmatisch angepasst hat, um sich angesichts globaler Krisen selbst ein Gefühl von Beständigkeit zu schaffen. Die Studie, die unter wissenschaftlicher Begleitung von Prof. Dr. Klaus Hurrelmann erstellt wurde, unterstreicht die Bedeutung der Generation Future als Taktgeber für die Märkte von morgen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Tourismusjahr 2025 war in Thüringen weitgehend von Stabilität geprägt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lag die Zahl der Gästeübernachtungen mit rund 10,1 Millionen nur geringfügig unter der des Vorjahres.

Der Aparthotel-Betreiber Adagio blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit einem Rekordumsatz von 339 Millionen Euro und einer hohen Auslastung festigt das Unternehmen seine Position und kündigt für 2026 weitere Standorteröffnungen an.

Marriott International blickt auf ein wachstumsstarkes Jahr 2025 in der EMEA-Region zurück. Mit über 230 neuen Verträgen und einem Fokus auf Luxusobjekte, Markenresidenzen sowie das mittlere Preissegment festigt der Konzern seine Präsenz in der Region.

Die Radisson Hotel Group kündigt das neue Radisson Blu Hotel & Conference Centre in Salzburg an. Durch eine Konversion entsteht bis Mitte 2026 in Kooperation mit der GCH Hotel Group ein Tagungshotel mit über 1.700 Quadratmetern Eventfläche nahe dem Hauptbahnhof.

Die Radisson Hotel Group debütiert in Neuseeland: Das neu eröffnete Radisson RED Auckland setzt im Herzen des Kunstviertels auf theatralisches Design und verfügt über die landesweit größte Dachterrasse.

Die The Chocolate on the Pillow Group schließt das Rebranding in Hannover ab: Nach einer Investition von 4 Millionen Euro wurde das ehemalige Ghotel als Four Points Flex by Sheraton neu eröffnet.

Die GCH Hotel Group übernimmt das Management des markanten Pyramiden-Hotels in Fürth. Ab März 2026 firmiert das Haus unter der Marke Radisson Individuals und setzt auf eine Verbindung von eigenständiger Architektur und internationalem Vertrieb.

Die tschechische Region Liberec kauft für rund 7,5 Millionen Euro das ikonische Bauwerk auf dem Ještěd. Der Deal umfasst neben dem markanten Fernsehturm auch das geschichtsträchtige Berghotel und Restaurant, deren Erhalt und Sanierung nun durch die öffentliche Hand gesichert werden.

Der Europa-Park baut seine Marktführerschaft in der deutschen Freizeitgastronomie weiter aus. Bei der Wasserwelt Rulantica soll ein siebtes Hotel mit 350 Betten entstehen. Während die Auslastung der bestehenden Häuser Rekordwerte erreicht, rücken bei der neuen Erweiterung vor allem Nachhaltigkeit und ein neues Verkehrskonzept in den Fokus der Planer.

Strategische Erweiterung in der Rhön: Die Ritter von Kempski Group übernimmt die renommierte Fachklinik Dr. von Weckbecker. Mit Millioneninvestitionen und einem Fokus auf präventive Medizin soll der Standort Bad Brückenau zukunftssicher aufgestellt werden.