Schollen-Report sieht Köln an Spitze des NRW-Hotelmarktes

| Hotellerie Hotellerie

Die Schollen Hotelberatung hat ihren neuen „Hotelmarkt Report NRW 2026“ veröffentlicht. Nach Angaben des Unternehmens analysiert der Bericht die zwölf wichtigsten Hotelstandorte in Nordrhein-Westfalen unter anderem mit Blick auf Angebot, Nachfrage, Hotelkennzahlen, Markenstrukturen, Projektentwicklungen und Transaktionen.

Laut der Analyse vereinen die untersuchten zwölf Städte rund 20,8 Millionen Hotelübernachtungen und damit etwa 60 Prozent des klassischen Hotelmarktes in Nordrhein-Westfalen. Das Bettenangebot liegt demnach bei rund 128.000 Hotelbetten.

Köln und Düsseldorf dominieren den Hotelmarkt in Nordrhein-Westfalen

Nach Angaben der Schollen Hotelberatung bleiben Köln und Düsseldorf die größten Hotelmärkte des Landes. Köln kommt laut Report auf 6,7 Millionen Übernachtungen und rund 36.500 Betten, Düsseldorf auf 5,5 Millionen Übernachtungen und rund 36.200 Betten. Zusammen entfallen laut Bericht rund 35 Prozent aller Hotelübernachtungen in Nordrhein-Westfalen auf beide Städte.

Im sogenannten Schollen Hotelmarkt-Scoring erreicht Köln mit 8,7 von 10 Punkten den höchsten Wert. Düsseldorf folgt mit 8,0 Punkten auf Rang zwei. Die Bewertung basiert laut Report auf Kriterien wie Marktgröße, Kennzahlen, Wettbewerb und Perspektive.

Die Autoren des Reports ordnen Münster, Bonn und Aachen als Sekundärmärkte ein. Dortmund, Essen und Bochum werden im Bericht als Businessmärkte beschrieben. Bielefeld, Duisburg, Wuppertal und Oberhausen zählen laut Analyse zu kleineren Märkten mit unterschiedlichen Konsolidierungsphasen.

Projektpipeline umfasst rund 5.700 geplante Hotelzimmer

Die aktuelle Projektpipeline in den zwölf untersuchten Städten umfasst laut Report rund 5.700 geplante Zimmer. Rund 70 Prozent der geplanten Zimmer entfallen demnach auf Köln und Düsseldorf.

Für Köln werden im Bericht 15 Projekte mit insgesamt 2.187 Zimmern genannt. In Düsseldorf listet die Analyse 11 Projekte mit 1.716 Zimmern auf.

Zu den angekündigten Projekten zählen laut Schollen Hotelberatung unter anderem ein Motel One Friedrichstraße in Düsseldorf mit 270 Zimmern sowie das Dom Hotel Köln mit 130 Zimmern. In Dortmund sollen unter anderem ein Premier Inn am Hauptbahnhof und Apartments im ehemaligen RAG-Hochhaus entstehen.

Accor führt Ranking der Hotelgesellschaften in NRW an

Im Ranking der Hotelgesellschaften führt laut Report die Gruppe Accor mit 43 Hotels und 6.362 Zimmern in den untersuchten Städten. Dahinter folgen IHG Hotels & Resorts sowie Marriott.

Bei den Marken liegt laut Analyse B&B Hotels mit 3.913 Zimmern an der Spitze. Dahinter folgen Motel One und Mercure.

Als größtes Hotel in Nordrhein-Westfalen nennt der Bericht das Maritim Hotel Düsseldorf Airport mit 533 Zimmern.

Mehrere Hoteltransaktionen in Köln und Düsseldorf registriert

Der Report nennt zudem mehrere Hoteltransaktionen in Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben der Schollen Hotelberatung wurden die Deiker Höfe in Düsseldorf für rund 250 Millionen Euro an HIH Invest verkauft. Außerdem wechselten unter anderem das Pullman Cologne sowie das Moxy Cologne den Eigentümer.

Der Hotelmarkt Report NRW 2026 steht laut Mitteilung auf der Internetseite der Schollen Hotelberatung zum Download bereit: https://schollen-hotelberatung.de/hotelmarkt-report-nrw-2026/


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das legendäre Hotel Adlon soll verkauft werden - doch dafür braucht es die Zustimmung der bisherigen Gesellschafter. Nun kommt aus deren Kreisen Kritik an dem Vorhaben.

Die Accor-Marke Mercure Hotels & Resorts eröffnet mit dem Mercure Gothenburg ihr erstes Hotel in Schweden. Zugleich ist es das zweite Accor-Hotel im Land. Das Haus wird von CIC Hospitality im Rahmen eines Franchisevertrags betrieben. 

Motel One folgt im Wiener Vio Plaza auf H2 und übernimmt das Haus mit 265 Zimmern im kommenden Jahr langfristig. Der Gebäudekomplex in Wien-Meidling kombiniert Hotelnutzung mit großflächigem Einzelhandel, Büroflächen und Wohnungen.

Das Seehotel Niedernberg führt seine neu eröffnete Wellnessanlage Miranu Spa ab August mit einer Doppelspitze aus Lisa Hört und dem ehemaligen Kampfjetpiloten Frank Rosnizeck. Die Anlage erweitert das bestehende Angebot unter anderem um sechs neue Behandlungsräume und mehrere Saunen.

Seminaris erprobt im SeeHotel Potsdam einen humanoiden Serviceroboter für die Kontrolle frisch gereinigter Hotelzimmer. Bis Ende 2026 sollen auch die sieben weiteren Häuser der Gruppe mindestens einen „Billie“ einsetzen.

Vor fast 120 Jahren gründete Lorenz Adlon das berühmte Adlon in Berlin – nun hadert sein Ururenkel mit der Namensgebung. Am liebsten würde er das Adlon und seinen Namen zurückkaufen, verriet Felix Adlon der Süddeutschen Zeitung.

Das Hotel Adlon soll verkauft werden.Für Unmut bei Gesellschaftern sorgt dabei vor allem die Erfolgsbeteiligung für die Immobiliengesellschaft Jagdfeld. Das Unternehmen erhält nach übereinstimmenden Angaben 20 Prozent des Kaufpreises, sollte dieser höher als 310 Millionen Euro ausfallen.

Unternehmen und Agenturen setzen bei der Organisation ihrer geschäftlichen Veranstaltungen auch im Jahr 2026 auf klassische Tagungshotels. Das geht aus einer Befragung der BWH Hotels Central Europe hervor.

Die Übernachtungen erreichten im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Höchststand, mehrtägige Geschäftsreisen lagen 2025 fast wieder auf Vor-Corona-Niveau. Marco Nussbaum berichtet zugleich von Belegungsproblemen in der Business Hotellerie und fordert eine Diskussion über „investorengetriebene Überkapazitäten“.

Eine gemeinsame Hotelbeteiligung, eine mit 100 Millionen Euro bewertete Software und ein Streit vor Gericht: Grand Metropolitan und das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin widersprechen sich in zentralen Fragen. Jetzt sorgt ein Eigentümerwechsel für eine neue Wendung.