Die Schweizer Beherbergungsbranche verzeichnet für das Jahr 2025 einen neuen Höchstwert bei den Übernachtungszahlen. Laut den von HotellerieSuisse und Schweiz Tourismus präsentierten Zahlen stiegen die Übernachtungen auf insgesamt 43,93 Millionen. Dies entspricht einem Zuwachs von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz der hohen Nachfrage sieht sich die Branche mit einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld und steigendem Kostendruck konfrontiert.
Differenziertes Wachstum nach Regionen und Herkunftsmärkten
Die Auslastung der Betriebe stieg im Berichtsjahr um 1,7 Prozentpunkte auf durchschnittlich 51,1 Prozent. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Destinationstypen. Während die Metropolen ein Plus von 3,3 Prozent und kleinere Städte einen Zuwachs von 3,4 Prozent verbuchten, fiel das Wachstum in Bergregionen (+1,8 Prozent) und im ländlichen Raum (+2,4 Prozent) moderater aus.
Bei den Herkunftsmärkten sticht die Nachfrage aus dem Ausland hervor. Die Übernachtungen von Gästen aus Europa stiegen um 3,9 Prozent, die Fernmärkte legten um 3,4 Prozent zu. Besonders hohe Zuwachsraten verzeichneten China (+9,3 Prozent), das Vereinigte Königreich (+7,5 Prozent) und die USA (+5,4 Prozent). Deutschland bleibt der wichtigste Auslandsmarkt, liegt jedoch nur noch knapp vor den USA. Ein deutlicher Rückgang war hingegen bei Gästen aus Südkorea zu verzeichnen (-11 Prozent).
Wirtschaftlicher Druck trotz hoher Nachfrage
Obwohl die Buchungszahlen steigen, bleibt die wirtschaftliche Lage für viele Betriebe angespannt. HotellerieSuisse weist darauf hin, dass die reinen Übernachtungszahlen keine abschließende Beurteilung der Ertragssituation zulassen. Die Einnahmen pro Übernachtung stehen unter Druck, während die Kosten in fast allen Betriebsbereichen weiter ansteigen. Dies führt zu einem anhaltenden Margendruck.
Martin von Moos, Präsident von HotellerieSuisse, kommentierte die Entwicklung wie folgt: „Die hohe Nachfrage und die erneut starken Logiernächtezahlen unterstreichen das gemeinsame Engagement der Tourismusbranche über alle Ebenen hinweg.“
Fachkräftesicherung und politische Rahmenbedingungen
Ein Schwerpunkt der Verbandsarbeit liegt weiterhin auf der Positionierung der Branche als attraktive Arbeitgeberin. Durch Initiativen wie die Kampagne #lovetohost und spezifische Programme für Ausbildungsbetriebe soll dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Zudem betont der Verband die Bedeutung stabiler Beziehungen zu Europa, um den Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften sicherzustellen. Auch eine wirkungsvolle Standort- und Tourismusförderung wird als zentraler Faktor für die künftige Wettbewerbsfähigkeit genannt.












